Böenwindkanal

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Technische Daten

Maximalgeschwindigkeit: 17m/s
Gebläse: Laufraddurchmesser 5.6m, Drehzahl bis 190U/min
Antrieb:       Drehstrommotor 315kW, Hydraulikaggregat, Hydromotor in der Nabe
Gesamtlänge: 21.9m
Messkammer: Durchmesser 6.3m, Länge ca. 6.5m

Messtechnische Ausstattung:

Staudruckmessung in der Messkammer
6-Komponentenwaage

Speziell zur experimentellen Untersuchung von Windturbinen sowohl bei stationären Strömungsverhältnissen als auch unter Böenlasten wurde  ein Böenwindkanal konzipiert und gebaut. Es handelt sich um eine Anlage vom Eiffel-Typ, bei der wegen des beträchtlichen Versperrungseffektes von Windturbinen-Modellen der Messquerschnitt mit 6,3m Durchmesser sehr groß gewählt wurde. Zusätzlich wurde zur Abminderung der Wandinterferenzen die Messstreckenwand als Schlitzwand ausgeführt. Ein Axialgebläse mit einer Antriebsleistung von 315kW sorgt für eine Durchströmung der unmittelbar aus der Atmosphäre ansaugenden Messstrecke mit einer Strömungsgeschwindigkeit von maximal 17m/s.
Um die Strömungsqualität zu verbessern, wurde der Einlauf um ein 12m langes ausfahrbares Netz erweitert. Dennoch kann die Strömung leichten Geschwindigkeitsschwankungen mit Störkomponenten quer zur Anströmrichtung unterliegen.

Der Böenwindkanal wurde 1983 in Betrieb genommen und wird bis heute nicht nur für die Untersuchung von Windturbinen genutzt. Umfangreiche Messungen wurden für das Solarflugzeug Icaré 2 durchgeführt, wobei sowohl der Propellerwirkungsgrad im Auslegungsfall untersucht wurden als auch die gegenseitige Beeinflussung von Propeller und stromauf liegendem Leitwerk.
Aufgrund der Größe der Messstrecke konnten diese Messungen im Originalmaßstab durchgeführt werden. Weitere Einsatzgebiete sind z.B. die Durchführung von Messungen im Bereich der Gebäudeaerodynamik.

 

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