IDIHOM
Das Projekt IDIHOM (Industrialisation of High-Order Methods -
A Top-Down Approach) versucht als Nachfolger von ADIGMA die noch recht
grundlagenorientierten Aktivitäten im Bereich der Verfahren hoher Ordnung
auf europäischer Ebene zu bündeln und die daraus entstandenen Werkzeuge
industriell einsatzfähig zu machen. Das IAG ist dabei mit zwei
Arbeitsgruppen beteiligt (Hubschrauber und Numerische Verfahren von Prof.
Munz), wovon bei uns die Erweiterung unseres
DG-Lösers SUNWinT auf die bewegten
Gitter im Falle von Hubschrauberrotoren im Vordergrund steht.
Die notwendigen Zusatzterme für Scheinkräfte (Coriolis, Zentrifugal) und
bewegungsbedingte Zusatzflüsse werden dazu eingebaut, darüber hinaus natürlich
die Berücksichtigung der instationären Geometrie einschließlich der
Randbedingungen. In einem zweiten Schritt ist geplant, Gitterverformungen
aufgrund der elastischen Blattdeformation zu erlauben und dann auch die
Kopplung an einen Strukturmechanik-Code herzustellen - ähnlich wie schon im
Finite Volumen Fall mit FLOWer etabliert.
Dazu sind auch noch substanzielle Performance-Verbesserungen notwendig,
etwa bei der Parallelisierung, aber auch in der Zeitintegration und
FLussauswertung. Hier besteht eine enge Verzahnung mit dem DFG-Projekt
HeliDG, so dass Fortschritte bei beiden Projekten
jeweils auch das andere befördern. Ziel ist, in einigen Jahren die etablierte
FLOWer-HOST Kette funktional (Kopplung, Trimmung) zu erreichen und etwas
später auch in der Leistungsfähigkeit zu übertreffen - insbesondere auf dann
aktuellen Rechnerarchitekturen.
