Der Fachausschuß Freiflug tagte am
8./9.11.2008 in Stadtallendorf. Die wichtigsten Ergebnisse:
Gerhard Wöbbeking kandidiert
auf der MFT Ende November nach 9 Jahren nicht mehr für das Amt des
Vorsitzenden des Fachausschußes Freiflug. Sein Nachfolger wird
voraussichtlich Anton Frieser
werden. Er kann das Amt aktiv jedoch erst
gegen Ende 2009 antreten. Gerhard Wöbbeking wird mit ihm eine
Übergangsregelung vereinbaren.
Da auch 2009 kein deutscher
Weltcup-Wettbewerb für die EM/WM-Qualifikation
(Ranglisten-Wettbewerbe) zur
Verfügung steht, wird das Ergebnis
eines europäischen Wettbewerbs in die Wertung mit aufgenommen. Die
Sportler bekommen eine Liste von 10 Weltcup-Wettbewerben, aus denen sie
2 heraus suchen können. Spätestens 4 Wochen vor dem Wettbwerb
melden sie ihre Teilnahme an. Das bessere der beiden Ergebnisse kommt
in die Wertung. Auf Prozent-Basis wird die DMM, der reine
Ranglisten-Wettbewerb und der Weltcup zusammen gezählt.
F1C und F1P werden auf
nationalen Wettbewerben gemeinsam gewertet. Die
Motorlaufzeit
beträg für beide Klassen 5 sec. Beschlossen mit 10
ja, 2 nein, 1 Enthaltung.
Auf der Deutschen
Meisterschaft 2009 wird innerhalb von F1A versuchsweise F1A-Standard
geflogen:
Bei F1A-Standard gelten alle Regeln wie für die Klasse F1A, mit
folgenden Ausnahmen:
1. Es sind nur starre, offene Hochstarthaken zulässig.
2. Winkeldifferenzsteuerungen und damit das Bunten sind verboten.
3. Flapper sind nicht gestattet.
Totz der vielen Differenzen
bei und
nach der Austragung der F1E-Europameisterschaft in der Rhön wird
die Sportfachgruppe die Austragung der F1E-Weltmeisterschaft
in der
Rhön nicht an die CIAM zurück geben. Zusätzliche
Gelände stehen zur Verfügung, das Organisationsteam ist
teilweise ein anderes als 2008.
Wettbewerbssaison 2009: Die
Termine
für das neue Jahr konnten nur teilweise festgelegt werden.
Insbesondere gibt es noch kein Gelände für den reinen
Ranglistenwettbewerb. Ziel ist, diesen Wettbewerb im Frühjahr zu
veranstalten. In Lauchhammer kann 2009 kein Ranglistenwettbewerb
geflogen werden.
Alle Termine sind noch vorläufig.
Termine Ebene
Deutsche
Jugend- und Juniorenmeisterschaften
17.-19.7.
(Freitag ab 15 Uhr).
Deutsche
Meisterschaften F1A,B,C/P und H,Q 14.-16.8.
in Manching (Freitag ab 15 Uhr)
Matthias-Hirschel-Pokal wird zusammen
mit der DJM in Manching 17.-19.7. ausgeflogen
Deutscher Pokal-Wettbewerb „Kleine Klassen“ F1Ebene + Classics: Diese
Wertung
wird aus den Ergebnissen von zwei Wettbewerben ermittelt, ausgeflogen
parallel
zur Süddeutschen Meisterschaft (Termin noch offen) und der DMM.
Deutscher
World Cup Ebene: Eifel-Pokal
28.-30.8., Zülpich
Termine
Saal
3.-5.7. 2
Ranglisten-Wettbewerbe
in Apolda
September: 1
Ranglisten-Wettbewerb
in Oberkotzau
Diese drei
Wettbewerbe zählen zusammen für die DMM in F1D.
Herbst: die
DMM für die weiteren Saalklassen findet in Dillingen statt
Termine F1E
18./19.4.
Oberkotzau Weltcup (1x D, 1x CH)– Konflikt mit evt. Rangliste Ebene –
Ausweichen
auf den 4./5.4. ist zu prüfen
25./26.4.
Himmelberg
Herbst: DMM
am Hesselberg, genauer Termin noch offen
CIAM-Tagung
März 2008: Bob Skinner ist Nachfolger von Sandy Pimenoff
Gerhard
Wöbbeking berichtet:
Je nachdem – Hoffnungen oder Befürchtungen wurden nicht
bestätigt: Ich wurde Sonnabendabend als 2. Vizepräsident
wieder gewählt (zuletzt 3. Vize).
Nach dem Rücktritt Sandy Pimenoffs gab es am 29. März die
erste wirklich offene Entscheidung um den CIAM Spitzenposten seit 40
Jahren, und schon im ersten Wahlgang zeigte sich die Favoritenposition
von Bob Skinner (Südafrika) mit 18 Stimmen vor mir (11) und Dave
Brown USA (9). Dave fiel damit aus der Entscheidung, doch ich erhielt
in der Stichwahl nur 2 der Stimmen für den Amerikaner; Bob gewann
mit 25 Stimmen gegen meine 13.
Wahrscheinlich hätte ich jetzt die Wahl zum 1.
Vizepräsidenten gewonnen, doch ich wollte nicht gegen Dave Brown
antreten, der im Rollstuhl sitzt und – das ist zu befürchten - eh
nicht mehr lange dabei sein kann. Er wurde im 2. Wahlgang als 1.
Vizepräsident bestätigt. Gegen diverse neue Kandidaten – u.a.
den Präsidenten der FFAM Bruno Delor - hatte ich dann bei der Wahl
zum 2. Vize 22 Stimmen und damit die einzige absolute Majorität im
ersten Wahlgang. Auch Andras Ree (Ungarn) setzte sich als 3. Vize gegen
Delor durch, im 2. Wahlgang mit 21 gegen 17 Stimmen. Damit wird die
CIAM zwar von einem neuen Präsidenten gesteuert, doch mit den
gleichen Vizepräsidenten wie vor 2007.
Neu im erweiterten Bureau ist nur Bengtlof Samuelsson. Der Schwede
gewann nach mehreren Wahlgängen den hoch begehrten Vorsitz des F2
Unterausschusses. Dr. Laird Jackson (USA) hatte diesen nach über
25 Jahren aufgegeben – er ist über 75. Sein Favorit Bill Lee
aus Texas bekam nur 2 Stimmen im ersten Wahlgang. Zuletzt kandidierte
noch der Brite Peter Halman, Ehemann von Jo (Technical Secretary) gegen
Samuelsson, und verlor mit 12 gegen 25 Stimmen.
Die Secretaries Massimo Semoli (Italien) und Jo Halman wurden
bestätigt – das Gedränge, deren arbeitsintensiven Aufgaben zu
übernehmen, hielt sich in Grenzen und alle können froh sein,
dass die beiden weiter machen. Der Deutsche Hartmut Siegmann – seine
bisherige Position als Assistant Secretary kann in Zukunft auch direkt
vom Bureau besetzt werden – bat darum, sich auf die Aufgabe als
Betreuer der CIAM Website konzentrieren zu können und kandidierte
nicht wieder als Assistant.
38 Delegierte bei einem CIAM Plenary Meeting sind Rekord. - Über
die weiteren Entscheidungen berichte ich im Laufe der Woche.
Gerhard Wöbbeking, http://www.woebbeking.de
Wann und wo Fliegen?
Arbeitstag des Fachausschusses Freiflug 2007 / bs
Den Sportkalender festzulegen war wieder
einmal die schwierigste Aufgabe bei der Arbeitstagung des
Fachausschusses Freiflug, der am 10./11. November 2007 in
Stadtallendorf getagt hatte. Da Gerhard Wöbbeking den Salzland
Weltcup-Wettbewerb nicht mehr organisieren wollte und sich kein anderer
Veranstalter fand, fehlte plötzlich der Weltcup-Wettbewerb
für die WM-Qualifikation. Andererseits wollte Ansgar Nüttgens
in Ilbesheim eine Weltcup F1AB zusammen mit der Deutschen
Jugendmeisterschaft austragen. Durch Telefonate während der Tagung
gewann man den Optimismus, in Ilbesheim den Weltcup auch für die
WM-Qualifikation nutzen zu können. F1C sollte dafür bei der
Süddeutschen in Manching fliegen.
Doch nach der Sitzung kam alles anders.
Kein Weltcup und keine WM-Qualifikation in Ilbesheim und der Termin der
Junioren-WM wurde von der CIAM verschoben. So änderte sich der
beschlossene Sportkalender noch deutlich. Siehe unter „Nationale
Termine“ in diesem Heft der THERMIKSENSE.
Zunächst zogen die Organisatoren
Ansgar Nüttgens und Martin Meyer die vorläufige Zusage
für den Wett-bewerb in Ilbesheim zurück. Per Umfrage
versuchte Gerhard Wöbbeking die Saison neu zu organisieren:
„In
Absprache mit Günter Müssig schlage ich einen Termin für
die 7 Durchgänge Rangliste vor, die mit dem Salzland Cup abhanden
kamen. Er stammt ursprünglich von Thomas Weimer gemeinsam mit
Michael Jäckel und besagt, dass parallel zur DJMM die 7
Durchgänge in Manching geflogen werden, vom 25. bis 27. Juli.“
Mit unterschiedlichen Begründungen
wurde dieser Vorschlag von Vielen abgelehnt. Darauf hin machte Gerhard
Wöbbeking einen neuen Vorschlag:
„Da
sich 2008 die fehlende Wertung aus einem deut-schen World Cup für
eine Qualifizierung fürs F1A,B,C Nationalteam nicht ersetzen
lässt, werden die zwei Ranglistenwettbewerbe vom 3. bis 5. Oktober
in Lauchhammer mit jeweils sieben (7) statt wie bislang mit fünf
(5) Durchgängen geflogen. Es zählt außerdem für
die Qualifikation das Ergebnis der DMM, bei Gleichstand das Ergebnis
des DMM-Stechens. Begründung: Ein Konsens für einen World
Cup-Ersatz-Wettbewerb zeitgleich mit der DJMM war nicht zu erreichen.
Für weitere Termine fehlen Veranstalter.“
Das Ergebnis der zweiten Abstimmung
teilte Gerhard Wöbbeking dann mit:
Das Ergebnis unserer Umfrage vom 28.
November ergab einstimmige Zustimmung (12 Ja) zu dem Vor-schlag, auf
einen Ausscheidungs-Wettbewerb als Ersatz für den 2. Deutschen
World Cup zu verzichten und stattdessen die jetzt 2. + 3.
Qualifikationswettbewerbe vom 3. bis 5. Oktober mit je 7
Durchgängen zu fliegen.
Nachdem dies alles ausgestanden war,
verschob der Aeroclub der Ukraine den Termin der Junioren-WM, sodass
weitere Änderungen im nationalen Sportkalender erforderlich waren.
Junioren-EM F1ABP 2007
Hiermit melde ich das
Junioren-Team aus Serbien wieder
zurück. Wir haben eine insgesamt erfolgreiche und intensive Zeit
hinter uns. 7 Jugendliche, welche hervorragend zusammen gewirkt haben
und einer Supportermannschaft, welche mit einem unermüdlichen
Einsatz das Rückholen der Modelle und das unabdingbare "Wedeln"
organisiert haben waren ein geschlossenes Team. Trotz einiger widriger
Umstände und Misserfolgen blieb die Motivation bis zum
Schluß immer mehr gesteigert.
Die Belohnung:
3. Platz Einzelwertung F1A: Willi Herwig
3. Platz Einzelwertung F1B: Christian Fux
3. Platz Mannschaftswertung F1A: Willi Herwig, Philipp Kuttler,
Johannes Seren
Wie knapp wir an noch mehr Erfolgen vorbeigeseget sind, machen 2 Zahlen
deutlich
- 1 Sekunde fehlte Willi zum 3. Stechen, statt 420 Sekunden
Maximalflugzeit erreichte er unter achtsamen Blicken der Zeitnehmer nur
419 Sekunden - schade, aber nicht zu ändern.
- 40 Sekunden fehlten dem F1B-Team mit Christian Fux und den
Brüdern Philipp und Daniel Seifert für einen 3. Platz in der
Mannschaftswertung!
Der fehlende Erfolg in F1P ist kaum erklärbar. Bei den
Trainingsflügen zeigten Christian Fux und Johannes Seren mit ihren
hervorragend eingestellten Modellen das mögliche
Leistungspotential - kerzengerade Steigflüge und gute
Übergänge. Am Wettbewerbstag bei hervorragendem Wetter
(geringe Luftbewegungen) ging es gleich beim ersten Durchgang schief:
Christian verwirft und Johannes Modell bricht in großer Höhe
aus. Matthias behält die Nerven und hat mit nur 63 Sekunden
Verlust in den 7 Durchgängen den 9. Platz und damit die beste
deutsche Zeit erreicht. Beeindruckend: Wie toll sich diese Mannschaft
gegenseitig aufmunterte und tröstete.
Der F1B-Tag war mit hoher Spannung erwartet:
Unser "Küken" Daniel bei seinem ersten Einsatz und zum Teil
aussergewöhnlichen Würfen ließ Potential für die
nächsten Einsätze deutlich erahnen. Pech bei Philipp, bei dem
in einem Durchgang ein klassischer Bilderbuch-Bart eben keiner war: 120
Sekunden - zwar 30 mehr als bei allen anderen gleichzeitig startenden
Teilnehmern - waren das deutliche Ergebnis. Aber wir haben unseren
Christian ins Stechen gewedelt!
Der F1A-Tag hatte die herausfordenste Wetterkonstellation: von sehr
bockig windig am Morgen bis zur absoluten Windstille bei bedecktem
Himmel am frühen Nachmittag war alles möglich. Beeindruckend
war hier die absolute Beherrschung der Modelle unserer Jungs bei diesen
wechselnden Windsituationen und die Schlepptaktik. Johannes als
Erststarter im 1. Durchgang verlor zu früh die Nerven, als er in
einem nicht ganz optimalen Augenblick einen hervorragenden Bunt machte
- leider reichte es nicht zur Maximalzeit. Unbeeindruckt von diesem
Frust hielten alle bis zum Schluß durch, nur der letzte Durchgang
war dann bei Johannes und Philipp nach einem Modellwechsel (absolut
ruhige Luft) aus technischen Gründen nicht erfolgreich. Willi als
letzter Starter behielt die Nerven und war damit mit 9 anderen
Teilnehmern im Stechen!
Unterbringung und Organisation war ausreichend gut - es ist schon von
sehr großem Vorteil, wenn die Mannschaften und die Organsiation
in einem Hotel untergebracht sind. Neben der automatisch dabei
erfolgenden Völkerverständigung sind auch Änderungen
schnell kommunizierbar. Das Gelände: Ein Traum von der Ausdehnung
und der "Belaufbarkeit". Einzig der ab und zu vorhandene Regen konnte
die vorgesehenen Wege zu glitschigen Schlammstrecken verändern,
die Wege wurde daher mit der Zeit immer breiter. Zusammengefasst: Es
war super, Potential zu noch mehr ist bei diesen Teilnehmern ist in
Zunkunft eindeutig vorhanden, ach ja - und der Bart des
Mannschaftsführes (Versprechen für mindestens einen
Podiums-Platz) ist ab: Die "Bartabschneider" waren das gesamte deutsche
Team und weitere Mannschaftsführer :-)
Paul Seren
Der F1A-Tag bei der WM 2007 in Odessa
Ein
Bericht über einen Wettkampf von
Dienstag morgens bis Freitag abends und einige Umstände drum herum
von Thomas Weimer
Mein Mannschaftskamerad Uwe Rusch hat seine Eindrücke ja schon im
letzten Heft (2/2007) der Thermiksense beschrieben. Dort sind auch die
kompletten Ergebnisse zu finden und der F1C-Bericht. von Michael
Sondhauß. Hier nun mein Bericht, in den auch die
Zuarbeit von Ansgar Nüttgens eingeflossen ist.
Das F1A-Team hatte eine gemeinsame Anreise am Donnerstag geplant,
wollten wir doch noch zusammen trainieren, am Weltcup teilnehmen und
hatten einen gemeinsamen Mietwagen. Ich bin mit Uwe von Berlin nach
Budapest geflogen. Glücklicherweise gab es keine Probleme mit
unserem Übergepäck und auch die teilweise heftigen
Turbulenzen über dem Erzgebirge habe ich so leidlich
überstanden. Ab Budapest sollte es dann mit Ansgar zusammen weiter
nach Odessa gehen, aber wir warteten vergeblich. Später erfuhren
wir, dass in Frankfurt über 150 Flüge wegen eines Unwetters
ausfallen mussten. So haben dann Uwe und ich am Freitag früh
unsere ersten Trainingsflüge allein absolviert und dabei bereits
unseren ständigen Begleiter, den Wind, sowie das Gelände
kennen gelernt. Als es uns zu windig wurde sind wir wieder zum Hotel
gefahren und konnten dort am Abend auch Ansgar begrüßen.
Am nächsten Tag haben wir den Weltcup mitgeflogen,
hauptsächlich um uns an die Gegebenheiten unter
Wettkampfbedingungen zu gewöhnen. Der Wind war schon morgens
wieder präsent und nahm im Tagesverlauf weiter zu, aber es war
ganz gut fliegbar und wie sich noch herausstellen sollte,
wettermäßig noch einer der besseren Tage. Uwe erreichte das
Stechen, bei dem ihm dann leider der Haken aufging als er durch das
unwegsame Gelände rannte, um die Luft zu prüfen, in der
einige Konkurrenten flogen. Ich selbst habe neben den 4 Max im 4. DG in
guter Luft einen furchtbaren Start gemacht, sodass das Modell trotz
aller Mühe nur 51 s flog. Bei der WM habe ich dann aber mit mehr
Konzentration diesen Fehler (Modell zu früh von der Leine mit
anschließendem Fast-Looping) vermieden. Ansgar (noch ohne
Training in Odessa) flog im 2. und 5. DG nicht ganz voll, war aber mit
dem Trainingseffekt wohl ziemlich zufrieden.
Am Sonntag wollten wir dann schon sehr früh zum Training
ausrücken. Da sich aber um 4.30 Uhr schon die Bäume bogen,
haben wir darauf verzichtet und sind wegen des starken Windes auch den
ganzen Tag nicht mehr zum Fliegen gekommen. Die letzte
Trainingsmöglichkeit bot sich also Montag früh, aber um 10.00
Uhr mussten wir zur Modellabnahme zurück sein. Deshalb ging es
mit dem ersten Tageslicht hinaus und obwohl es wieder recht windig war
probierten wir nochmals unsere Modelle. Bei Uwe und mir gab es keine
Probleme. Ansgar jedoch hatte mit technischen Schwierigkeiten zu
kämpfen. Bei einem Modell brach bei der Landung ein Ohr an und bei
einem anderen kam 2-mal die Bremse nicht. Beim ersten Mal war Ansgar
sehr lange zum Rückholen weg, was viel wertvolle Trainingzeit
kostete. Das 2. Mal passierte kurz bevor wir zur Modellabnahme
mussten. Der Flieger flog über 10 min (bei Wind). Also schnell
alles ins Auto und zu dritt Richtung Schwarzes Meer um das Modell zu
suchen. Dank Peilsender fanden wir es auch recht schnell nicht weit vor
dem Wasser. Allerdings hatten es einige Soldaten kurz vor uns aus einem
Baum geborgen und dabei ziemlich beschädigt. Dann ging es mit
Tempo, ungeduscht und immer noch ohne Frühstück zur
Modellabnahme.
Und da stellte sich, mir zumindest, nun endgültig die Frage, die
mich schon einige (windige) Tage beschäftigte: Welche 4 Modelle
soll ich anmelden?
Normalerweise fliege ich 2 kurze (2,13 m), 1 mittleres (2,33 m) und ein
langes (2,52 m) Modell. Die Vorhersage für den Dienstag
kündigte aber 14 m/s Wind an und da muss man erst mal über 7
Durchgänge kommen. Andererseits besteht ja die Möglichkeit
ins Stechen zu kommen und das könnte ja irgendwann bei ruhigerem
Wetter stattfinden, und dann ohne langes Modell? Also meldete ich
natürlich meine beiden kampferprobten kleinen Flieger an, dann
das extra lange Modell, aber statt des mittelgroßen zur
Sicherheit doch mein altes kleines Modell, was das letzte ist, das ich
noch mit mechanischem Timer habe. Die nächsten Stunden verbrachten
wir mit Reparaturen, Modellvorbereitungen und Ruhe, bevor dann am
Nachmittag die Eröffnung stattfand. Am Abend flaute der Wind etwas
ab und da es bei Ansgars Modellen noch einige Fragezeichen gab, fuhren
wir nochmals auf das Gelände. Zu dritt beschäftigten wir uns
bis zum letzten Lichtstrahl mit seinen 3 wichtigsten Fliegern und am
Ende haben die dann auch prima funktioniert. Mit dem guten
Gefühl, bestmöglich vorbereitet zu sein und eine starke
Mannschaft zu haben, ging es dann ins Bett. Allerdings war da auch noch
die schlechte Wettervorhersage!
Am nächsten Morgen traute ich meinen Augen nicht. Um 4.30 Uhr
bogen sich keine Bäume, nicht einmal Zweige, auch die Blätter
wackelten nicht. Sollten wir etwa Glück haben? Als wir gegen 6.00
Uhr dann mit den Probestarts anfingen war es immer noch ruhig, nur eine
leichte Drift, aber schon gute Thermik. Jedoch pünktlich zum
Wettbewerbsbeginn um 7.00 Uhr wurden der Wind dann doch etwas
stärker und die Thermik schwieriger. Unsere Startreihenfolge
lautete: Thomas, Ansgar, Uwe. Also zog ich sofort mit Durchgangsbeginn
mein kleines Thermikmodell hoch und suchte mir einen Platz hinter der
Startlinie. Die Plätze dort waren aber erwartungsgemäß
sehr begehrt und schnell von namhaften Piloten besetzt. Mit einem
kleinen Umweg durch den noch nicht abgeernteten Teil des Getreidefeldes
erkämpfte ich mir aber meine Wunschposition und lauerte.
Schließlich wollte ich die WM für unser Team unbedingt mit
einem sicheren Max beginnen, was wegen der einsetzenden Strömung
und der geforderten 210 s nicht einfach werden würde.
Außerdem flogen wir über die Senke, welche bei zu geringer
Flughöhe die Modelle oft nach unten zog. Nach einigen Minuten
entschloss ich mich in einen Pulk anderer Segler hineinzustarten,
welche ausreichend gute Luft anzeigten. Der Start war prima und das
Modell flog toll, auch wenn es gegen Ende Höhe abbaute. Die Senke
zeigte doch ihre Tücken.
Wir besprachen das kurz im Team und Ansgar und Uwe entschieden, vor das
Startfeld zu gehen und selbst nach Thermik zu suchen. Unsere
Beobachtung zeigte, dass an der Abrisskante der parkenden Autos einige
Modelle gut weggestiegen waren. So flogen dann beide im 1. und 2. DG
auch sicher voll, auch mein Modell erreichte ein sicheres Max, wobei
ich aber wieder hinter dem Starterfeld abstaubte. Im 3. Durchgang zogen
wir dann in den hinteren Bereich der Startlinie, welche schräg zum
Wind aufgebaut war, weil der gemähte Teil des Feldes zu schmal
für die korrekte Ausrichtung war. Dadurch hatten wir nun die
meisten Starter im Vorfeld. Allerdings begann auch der Wind immer
stärker aufzufrischen, was Uwe ja schon beschrieben hat. Sehr
viele Teilnehmer trauten sich nun wohl keinen Kreisschlepp mehr und
flogen nur noch hoch und raus. Ich stellte mich wieder hinter die
Startstelle, kreiste und prüfte die Luft, die andere Modelle
anzeigten. Die waren aber mit hoch und raus gestartet und zeigten
nichts Brauchbares an. Auch die anderen, die mit mir hinten kreisten,
gingen nicht mit. Es zeigte sich, dass das Abstauben immer schwieriger
werden würde. Nach einiger Zeit hatte ich guten Zug an der Leine,
machte noch einen Kontrollkreis, welcher die Thermik bestätigte
und startete dann allein nach einem weiteren Kreis. Da war es dann aber
auch fast schon wieder zu spät. Aber das Modell flog der Thermik
gut hinterher, zentrierte mal mehr mal weniger und sicherte die Volle.
Claus-Peter Wächtler riet mir zum Modellwechsel, weil er meinte,
dass das Modell in dieser Thermik nicht gut fliegen würde. Ich
jedoch vertraute meinem Liebling und auch CPW lernte das Modell beim
Rückholen in den letzten Durchgängen noch besser kennen.
Ansgar entschied sich wegen des auffrischenden Windes für einen
Modellwechsel, weil der andere Flieger ein besseres Handling versprach.
Am Abend hatte er die Gegenkurve verändert, das am Morgen in der
ruhigeren Luft bei den Probestarts jedoch wieder zurückgenommen.
Da es nun aber wieder windiger war, änderte er das erneut. Er fand
selbst wieder gute Luft, zog jedoch etwas früh an, die
Ausklinkkurve passte nicht so ganz und der Start geriet zu sehr zur
falschen Seite. Inzwischen waren viele Blasen aber eng und obwohl das
Modell sichtbar versuchte noch an die gute Luft heranzufliegen reichte
es über der Senke nur für 136 s. Auch Uwe flog in der 3.
Runde nur 140 s, wie, das hat er bereits beschrieben.
Trotz der verlorenen Sekunden waren wir weiter voll motiviert, für
ein gutes Mannschaftsergebnis zu kämpfen. Wir hatten
natürlich auch mitbekommen, dass es anderen bei den schwierigen
Bedingungen nicht besser ging. Im 4. DG bezog ich mit dem Flieger an
der Leine umgehend wieder meinen Platz hinter dem Startfeld.
Zusammen mit den immer gleichen Leuten (Holmbom, Makarov, Kulmakko,
Yablonovsky, Carter…) kämpften wir um die Positionen und lauerten
auf gute Luft, die hoffentlich jemand weiter vorn anzeigen würde.
Teilweise war ich selbst erstaunt, wie gut sich mein Modell dabei
beherrschen ließ. Trotz des starken Windes hatte ich kaum
Probleme eng zu kreisen, auszuweichen oder irgendwo hinzulaufen, um
die Luft zu prüfen. Allerdings klappte das mit dem Abstauben
wieder nicht so richtig und ich entschloss mich nach einiger Zeit
wieder allein zu gehen, nachdem ich Aufwind spürte. Der Start war
wieder gut. Aber das Modell stand ziemlich lange gegen den Wind bis es
endlich einkreiste, nachdem ich es vor Angst mehrmals laut
angebrüllt habe (peinlich, hat aber geholfen). Ein sicheres Max
folgte. Ansgar und Uwe waren wegen des Windes und ihrer Fehlsekunden
etwas verunsichert. Deshalb warteten sie mit ausgelegter Leine auf gute
Momente, schleppten nur kurz und flogen so sicher voll. Nun folgte der
5. DG, die Windstärke lag nun regelmäßig jenseits der
10 m/s und die Thermik war entsprechend eng und ruppig. Zum ersten Mal
zog ich nicht sofort mit dem Signal des Durchgangbeginns hoch, sondern
wartete auf einen etwas ruhigen Moment. Dann stellte ich mich wieder
nach hinten, sah nach kurzer Zeit das Modell von Ivo Kreetz in
erreichbarer Entfernung in guter Luft und rannte dorthin. Ich merkte
die Thermik dann selbst und wusste, dass ich nicht lange zögern
durfte. Also noch einmal mitkreisen und dann raus. Dabei ließ ich
das Modell etwas früh von der Leine und der Drücker gelang
nicht so gut. Da aber die Luft sehr gut war stieg das Modell sofort und
bremste auch sehr hoch. Während des Bremsfluges und voller Freude
über mein 5. Max hörte ich dann die Durchsage, dass der
Durchgang unterbrochen ist und alle Modelle herunter sollten.
Ringsherum ließ man die Flieger einlanden, nur Per Findal zog
sein Modell an der Leine nach unten bis er es mit der Hand greifen
konnte (bei dem Wind).
Es stellte sich heraus, dass sich der Landwirt bei der
Wettbewerbsleitung beschwert hatte, weil der bekannte Vater eines
bekannten F1B-Fliegers aus Serbien beim Rückholen mit dem Auto
mitten durch das erntereife Getreide gefahren war. Es dauerte einige
Zeit und Teammanager- und Jurysitzungen bis entschieden wurde, den
Wettbewerb abzubrechen, wohl wegen des Bauern und des stürmischen
Windes. Leider gingen mir und einigen anderen damit die schon
erflogenen Wertungen der 5. Runde verloren. Andererseits stellte sich
die Hoffnung ein, die letzten Starts am Donnerstag bei besserem Wetter
machen zu können. Nun konnten wir also schon am frühen
Nachmittag zurück zum Hotel. Es war Zeit um den müden,
kaputten Knochen etwas Ruhe zu gönnen. Alle hatten wir unsere
Problemchen. Mein eigentlich gesundes Knie schmerzte plötzlich
nach dem Aussteigen aus dem Auto, Ansgar hatte einige wunde Stellen und
auch Uwes Beine zwickten und zwackten. Aber ein Strandbesuch sowie
Massagen im Wellnessbereich des Hotels halfen weiter. Mein Knie
entpuppte sich in den nächsten Tagen übrigens als echtes
F1A-Knie. Immer wenn ich für F1BC laufen durfte schmerzte es, wenn
ich selbst fliegen musste, war es ok.
Am Mittwoch folgte der F1B-Wettbewerb und am Donnerstag um 6.00 Uhr
das 2. Stechen für F1B. Um 7.00 Uhr sollte F1A fortgesetzt werden.
Der Wind war ganz erträglich und die Probestarts zeigten ruhige,
sichere Thermikflüge. Leider kam der Wind aus einer
ungünstigen Richtung und so beschloss die Jury die Startstelle
auf das andere Gelände zu verlegen. Nach dem Umzug dorthin ging es
dann endlich los, inzwischen natürlich wieder mit kräftigem
Wind. Ich startete wieder am Anfang und klinkte mein Modell in die
erste Thermikblase, die durch andere Modelle angezeigt wurde. Ansgar
suchte sich etwas abseits allein gute Luft und flog so wie Uwe kurz
nach ihm sicher voll.
Im 6. Durchgang schleppte ich wieder mit ein paar anderen zusammen
hinter der Startlinie, prüfte einige von Modellen angezeigte
Momente, hielt aber alle für unsicher und startete nicht. Etwas
später sah ich weit rechts vorne ein Modell in sehr guter
Höhe. Obwohl der Weg dahin weit war, entschloss ich mich, dahin zu
laufen und mein Glück zu probieren. Ich rannte so schnell ich
konnte dahin, mein Modell folgte tadellos. Obwohl ich dabei andere
schleppende Piloten umlaufen musste, von denen einige auch Warnrufe in
meine Richtung ausstießen, ging es quer über das unwegsame
Gelände und am Ende noch durch einen Graben und über einen
Wall. Angekommen sah ich das andere Modell genau über mir,
spürte die Thermik und klinkte im nächsten Kreis aus. Dann
ließ ich mich auf den Rücken fallen und versuchte
allmählich wieder zu Atem zu kommen. Dabei konnte ich aber noch
meinem Modell nachschauen, wie es in kurzer Zeit eine gewaltige
Höhe erklomm. Ansgar machte es in dieser Runde noch einmal
spannend. Er schleppte hinter den Startstellen als von vorn ein Modell
kam, das mit Leine in offensichtlich guter Luft wegstieg. Er
positionierte sich und klinkte aus, leider etwas zur falschen Seite.
Aber das Modell flog gut und aus der Zitterpartie wurde doch ein Max.
Uwe flog sicher voll. Wir mutmaßten, dass wir in der
Mannschaftswertung recht gut liegen müssten und schworen uns noch
mal auf den letzten Durchgang ein.
Ich schleppte gleich wieder zwischen einigen anderen hinter der
Startlinie und da ich nun ganz sicher ins Stechen wollte, war ich
eigentlich fest entschlossen nur mit anderen zusammen in wirklich
sichere Luft zu starten. Aber es kam anders. Nach wenigen Minuten
spürte ich plötzlich einen starken Leinenzug und beim Kreisen
wollte das Modell so stark nach oben, das ich mich entschied, allein
auszuklinken. Im nächsten Kreis zur Vorbereitung des Starts
konnte ich das Modell kaum bändigen. Aber der Start gelang und
das Modell gewann schnell eine gigantische Höhe und landete
entsprechend weit. Die anderen, die mit mir geschleppt haben, schauten
nur erstaunt hinterher. Glücklich darüber, bei solch
schwierigen Bedingungen das Stechen erreicht zu haben,
unterstützte ich nun gleich wieder Ansgar und Uwe, in der
Hoffnung, dass mein/unser guter Wettkampf noch mit einer
Mannschaftsmedaille gekrönt würde. Ansgar flog nach kurzen
Schlepp problemlos voll und belegte in der Endabrechnung Platz 25.
Was dann leider Uwe passiert ist, hat er bereits selbst beschrieben. So
mischte sich in die Freude über meine Stechteilnahme doch die
Enttäuschung über die verpasste Medaille, die sogar golden
hätte sein können. Aber es gab natürlich keine
Vorwürfe. Jeder von uns kennt den Freiflug und auch solche Momente
gehören dazu. Wir waren ein echt tolles Team, das prima
gekämpft und sich nach Kräften unterstützt hat. Und an
dieser Stelle muss auch der Rest der Mannschaft ausdrücklich
gelobt werden. Ohne die hervorragende Rückholarbeit hätten
wir viel schlechter ausgesehen. Unsere Modelle waren oft sehr knapp,
aber immer pünktlich zurück, was bei dem Wind und den
teilweise großen Bremshöhen wirklich bemerkenswert ist. Ich
war echt glücklich, alle 7 Durchgänge mit meinem besten
Modell fliegen zu können.
Auch in anderen Teams gab es Enttäuschungen. Besonders getroffen
hat mich, dass Ivo in der letzten Runde noch das Stechen verpasst hat.
Wir haben uns während des Wettbewerbs immer wieder ausgetauscht
und gegenseitig motiviert. Er musste nach einer Leinenkollision und
der daraus folgenden Modellbeschädigung den Flieger wechseln und
verpasste dann das Max. Obwohl wir natürlich Konkurrenten sind,
hat das auch mir wehgetan. Aber ich hatte mein Hauptziel
erreicht, war nun mit 18 anderen im Stechen und hatte noch alle Modelle
unbeschädigt in der Kiste.
Das Stechen sollte am Abend um 19.00 Uhr stattfinden. Am Nachmittag
ging jedoch ein schweres Unwetter nieder, das Bäume abknickte,
den Zeltplatz mit Sturm und tischtennisballgroßen
Hagelkörnern verwüstete und auch den Platz unter Wasser
setzte.So wurde das Stechen auf Freitag früh vor den
F1C-Wettbewerb verschoben. Aber um 6.00 Uhr war es schon wieder viel zu
windig und es wurde erneut abgesagt.
Es konnte dann aber am Freitag doch noch durchgeführt werden, am
Abend zwischen den ersten beiden Stechen in F1C. Und tatsächlich
wurde es auch ruhiger. Wind, aber auch Thermik nahmen deutlich ab. Die
ersten Probestarts machte ich noch mit den kleinen Modellen, baute
dann aber sehr schnell den ganz großen Flieger zusammen. Da das
Stechen nicht am eigentlichen Wettbewerbstag stattfand war es auf 10
min Flugzeit angesetzt. Es war aber eigentlich klar, dass es fast keine
Thermik mehr geben würde und ein Modell mit guter Gleitleistung
nötig war. Zu Stechbeginn war es dann auch abgeschirmt und es gab
noch eine leichte Strömung. Ich wartete etwas mit dem Hochziehen
um Kollisionen zu vermeiden. Dann schleppte ich wie eigentlich alle
anderen vor der Startstelle und sah dann neben mir jemanden, der
offensichtlich gute Luft hatte, diese kontrollierte und dann auch
startete. Auch mein Modell hielt sich gut und ich entschied ebenfalls
auszuklinken, auch weil ich mit immer kälter werdender Luft
rechnete. Der Start war nicht ganz perfekt. Ich zog so sehr ich konnte
und beim Loslassen hat irgendetwas am Modell kurz vibriert. Das hatte
ich vorher noch nie, aber dadurch ging etwas Speed verloren und das
Modell machte einen kleinen Abtaucher, beruhigte sich aber sofort. Der
Flug war gut, jedoch stellte sich die Luft als doch nicht so toll
heraus. Am Ende wurde ich mit 260 s 14., ganz ok aber unter die ersten
10 wäre ich schon gern gekommen. Von den anderen Piloten habe ich
nicht viel mitbekommen. Nach dem Ende habe ich aber gehört, dass
Ivan und Rudi gleich nach Beginn gestartet sind als ich
sicherheitshalber noch etwas gewartet habe. Per hat dagegen erst kurz
vor Ende der Arbeitszeit weit vorn als letzter ausgeklinkt.
Am nächsten Morgen konnten wir dann endlich mal etwas länger
schlafen. Wir haben unsere Sachen gepackt und sonst gefaulenzt. Abends
war dann am anderen Ende von Odessa die Abschlussveranstaltung. Wir
haben gut gegessen, viel Wodka getrunken, und durften bei der
Siegerehrung für den 3. Platz in der Nationenwertung auch auf die
Bühne. Mit dem Rückflug am Sonntag gingen dann 1 1/2
wirklich erlebnisreiche und anstrengende Wochen zu Ende, in denen wir
aber auch viel Spaß hatten und etliche internationale
Freundschaften vertiefen konnten.
CIAM-Büromeeting
und Anträge für die Vollversammlung
Abweichend vom normalen
Tagungsort in der Zentrale der FAI in Lausanne fand im Dezember das
CIAM-Bürotreffen in Munice, Indiana, USA bei der AMA, der
US-amerikanischen Modellflug-Organisation statt. Es sollte ein
Ausgleich dafür sein, dass über viele Jahre die Delegierten
in die Schweiz reisen mussten. Die AMA-Zentrale beschäftigt
über 50 Personen, hat ein großes Modellflug-Museum, eine
Bücherei und einen Bauplan-Service. Es gibt dort Fluggelände
für RC-Flug, Fesselflug und Freiflug.
Anträge
an die CIAM-Hauptversammlung im März
* Russland schlägt vor, das
Verbot von geschlossenen Regelkreisen
im Freiflug zu steichen. Zur Begründung wird angegeben, dass der
Einsatz von aktiven Sensoren und geschlossenen Regelkreisen nicht im
Widerspruch zum Geist des Freiflugs stehe. Ausserdem sei das
Verbot bei den moderen elektronischen Zeitschaltern in den Modellen
praktisch nicht mehr überprüfbar. Die Antragsteller erhoffen
sich durch diese Änderung neue Interessenten Freiflug und weisen
darauf hin, dass ein solche Flugkontrollsystem keine 100% Garantie auf
einen Sieg darstelle.
* Russland schlägt weiter vor,
die Leinenlänge in F1A
auf 40 m zu kürzen, in F1B das Gummigewicht
auf 25 g zu reduzieren und in F1C die Motorlaufzeit
auf 4 sec zu verringern.
* Deutschland schlägt vor,
für F1H nicht mehr 220 g
Mindestgewicht vorzuschreiben, sondern 12 g/dm2, da es viele einfache
F1H-Modelle gebe, die kleiner als 18 dm2 sind und durch die heute
Regelung im Nachteil sind.
* Der Freiflug-Unterausschuss hat
beantragt, die Motorlaufzeit in F1J
von 7 sec auf 5 sec zu reduzieren.
* Der Freiflug-Unterausschuss hat
beantragt, die Motorlaufzeit in F1P
von 10 sec auf 7 sec zu reduzieren.
* Deutschland hat beantragt, zur
Leistungsbegrenzung in F1P
einen Mindest-Propellerdurchmesser von 180 mm zu verlangen.
* Deutschland hat beantragt, auf
Weltcupwettbewerben F1P und
F1C gemeinsam zu fliegen.
Weitere
Anträge des Freiflug-Unterausschusses
* Auch in F1Q RC-Thermikbremse zu erlauben.
* Die maximale Flugzeit an die
Wetterbedingungen anzu-passen (also nicht nur zu kürzen, sondern
auch zu er-höhen).
* Die Reihenfolge der Klassen frei zu
geben, also nicht mehr A, B, C.
* Die Schrittweite beim Startstellenwechsel von Durchgang zu
Durchgang kann so angepasst werden, dass jede Mannschaft die komplette
Linie durchmisst.
* Während der Durchgänge
sollen Probestarts vor der
Startline und in der Nähe der Startlinie verboten wer-den.
* In F1E soll die Startlinie als gerade
Linie gegen den Wind vorgeschrieben werden. Starts sind nur auf der
Talseite der Linie zulässig.
* Die FAI-Aufkleber auf Freiflug-Modellen
sollen nicht mehr notwendig sein
Modellflugsportler 2006
Zwei
Freiflieger sind unter den drei
Modellfliegern, die vom DAeC zu den Modellflugsportler des Jahres 2006
gewählt wurden. Auf Platz eins mit 11 Stimmen kam Lutz Schramm
(F1D, Weltrekordhalter, 3.Platz WM 2006, Deutscher Meister) mit 11
Stimmen vor Bernd Silz (F1B, 3.Platz EM 2006, Weltcup Führender,
Deutscher Meister) und Guntmar Rüb (F5B, Vizeweltmeister,
Mannschaftsweltmeister, Deutscher Meister) ,
beide mit 10 Stimmen. Die Sportler werden zusammen mit den
Siegern in den anderen Luftsportarten auf der
DAeC-Hauptversammlung geehrt. Sie werden dort auch ihre Sportarten
präsentieren.
Anfänger F1A in FMT
Das Anfänger-F1A-Modell FA13 von
Frank Adametz, das ähnlich in der Thermiksense 1/2001 beschrieben
wurde,
erscheint jetzt im Heft 8/2006 von FMT. Der 1:1 Bauplan kann bei FMT
(www.vth.de) bezogen werden. Näheres zu diesem Modell auch hier
unter "Tipps".
BeMod 2006
Neue
Köpfe, großes Projekt
Der
Fachausschuss Freiflug der Sportfachgruppe Modellflug im DAeC tagte vom
12. bis 13. November 2005 in Stadtallendorf. Große
Beschlüsse für den Sportbetrieb gab es in diesem Jahr keine.
Ein Schwerpunkt war die Vorbereitung der
Freiflug-Junioren-Weltmeisterschaft, die der DAeC im August 2006 in der
Nähe von Magdeburg ausrichtet. Die Jahresbilanz war dank der
Erfolge der Junioren-Mannschaft in Rumänien mit 4 von 6
möglichen Goldmedaillen glänzend. Nach vielen Jahren gibt es
wieder einen Jugendreferenten im Freiflug: der erfolgreiche
Mannschaftsführer des Junioren-Teams Paul Seren übernimmt
dieses Amt. Wie schon öfter gab es Schwierigkeiten, das
Wettbewerbsprogramm aufzustellen, die Hoffnungen ruhen auf Riesa als
Austragungsort für den 3.+4. Ranglistenwettbewerb in F1ABC. Die
Versammlung war gut besucht, die meisten Landesverbände waren
vertreten. Vor dem Freiflugteil gab es eine gemeinsame Sitzung mit dem
Fachausschuss Fernlenkflug, der parallel tagte. Hier berichtete vor
allem der Vorsitzende der Sportfachgruppe Klaus Böckmann. Herrmann
Kleber, Vizepräsident des DAeC, der sich vor allem um den
Modellflug kümmerte, verabschiedete sich von den Sportlern, da er
bei der Hauptversammlung des DAeC zur Wiederwahl nicht antritt.
Vorsitzender
Gerhard Wöbbeking
Bedeutendster Punkt der Saison 2005
sei der großartige Erfolg der Freiflug-Juniorennationalmannschaft
auf der Europameisterschaft in Rumänien gewesen. So ein Ergebnis
habe es in den letzten 30 Jahren noch nie gegeben, es habe auch
international für Aufsehen gesorgt. Wesentlichen Anteil am Erfolg
habe Mannschaftsführer Paul Seren gehabt, dem es gelungen sei, das
Leistungspotential der Teammitglieder freizusetzen und gleichzeitig
den Sportlern den Rücken freizuhalten. Klaus Böckmann
zeichnete Paul Seren mit der Silbernen Daidalos Medaille des DAeC aus.
In allen anderen Freiflug-Kategorien habe es 2005 keine Medaillen
gegeben.
Gerhard Wöbbeking stellte die
Jahresstatistik vor. Die Zahl der Freiflieger nehme um etwa 10 % pro
Jahr
ab, die Zahl der Wettbewerbe und Teilnahmen an den DMM änderten
sich jedoch nicht. Die Beteiligungen an den DMM seien auch im
internationalen Vergleich nicht schlecht. In den Junioren-Klassen F1A-J
und F1H-J sei 2005 die Beteiligung auf der DJM deutlich
zurückgegangen, in die anderen Klassen sei sie dagegen
annähernd konstant geblieben. Zum einen hätten die Sportler
aus Egeln und Metzingen gefehlt, zum anderen seien am Termin der
DJM nicht überall Ferien gewesen. Die Juniorenklassen sollten
deshalb beobachtet werden. Die Beschränkung der Zahl der Klassen
auf der Jugendmeisterschaft habe sich bewährt, das Niveau steige.
Für 2006 sei ein
Pokalwettbewerb für die „kleinen Klassen“ vorgesehen, ein Termin
angehängt an die DMM, ein Termin vorgeschaltet zum
Salzland-Weltcup. Die Summe zähle für diesen „Deutschen
Pokalwettbewerb“. Bei F1H sollen DMM und der Wettbewerb vor dem
Salzland-Weltcup gewertet werden.
Toll findet Gerhard Wöbbeking
den NW-Freiflug-Newsletter (ffinnrw@online.de), der von Arno Hacken und
Bernd Hönig eingeführt hätten. Der Newsletter habe guten
Anklang gefunden. Er schlägt einen Ausbau auf die nationale Ebene
vor verbunden mit einer „nationalen Liga“: Punktesammeln auf vielen
regionalen Wettbewerben mit einer Endwertung.
Teammanager zu sein sei eine
undankbare und teuere Aufgabe, es würden enorme Leistung
erbracht, damit andere auf einer EM/WM gut fliegen können. Gerhard
Wöbbeking will auf diese Leistungen in der Öffentlichkeit
mehr hinweisen. Mehr als die Nenngelder komplett zu ersetzen gehe
leider nicht.
Junioren-Mannschaftsführer
Paul Seren berichtete über die
Vorarbeit, die hinter einer EM-Teilnahme steckt. Das Supporter-Team
sei größer gewesen als im Vorjahr, aber für Jeden habe
er eine Aufgabe gehabt. Das Trainingswochenende im Frühjahr habe
sich bewährt, alle Teammitglieder seien dabei gewesen.
Dieses Treffen habe auch bei der Teambildung geholfen. Die Deutschen
Jugendmeisterschaft kurz vor der EM sei vorteilhaft gewesen. Die
meisten
Jugendlichen flögen inzwischen sehr selbstständig, mit hoher
Motivation auf Weltklasse-Niveau. Die Teamfähigkeit sei ihm
besonders wichtig.
Saalflug
Lutz Schramm war im Laufe des
Jahres zum Saalflug-Referenten ernannt worden. Er berichtete von
Saalflug-EM in Bordeaux. Die Organisation sei nicht
EM-würdig gewesen. Die Radsporthalle (35 m hoch) sei sehr
wetterabhängig, es habe sehr unruhige Luft geherrscht durch die
großen Temperaturunterschiede Tag/Nacht außerhalb der
Halle. Deshalb sei viel Steuern mit Ballonen notwendig gewesen.
Darin habe das deutsche Team jedoch keine Erfahrung, dies müsse in
der Zukunft trainiert werden. Aber wo gebe es eine Halle mit mehr als
20 m Höhe für das Saalflug-Training? Die Anpassung der
Modelle an die Hallenhöhe bedeute viel Aufwand. Es gebe in
Deutschland zwar 5 sehr gute Saalflieger, aber Umstellerfahrung fehle
ihnen.
Hangflug
Werner Ackermann hatte das Amt des
F1E-Referenten nach dem Tod von Bernhard Schüssler
übernommen. Im Wesentlichen gebe es jedes Jahr die gleichen
Wettbewerbe (12 für die Rangliste plus DMM). Dazu komme eine
zunehmende Anzahl von zusätzlichen, „freien“ Wettbewerben.
Jugendliche dagegen nehmen zu wenige teil. Gute Mannschaften
hätten sich
qualifiziert für die EM 2006. Auf der WM in Slowakei sei das
deutsche Team nicht so erfolgreich gewesen. Die Tendenz sei:
große Modelle mit großen Leitwerken, kürzere, aber
dickere Magnete. Die Organisation sei nicht mehr so gut wie
früher, die Vereine erhielten keine Unterstützung durch den
Staat mehr. Das Auto von Herbert Schmidt sei mit allen Modellen und
Zubehör am Ende der WM gestohlen worden. Die Mannschaft habe sich
komplett finanziert, sogar ein Überschuss sei erwirtschaftet
worden.
Aktivensprecher
Bernhard Schwendemann berichtete,
das Anti-Doping laufe problemlos, bei den Proben bei Segelfliegern und
Fallschirmspringern habe es keine „positiven“ Resultate gegeben. Auch
2006 werde es keine Trainingskontrollen bei Modellfliegern geben. Die
VW- und Audi-Rabatte über den DSB für A-, B- und
C-Kader-Mitglieder und Bundestrainer seien leicht erhöht. Im
Zusammenhang mit der Überarbeitung der Schiedsordnung und der
Definition der Qualifikation zu EM/WM sollten die Aktivensprecher
darauf achten, dass die Eingriffsmöglichkeiten in die durch
Ranglistenwettbewerbe ermittelte Reihenfolge klar definiert werden. Am
besten nur im Fall einer Sportstrafe. 2006 stünden
Aktivensprecherwahlen in allen Klassen an. Er stehe für F1B wieder
zur Verfügung, nach 10 Jahren aber nicht mehr für das Amt des
Gesamtsprechers der Modellflieger.
Nationalmannschaften
Nationalteam F1A,B,C Senioren, EM
in der Ukraine: Die Ranglistenwettbewerbe wurden geflogen, das Team
stehe noch nicht endgültig fest, berichtete Gerhard
Wöbbeking. Das Amt des Mannschaftsführer sei noch offen. Bei
der CIAM gebe es noch Unklarheiten mit dem Veranstalter über die
EM-Organisation (die aber inzwischen, wenn auch strittig, geklärt
seien).
Nationalteam F1D Senioren &
Junioren, WM in Rumänien Erst am 27.11. finde der letzte
Ranglisten-Wettbewerb statt. Es werde nur ein Senioren-Team geben.
Einer aus der Mannschaft werde die Aufgaben des Teamchefs
übernehmen, so Lutz Schramm.
Nationalteam F1A,B,P Junioren, WM
in Deutschland: Die Ranglistenwettbewerbe wurden geflogen, Teamchef ist
Paul Seren. Das Team stehe noch nicht endgültig fest.
Nationalteam F1E Senioren &
Junioren, EM in Rumä-nien: Die Ranglistenwettbewerbe wurden
geflogen, die Teams stünden noch nicht endgültig fest,
erläuterte Werner Ackermann. Er werde der Teamchef sein.
Junioren-WM
Gerhard Wöbbeking stellte die
detaillierte Planung für die Jugend-WM 2006 in der Magdeburger
Börde vor. Durch die Fruchtfolge werde das Gelände freier
sein als 2005. Ausreichend Unterkünfte stünden zur
Verfügung in einem breiten Preisspektrum, auch für Camping
und für Wohnwagen. Entsprechend einem Vorschlag aus dem
Fachausschuss werde der Organisator auch die Hotels für die
Teilnehmer buchen. Die Abnahme der Modelle und die Anmeldung
erfloge in einem Zelt auf den Sportplatz in Borne, dort finde
auch die Eröffnung statt.
Das Catering werde vergeben,
einschließlich des Frühstücks im Verpflegungszelt. Ob
es Lunchpakete und Bons geben werde, sei noch zu klären. Das
Abschluss-Bankett finde im Salzland-Center in Staßfurt statt mit
"Cheergirls" und „Jugend passender“ Musik. Die Zeitnehmer erhielten
für Unterkunft und Verpflegung 144 Euro für die drei Tage,
möglichst auch eine kostenlose Einladung zum Bankett. Siegerehrung
und Bankett sollten so getrennt werden, dass es keine peinlichen
Situationen gebe. Es werde geprüft, ob evt. einzelnen Teams die
Bankettkosten gesponsert werden könne, damit niemand fern bleiben
müsse.
Chefzeitnehmerin: Daniela Seren,
Chefbauprüfer: Heinz Schönfeld, Zeitnehmer würden noch
gesucht für Weltcup und Junioren-WM.
Website, Druckerzeugnisse,
Pressearbeit, Logo, Programm, tägliches Bulletin etc. werde FMT
als Sponsoring übernehmen. Der Bürgermeister von Stassfurt,
der Landtagsabgeordnete Dr. Püchel und die Landrätin sind als
Schirmherren vorgesehen. Es werde geprüft, ob ein Ausflug
organisiert werden solle nach der WM.
Wettbewerbstermine
Ranglistenwettbewerbe 1 in F1A, B,
C: Günther Schmidtutz werde Nachfolger von Manfred Zagel als
örtlicher
Koordinator in Manching. In Manching sind nicht mehr als drei
Termine möglich, Bayern verzichtet nicht auf den ihm zustehenden
Termin in Manching.
1) Andreas Lindner prüft die
Möglichkeit, in Riesa Mitte Oktober zu fliegen.
2) Peter Mönninghoff fragen,
ob wie 2005 ein Doppelwettbewerb in Zülpich möglich ist
(würde inzwischen von Zülpich abgelehnt).
3) Peter Mönninghoff fragen,
ob der Eifel-WC mit in die Wertung einbezogen werden kann
(Mönninghoff sieht Grenzen beim Eifel-Weltcup wegen der hohen
Teilnehmerzahl)
Für den Fall 3) wird die
Rahmenausschreibung entsprechend angepasst (Qualifikation = DMM +
WC-Salzland + WC-Eifel) einstimmiger Beschluss
Nach der Sitzung schlug Bayern als
Alternative vor, die Ranglistenwettbewerbe an die Deutsche
Meisterschaft
über den bayerischen Feiertag Montag/Dienstag anzuhängen.
Ranglistenwettbewerb F1D: Auf
Vorschlag des F1D-Referenten können in F1D 3
Qualifikationswettbewerbe geflogen werden, die beiden besten werden
gewertet. Einstimmig angenommen
Für die Termine siehe den
Sportkalender.
Wettbewerbspraxis
Rahmenausschreibungen: Antrag
Reduzierung des Startgelds für Junioren auf der DMM (nicht
Jugend-DM)
„Jugendliche zahlen die Hälfte
der Startgebühr“ - mehrheitlich angenommen
Junioren-Wertung F1E: „Junioren
werden zusammen mit den Erwachsenen gewertet. Ihre Reihenfolge ergibt
sich aus den Ergebnissen, die sie in der allgemeinen Wertung
erzielten.“ Die neue inter-nationale Regelung wird national
übernommen. D.h. Junioren fliegen die-selben Maxi-malzeiten wie
die Senioren. - einstimmig angenommen
Einhalten des Sporting Code bei
DMM: „Die Dauerstartnummern/FAI-Lizenznummern auf den Anmeldelisten und
auf den Start-karten sind auf den aktuellen Stand bringen, damit die
Zeitnehmer die korrekte Be-schriftung der Modelle prüfen
können.“ - soll umgesetzt werden
Einheitlichkeit der
Rahmenausschreibungen und offene DMM: Dazu ist kein Beschluss
notwendig, dies ist Aufgabe des Fachausschuss-Vorsitzenden. „Offene
Deutsche Meisterschaft“ sind aus CIAM-Sicht möglich (im Sinne der
Teilnahme von Sportlern aus anderen Ländern mit FAI-Lizenz), sie
sind jedoch in der BeMod nicht vorgesehen. Auf Kommissionsebene wird im
Laufe des Jahres die Frage der „offenen Wettbewerbe“ in allgemeinerem
Sinne geklärt. Danach wird der FA-F1 die passenden Verfahren
für Freiflug-Wettbewerbe aussuchen.
Jugendarbeit
Paul Seren wird auf Vorschlag der
Versammlung durch den Vorsitzenden des FA-F1 zum
Jugendreferenten Freiflug ernannt.
Einsteigermodelle, UhuCup: Das neue
Einsteigermodell von Simprop ist noch nicht erhältlich, soll aber
in absehbarer Zeit auf den Markt kommen. Graupner bringt ein neues
Modell heraus mit zwei Rumpfvarianten für Frei- und RC-Flug, es
hat ein T-Leitwerk. Scheint aber für Freiflug nicht geeignet zu
sein. Komplette Spaßvogel-Baukästen vom verstorbenen
Bernhard Schüssler gibt es keine mehr, nur noch unterschiedliche
Mengen von Einzelteilen.
Nationale
Klassenbestimmungen
Neue Formel F1Q (für F1C-E):
„Streichung der nationalen Klasse Elektroflug F1C-E. Aufnahme der
neuen internationalen Klasse F1Q Elektroflug zu den „kleinen
Klassen““. - Einstimmig angenommen
„F1Q soll ab 2007 in den
Freiflug-Weltcup aufgenommen werden. Antrag an die CIAM.“ - Einstimmig
angenommen
Internationale
Bestimmungen
F1P: „Verkürzung der
Motorlaufzeit von 10 sec auf 7 sec soll bei der CIAM beantragt
werden. - einstimmig angenommen. Grundgedanke bei der
Einführung von F1P war mit einem großen Flügel einen
langsameren Steigflug zu bekommen. Diese werde natürlich nicht
erreicht durch die Verkürzung der
Motorlaufzeit, eine andere Tragflächengeometrie wäre
hilfreicher. Gerhard Wöbbeking wird den Antrag zu einer
grundsätzlicheren Diskussion über die Entwicklung von F1P in
der CIAM nutzen.
„Beim Gebrauch der Motoren ist in
F1P Ohrschutz zu tragen“ – soll bei der CIAM beantragt werden. -
einstimmig angenommen
F1B Junior World Cup: Der
Freiflug-Weltcup soll um F1B-Junioren ergänzt werden. -
einstimmig angenommen
Thermikbremse und 20 sec-Fehlstart:
„Die Regel, dass beim Auslösen der Thermikbremse, die 20 sec
Fehl-startregel nicht greift, soll wieder abgeschafft werden.“
Die Thermikbremse per RC
auszulösen, bringt keine taktische Vorteile, die Regel kann aber
gefährliche Situationen bei F1C provozieren. Auch kommen
„klassische“ Fehler vor, die fälschlicherweise die Thermikbremse
auslösen. Wenn man mit RC eingreifen will, um einen schlechten
Start zu „retten“, gibt es inzwischen bessere Möglichkeiten, das
Modell schnell zum Boden zu bringen als mit der Thermikbremse
(„Sturzflug-Einstellung“). - einstimmig angenommen. Im
Unter-ausschuss der CIAM gibt es viele Stimmen, den Fehl-start
überhaupt abzuschaffen. Gerhard Wöbbeking wird sich für
den Erhalt einsetzen. Nach der Sitzung wurde auf Vorschlag von Paul per
E-Mail mehrheitlich beschlossen: "Auf den Deutschen
Jugendmeisterschaften gelten Flüge unter 20 Sekunden als
Fehlstart."
Kostenplanung
2006
NW-Referent Bernd Hönig
überreicht Paul Seren 120 €, welche die NRW-Freiflieger für
die Freiflug-Jugendmannschaft gesammelt haben.
„Die Teilnahme an den
Ranglistenwettbewerben insgesamt kostet 10 Euro Einschreibgebühr,
die ggf. auf die Startgebühr bei einem reinen
Ranglisten-Wettbewerb angerechnet wird.“ Vorsorglicher Beschluss
für denn Fall, dass anstelle der reinen Ranglistenwettbewerbe der
zweite WC in die Wertung kommt. Sonst würden rund 1000 Euro
für die Förderung der Nationalteams fehlen. Einstimmig
angenommen.
Verschiedenes
Vorsitzender FA-F1 Gerhard
Wöbbeking ist bereit, sein Amt weiterhin auszuüben und auf
der Modellflugtagung dafür zu kandieren. Von Gremium per
Akklamation bestätigt.
Paul Seren erhielt auf der Tagung
des Fachausschusses die silberne Daidalos-Medaille. Die Vergabe des
Ikarus-Pokals für 2005 wurde beschlossen.
Die nächste Sitzung des
Fachausschusses FA-F1 wird am 11./12.November 2006 sein,
voraussichtlich wieder in Stadtallendorf.
In MV gibt es keinen
Freiflug-Referenten, es gibt nur 2 oder 3 Freiflieger, und die fliegen
für ST.
CIAM Vollversammung 2005
Am
18. und 19. März tagte die Modellflugkommission der FAI, die CIAM,
in Lausanne. Das Ende des vierjährigen „rule freeze“, des
Moratoriums für die Veränderung der Regeln für
Weltmeisterschaftsklassen, brachte dem Freiflug eine Reihe von
veränderten und neuen Regeln.
Neue Freiflugregeln ab 2006
Bei außergewöhnlichen
Umständen (Unwetter) „soll“ (statt „kann“) die Jury den Wettbewerb
unterbrechen oder den Start verzögern. Sie muss dann ent-scheiden,
ob eine angefangene und unterbrochene Runde vollendet, wiederholt oder
gestrichen wird. (Nachwirkung der verkorksten WM 2003 und des
Blitz-Todes von Peter Harris 2004).
Nationalkennzeichen (nach IOC) und
Nummer der FAI-Lizenz müssen mindestens 25 mm hoch und bei
Freiflugmodellen auf der Flügeloberseite angebracht sein
(galt grundsätzlich auch bisher schon).
Vorwärts anklappende Propeller
sind verboten. (Wirksam seit 1.4.2005, alle anderen
Regeländerugne gelten ab 1.1.2006)
Freiflugrekorde in F1D, F1L, F1M
und F1N können nur von einer Person, nicht von einem Team
aufgestellt werden. (David Ackery aus Neuseeland protestierte gegen
einen F1N-Wurfgleiter-Rekord, für den Pappi die Modelle gebaut und
Sohnemann geschmissen hat).
Bei F1A- und F1B-Modelle darf die
Thermikbremse ferngelenkt ausgelöst werden (galt für F1C
schon seit 1999, „Lex Köster“).
Bei F1A, F1B und F1C wird die
Gesamtflugzeit gewertet, auch für die Team-Entscheidung.
Längste Maximalzeit für offizielle Flüge (nicht:
Stechen) bei Welt- und Kontinentalmeisterschaften sind 3:30 min in der
ersten Runde (F1A) bzw. 4:00 min (F1B und F1C). (Ende der vier Jahre
mit Super-Max, lässt aber Freiheit für World Cup-Wettbewerbe,
längere Runden anzusetzen, für vorzeitiges Stechen oder um
das Feld fürs Stechen zu verkleinern).
Treibstoff für F1C-Motoren
soll aus 80% Methanol und 20 % Rizinus oder Syntheseöl bestehen.
(Vorschlag von Andreas Lindner, war 2001 abgelehnt wor-den).
Bei internationalen
F1E-Wettbewerben (nicht Meis-terschaften) gibt es zunächst eine
allgemeine Ergebnisliste für Senioren und Junioren. Die separate
Jugendwertung erfolgt auf Basis dieser Liste. Generell: Die
Prozentwertung muss auf 2 Komma-Stellen abgerundet auf der
Ergebnistafel erscheinen. (Wird die Maximalzeit einer Runde nicht
erreicht, wird nach wie vor die längste Flugzeit als 100 %
gesetzt; Ivan Horeijsi zog seinen Antrag zurück).
Ein Land kann einen World Cup in
einem anderen Land austragen. Voraussetzung ist, dass der WC unter
seinem Namen läuft und die Kontaktadresse dort angesiedelt ist.
(Nähere Bestimmung nach Missbrauch durch Moldawien).
Neue
Elektro-Freiflugklasse F1Q:
Maximales Batteriegewicht 125 g
(NiCD- oder NiMH) bzw. 90 g (LiPo)
Motorlaufzeit bis zu 25 sec, vom
Ausrichter festzulegen.
Die Motorlaufzeit kann am Boden
demonstriert werden und wird in der Luft nach dem Modellverhalten
gestoppt. Kann danach die Laufzeit im Flug nicht einwandfrei
festgestellt werden, gilt die Demonstration am Boden.
Motor-Überlauf im Flug gilt als Versuch (Wiederholung einmal).
7 Runden mit bis zu drei Minuten
Maximalzeit.
(Der CIAM-Unterausschuss hat sich
am amerikanischen Vorschlag orientiert, aber endlich einmal
überflüssige Beschränkungen und Festlegungen
weggelassen).
Fachausschusses
Freiflug 6./7.November 2004
Das
Supermax ist tot – es leben 240 sec
In Vorgriff auf die international
geplante Abschaffung des
Supermax in Freiflug-Ebene und auf Grund mehrerer Anträge und
Wünsche vieler Sportler wurde ab 2005 das Supermax auf nationalen
Wettbewerben abgeschafft. In Zukunft können jedoch bis zu zwei
Durchgänge mit verlängerten Maximalflugzeiten (bis zu 240
sec) ge-flogen werden, die dann voll in die Wertung eingehen. Für
die jugendlichen WM- und EM-Teilnehmer soll in Zukunft ein
Trainingwochenende durchgeführt werden. Nach den gemeinsamen
Vorstellungen der Sportfachgruppe und der Luftsportjugend sollen alle
Nachwuchswettbewerbe (wie Kleiner Uhu) nicht mehr mit
vorgeschriebenen Modellen, sondern nur nach einheitlicher
Modelldefinition geflogen werden. Wahlen gab es auf dieser Sitzung des
Fachausschusses Freiflug in Stadtallendorf keine.
Erstmals tagten heuer die Fachausschüsse Fernlenkflug und Freiflug
zu gleicher Zeit und im gleichen Hotel. In einer gemeinsamen
Sitzung zu Beginn berichtete der Vorsitzende der Sportfachgruppe
Modellflug, Klaus Böckmann, über aktuelle Themen, die alle
Klassen betreffen. RC-Jugendreferent Martin Weberschock ging auf die
von der Luftsportjugend auf Vorschlag der Modellflieger angekommen
Änderungen der Nachwuchswettbewerbe, die des kleine Uhus, ein.
Aktivensprecher Bernhard Schwendemann erläuterte die
Anti-Doping-Bestimmungen, die ja auch für Modellflieger gelten.
Bericht des Vorsitzenden Gerhard
Wöbbeking
Gerhard Wöbbeking berichtete über die Arbeit in den
verschiedenen Ämtern, die er innehat.
Vorsitzender des FA
Entgegen seiner ursprünglichen Absicht, ist er nicht vom Amt des
Vorsitzenden des Fachausschusses Freiflug zurück getreten. Zum
einen brachte das Amt als Vorsitzender des CIAM-Unterausschusses
Erziehung und Information weniger Arbeit mit sich als erwartet. Zum
anderen hat er keinen Nachfolger gefunden.
Saalflug
Nachdem in der Cargolifter-Halle kein Saalflug mehr stattfinden kann,
hat er hier weniger Aufgaben. Da die Qualifikation in niedrigen Hallen
problematisch ist, habe er weiterhin die Hamburger Messehallen (15 m
hoch, groß, einigermaßen glatte Decke, keine
Sonneninstrahlung) im Auge. Der aktuelle Kontakt zur
Messegesellschaft ist jedoch durch den DMFV blockiert worden. Er
hofft, dass sich dies wieder regelt. Dann wird er hier aktiv
werden.
Jugendreferent
Das Amt des Jugendreferenten erfordert vertrauens-volle Zusammenarbeit
mit ihm als Vorsitzenden, da die notwendige Kooperation mit dem DMFV
sehr sensibel ist. Deshalb wolle er das Amt so lange nicht besetzen,
bis jemand passendes gefunden ist.
CIAM
Weiter ist er Mitglied des CIAM Unterausschusses Frei-flug (dessen
Mitglieder sind unabhängig von jeweiligen nationalen Aeroclubs,
aber auf Vorschlag des Aeroclubs vom Unterausschuss-Vorsitzenden
ausgewählt). Als Delegierter des DAeC in der CIAM dagegen handelt
er im direkten Auftrag des DAeC.
2004
Dieses Jahr hat er erstmals den Salzland-Weltcup-Wettbewerb
(gleichzeitig Qualifizierungswettbewerb) organisiert, um
unabhängig von Egeln und Ernst Herzog zu sein. Dieser Weltcup ist
gleichzeitig die Basis für die Jugend-WM 2006
auf diesem Gelände. Gerhard Wöbbeking bedankte sich für
die Unterstützung
beim Salzland-Weltcup wie auch bei den anderen Aktivitäten im
vergangenen Sportjahr, bei Jugendteammanager Paul Seren für sein
sehr großes Engagement, bei Günter Müssig für die
großartigen nationalen Wettbewerbe (mit Dieter Dauser und
Manfred Zagel), bei Michael Thoma für eine super Zusammenarbeit,
die weit über seinen Job hinausgeht. Die perfekte Tätigkeit
von Bernhard Schüssler und Werner Ackermann sorgte
dafür, dass im Bereich F1E für ihn keine Arbeit nötig
war.
Zukunft des Freiflugs
Stichwort „Zukunft de Freiflugs“. Freiflug ist in Deutschland ein
großer Sport mit einer kleinen Zahl an Teilnehmern, knapp 500
Leute betreiben Freiflug hier, die meisten gehen auch auf Wettbewerbe.
Es gibt viele gute Wettbewerbe und wir haben einen bewährten
Qualifizierungsmodus. Die Geländeprobleme nehmen zu, die
Schließung von Bundeswehrgeländen dürfte nichts
bringen, eher werden Naturschutzgebiete ent-stehen. Er will in Zukunft
jedoch versuchen besseren Kontakt zum Militär zu bekommen, in
anderen Ländern sei das ein bewährter Weg. Insgesamt gesehen
haben wir drei große Flugmöglichkeiten: im Süden
Manching, im Osten Salzland und im Westen Eifel.
Die Freiflug-Jugendmeisterschaft stehe auf hohem Niveau, nirgends
sonst im Modellflug gebe es eigenständige Jugendmeisterschaften
mit so vielen Teilnehmern. Trotzdem ist der offene Punkt der Nachwuchs
– dies sei allerdings weltweit ein Problem, außer in China. Bei
Veranstaltungen ist bei Kindern Interesse da, aber nach dem
Balsagleiter kommt der nächste Schritt nicht; früher war das
- getragen von der damaligen Flugbegeisterung - anders. Schulen
(zunehmend mehr Ganztagsbetreuung) und Clubs sind die einzigen
Ansät-ze. Regelmäßige Verpflichtung im Club kann kaum
ein aktiver Sportler mehr eingehen. Meist gebe es nur die Alternative:
entweder eigener Sport, oder Nachwuchs/Club-Arbeit. Was noch ganz
intensiv läuft, ist die Nachwuchsarbeit in den Familien.
Freiflug-EM in Rumänien
Gerhard Wöbbeking bedankte sich bei Wolfgang Gerlach, der neben
seiner Teilnahme in F1A auch Aufgabe des Mannschaftsführers
übernommen hatte. Wolfgang Gerlach berichtete, dass
Mannschaftsmitglieder zunächst skeptisch waren bei dieser
Lösung; sie befürchteten, dass an ihnen zuviel Nebenarbeiten
hängen bleiben könnte bei der EM. Dies wurde aber durch gute
Organisation vermieden. Die Kombination
Teilnehmer/Mannschaftsführer war aber nur in dem
diesjährigen Rahmen möglich. In Zukunft werde er jedoch
weder als Teilnehmer noch als Mannschaftsführer für EM/WM
zur Verfügung stehen.
Jugend-WM in Frankreich
Teammanager Paul Seren berichtet von der Vorbereitung, Weltcup und WM.
Neben den Teilnehmern waren Albert Riedlinger, Herbert Schmidt, Viktor
Gopp und Josef Schalkowski als Fachleute dabei, dazu dann die
Familienangehörigen - insgesamt 24 Leute über einen Zeitraum
von 14 Tagen. Die Teilnahme am Weltcup vor der WM war zum Sammeln von
Erfahrung bei den Ju-gendlichen sehr hilfreich. Die WM hat viel
Vorbereitung gekostet und viel Einsatz, brachte letztlich keinen
Er-folg, obwohl die Motivation hoch war und das Niveau nahe an der
Weltklasse. In F1B hat man nur Chancen mit TAN II-Gummi und gekauften
Topmodellen. In F1P muss was getan werden, hier sind wir nicht auf dem
notwendigen Niveau. Mehr Vorbereitung für die EM/WM sind
notwendig, von „hoch und raus“ muss man weg-kommen, Kreisschlepp ist
notwendig. Jugendliche wollen keine einfachen Modelle, sondern
Hightech. Trotz Bemühen hat er keine Sponsoren gefunden für
das Jugend-Nationalteam.
F1E-EM in Tschechien
Bernhard Schüssler berichtete, die EM habe mit Anton Frieser als
Mannschaftsführer sehr gut funktioniert, die Jugendlichen
Teilnehmer mussten dank Sponsoren nichts bezahlen. Die EM war etwas
„einfach“ aufgezogen, aber alles Wesentliche war ok. Das Flugmaterial
ist immer wieder das Problem bei den Jugendlichen. Auch bei dem
Weltcup-Wettbewerb vor der EM/WM sollten die Jugendlichen betreut
werden.
F1D-WM in Rumänien
Gerhard Wöbbeking berichtete: Lutz Schramm wurde Vizeweltmeister
nach seinem Sieg auf der EM 2003. Mannschaftsführer Marian Krause,
gleichzeitig auch Teilnehmer, war dem Team nicht sehr nützlich.
Unter den besonderen Bedingungen des Salzbergwerkes sind die Teilnehmer
auf gegenseitige Hilfe besonders angewiesen.
F1E-allgemein
Bernhard Schüssler legte einen Jahresbericht vor und berichtete,
alle 12 Ranglisten-Wettbewerbe und die DMM konnten geflogen werden: 42
Senioren und 14 Junioren haben teilgenommen. Schade, dass
BW-Jugendliche trotz guter Ergebnisse nur an einem Dop-pelwettbewerb
teilnahmen. Diskussionen gab es um den Status „Offene Deutsche
Meisterschaft“ und die Organisation der DMM insgesamt.
Aktivensprecher
Bernhard Schwendemann verwies auf seinen Bericht am Vormittag bei der
gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse Freiflug und RC-Flug. Die
Wahl der Aktivensprecher in den einzelnen Freiflugklassen ergab
(Wahlbeteiligung in Klammer in den jeweiligen Klassen):
F1A Thomas Weimer
60%
F1B Bernhard Schwendemann 48%
F1C Manfred Nogga
73%
F1D Lutz Schramm
100%
F1E Werner Ackermann
81%
Nationalmannschaften
Die WM F1ABC findet Ende Mai in Argentinien statt, das Team steht fest,
der Mannschaftsführer noch offen. Voraussichtlich Werner Nimptsch,
Peter Kuttler und Uwe Bundesen und Lutz Schramm als Titelverteidiger
werden zur EM nach Frankreich fahren. Das Team für die EM in
Rumänien steht fest, Paul Seren wird wieder Mannschaftsführer
sein. Ab 2005 wird nur noch F1P, nicht mehr F1J als Alternative
geflogen. Die beiden Teams F1E Senioren und Junioren für die WM in
der Slowakei sind ermittelt, Anton Frieser wird wieder Teammanager
sein, der Jugendhelfer steht noch nicht fest.
Nach längerer Diskussion wurde auf Antrag von Paul Seren
einstimmig angenommen für alle Freiflug-Klassen:
Zur Vorbereitung der EM/WM wird generell ein gemeinsames
Trainingswochenende vorgesehen, welches ca. 3 Monate vor der jeweiligen
Meisterschaft vom Mannschaftsführer der
Junioren-Nationalmannschaft einberufen wird. Dieses Trainingstreffen
kann als eigene Veranstaltung oder im Rahmen eines
regionalen/nationalen Wettbewerbs stattfinden. Teilnehmerkreis sind
die jeweils 3 bestplatzierten Junioren der vorangegangenen
Qualifikationswettbewerbe.
Zu diesem Trainingswochenende werden erfahrene Ex-perten der jeweiligen
Flugklasse hinzugezogen, welche eine Prüfung und Bewertung des
eingesetzten Materials durchführen und den Ausbildungsstand der
Junioren in Abstimmung mit dem Mannschaftsführer bewerten. Bei
erkennbaren Defiziten (Material und/oder Ausbildungsstand), welche
nicht mehr bis zum jeweiligen Meisterschaft beseitigt werden
können, kann der Mannschaftsführer im Rahmen seiner Rechte
eine Umbesetzung des Teams der Modellflugkommission vorschlagen.
Junioren WM 2006
Die Vorbereitungen sind angelaufen, die Stadt Staßfurt soll
Gastgeberin sein. Die beiden Weltcup-Wettbewerbe 2004 und 2005 dienen
auch der Vorbereitung. Eine geeignete Startstelle muss noch gefunden
werden, mit Bauern soll auch über die Fruchtfolge gesprochen
werden. Ein WC-Wettbewerb vor der WM ist geplant. Viele Helfer werden
notwendig sein. Nur mit zuverlässigen Partnern solle dabei
zusammen gearbeitet werden.
Termine 2005
Siehe dazu den neuen Terminkalender. Einige Veranstaltungen konnten
jedoch nicht festgelegt werden, da nicht alle internationalen Termine
bekannt waren.
Die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft wird Ende Juli / Anfang
August in Manching ausgetragen. Die „Kleinen Klassen“ werden in
Zukunft gemeinsam mit den Senioren auf einem „Deutschen Wettbewerb“
geflogen. Bei mehr als drei Jugendlichen in einer Klasse gibt es eine
eigene Jugendwertung. Der Antrag, die in Egeln am Termin des
Salzland-Weltcup-Wettbewerbs auszutragen, wurde abgelehnt.
Die Deutsche Meisterschaft Ebene wird von Freitag-nachmittag bis
Sonntagabend (12.-14.8.) ausgetragen. Am Montag (15.8.) ist Feiertag in
Bayern, hier wird der „Deutsche Wettbewerb“ kleine Klassen für
Senioren und Jugendliche ausgetragen. Gleichzeitig bietet sich freies
Training an.
Rahmenausschreibungen
Beschlossen wurde für die Rangliste F1A,B,C: Zehn Wochen vor dem
ersten Ranglistenwettbewerb müssen die Meldungen eingegangen sein,
sechs Wochen vorher werden sie veröffentlicht. An der
Nachmeldemöglichkeit (4 Wochen vorher gegen Aufpreis) ändert
sich nichts. Die Diskussion über „Nachmeldungen“ ergab, dass 2004
die beiden Jugendlichen termingerecht auf der Geschäftsstelle
gemeldet worden waren. Auch Jugendliche können sich für die
EM/WM (der „Senioren“) qua-lifizieren. „Erster Ranglisten-Wettbewerb“
meint den ersten Wettbewerb der Qualifikation insgesamt.
Nach ausführlicher Diskussion wurde beschlossen in die
Rahmenausschreibung aufzunehmen: Nationale Wettbewerbe übernehmen
bereits 2005 die für 2006 international vorgesehene Aufhebung des
Supermax. Der Wettbewerbsleiter kann in Abstimmung mit der Jury
längere Maximalzeiten als 180 (120) Sekunden beschließen;
die geflogenen Zeiten gehen voll in die Wertung ein.
Bis zu zweimal pro Wettbewerb, F1ABC: maximal 240 sec, F1H: maximal 150
sec. Betroffen sind davon ins-besondere die DMM und die beiden reinen
Ranglisten-Wettbewerbe.
Ergänzend wurde beschlossen: Nationale Wettbewerbe übernehmen
die Regelung für Weltcup-Wettbewerbe, bei denen vor Beginn der
ersten Runde eine Jury bekannt gegeben werden muss, die der
Wettbewerbsleiter beruft.
Bei der Mannschaftswertung der DJMM wird der Umrechnungsfaktor
gestrichen, stattdessen erfolgt die Wertung in %. Die Leistung des
Klassensiegers wird mit 100% gesetzt. Die Mannschaft muss aus
drei Per-sonen bestehen.
Peter Mönnighoff, der zum letzen Mal als Vertreter
Nordrhein-Westfalens dabei war schlug vor: für Ranglisten-Wertung
soll die beste Zeit eines Teilnehmers in den beiden deutschen
Weltcupwettbewerben eingehen (also Zülpich oder Salzland). Sie
müsste dann als Prozent in die Endwertung eingehen (mit Bezug auf
gesetzte Maximalzeit oder auf Siegerzeit). Dies soll im Laufe des
Jahres diskutiert werden.
Der neue kleine Uhu
Es sind alle Freiflugmodelle bis zu einem maximalen
Gesamtflächeninhalt (Tragfläche + Höhenleitwerk) von 18
qdm und mit festem, offenem Hochstarthaken (auch als Pendelhaken)
zugelassen. Der Einsatz eines Zeit-schalters ist nur zur Auslösung
der Thermikbremse er-laubt. Faserverbundwerkstoffe dürfen nur
für Rumpf, Leitwerksträger und Flächenverbinder
eingesetzt wer-den.
Die Modelle sind vom Teilnehmer persönlich per Laufstart mit
einer maximal 25 m langen Hochstartleine (z.B. aus Nylon, 0,4 mm dick)
zu starten. Es wird die Flugzeit vom Ausklinken bis zur Landung
(Bodenberührung) gemessen, dabei wird jede volle Sekunde
gewertet, maximal jedoch 60 Sekunden. Flugzeiten unter 15 sec
zählen als Fehlstart und dürfen wiederholt werden. Kommt es
zu drei Fehlstarts in Folge, wird die längste Flugzeit dieser
Fehlstarts gewertet. Jeder Teilnehmer hat 5 Wertungsflüge, die
Addition der 4 besten Durchgangsergebnisse ergibt das Gesamtergebnis
des Teilnehmers. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche bis zum
vollendetem 16. Lebensjahr einschließlich des Kalenderjahrs, in
dem das 16. Lebensjahr vollendet wird.
Gerhard Wöbbeking empfahl, die neue Definition des kleinen UHU
solle mit F1H-J übereinstimmen, deshalb auch Flächenverbinder
aus Verbundmaterial. Die Dis-kussion ergab, dass Rohrholme auch mit
Polyesterharz oder Weißleim geklebt werden können – diese
beiden Kleber sind in den Schulen zulässig. Ferner kann mit
Rohrholmen die Torsionssteifigkeit erhöht werden, um so auf
Bespannpapier + Spannlack zugunsten von Folie zu verzichten.
Das neue Konzept (Freigabe der eingesetzten Modelle) soll ab 2005
umgesetzt werden. Die Luftsportjugend (LSJ) hat zugestimmt.
Gespräche mit Graupner und Uhu stehen noch an. Vor allem auch in
den Nicht-Verbandsorganen soll auf das neue Konzept hingewie-sen werden.
Da die Kleine Uhu Modelle jetzt weitgehend mit der Modelldefinition
für F1H-J übereinstimmen und sich F1H-J und F1H-Modelle bei
Jugendlichen in der Praxis kaum unterscheiden, wurde angeregt, F1H-J
grund-sätzlich mit 25 m Hochstart und 60 sec Maximum zu fliegen,
um eine Aufsplittung der Klassen zu vermei-den. Problem bleibt
allerdings die unterschiedliche Al-tergrenze (16/14 Jahre).
Der kleiner Uhu soll eine „Jugendbewegung“ sein, keine extra „Klasse“.
Die Uhu-Veranstaltungen nennen sich „Vergleichsfliegen“, nicht
Wettbewerb. Auf der DJM wird weiterhin der kleine Uhu (mit 25 m und 60
sec) ausgetragen.
Simprop will 2005 ein geeignetes Anfänger-Modell pro-duzieren, es
liegt niveaumäßig unter dem Schüssler-Spassvogel, wie
Gerhard Wöbbeking berichtet.
Nationale Klassenbestimmungen
Der Antrag auf Zulassung von Schleuderhaken bei F1A-J wurde einstimmig
zurückgestellt und soll diskutiert werden, wenn mehr Details
vorliegen.
Beschlossen wurde mit 8 ja, 3 dagegen, 3 Enthaltun-gen: In den
Jugendklassen F1A-J und F1H-J: sind Kunststofflaminate sind nicht
erlaubt mit Ausnahme für Leitwerksträger, Rümpfe,
Rohrholme und Flächenverb-inder.
Der Ausschuss beschloss, sich auf dieser Sitzung mit dem Antrag von
Martin Vollbrecht auf Einführung einer „Holzklasse“ FA2 nicht zu
befassen.
Gerhard Wöbbeking begründete seinen Antrag: Begin-ner Limited
erfüllt die Bedürfnisse der Einsteiger. Auf allen
Saalflug-Wettbewerben in Deutschland wird Mini-Stick geflogen,
besonders in kleinen Hallen ist dies eine praktische Klasse.
Beschlossen wurde „Mini-Stick“: Flü-gel bis 178 x 63,5 mm,
Höhenleitwerk bis 50 % Flügelfläche, Motorträger
volles Material bis 127 mm Länge, Rumpf ohne Propeller bis zu 254
mm lang. Propellerdurchmesser bis 178 mm. Keine Verstellpropeller,
kein Mikrofilm, Mindestgewicht 0,43 g
Internationale Bestimmungen
Gerhard Wöbbeking berichtete von Vorschlägen, die bei der
CIAM diskutiert werden. Vorwärtsfalten von Propellern soll wegen
der Gefährdung durch die scharfen Spitzen bereits ab 2005 verboten
sein.
Für F1E jetzt soll das angesetzte Maximum für die
Pro-zentwertung der Bezugswert sein, nicht mehr die geflogene beste
Zeit im Durchgang. Damit wird die Be-rechnung einheitlich
für Jugendliche und Senioren.
Im Unterausschuss ist der Vorschlag wieder aufgekommen, den 20
sec-Fehlstart abzuschaffen, berichtete Gerhard Wöbbeking. Er habe
darauf hingewiesen, dass dies Jugendlichen nicht gerecht werde und auch
in an-deren Sportarten Fehlstarts möglich seien. Inzwischen wurde
akzeptiert, dass es beim 20 sec-Fehlstart bleibt.
Andreas Lindner regte an, dass der DAeC bei der CIAM den Antrag
einbringt, bei F1C (vorgeschriebener Sprit) auch synthetischem Öl
zugelassen werden. Eine Leistungsverbesserung sei damit nicht
verbunden. Vorteile: kein Verharzen der Motoren, leichteres Reinigen
der Klamotten. Andere F1C-Flieger seien der gleichen Meinung.
Einstimmig angenommen bei zwei Enthaltungen.
Elektrofreiflug
Gerhard Wöbbeking erläuterte, international sei inzwischen
unumstritten, dass es im Freiflug eine Elektroklasse geben muss.
Kräftiger Steigflug und Motorlauf-begrenzung sollen die Eckdaten
sein. Sie sollen den F1C-Modelle ähnlich sein und irgendwann
gemeinsam geflogen werden können (siehe auch F3A-Kunstflug).
Erfahrungen gibt es bisher vor allem in GB, Frankreich, Niederlande und
den USA, meist sind die Motorleistun-gen begrenzt. International sollen
dagegen z.B. auch teure, drehmomentstarke Außenläufermotoren
zugelassen werden.
Die Vorschläge an die CIAM sehen so aus:
Akku: NiCd, NiMH oder LiPo, maximal 12 V oder bestimmte
Zellenzahl. Klapppropeller, damit man Mo-torstop erkennen kann.
Zwei Klassen sollen eingeführt werden:
F1Q: 125/100 g (NiCd, NiMH/Lipo), Minimum 32 dm², 20 sec
Motorlauf, 3 min Max, 7 Flüge,
F1R: näher an F1B, 70/55 g Akku, Minimum 17 dm², 15 sec
Motorlauf, 2 min Max, 5 Flüge
Die Diskussion ergab einige Anregungen und Bedenken:
- eine Elektro-Klasse reicht
- Vorgesehene Motorlaufzeit wohl zu lang (im RC-Elektroflug werden
derzeit 20 m/sec Steigleistung erreicht)
- Problem Leistung der Akkus, weil sehr dynamische Entwicklung der
Leistung
- Sicherungen zur Strombegrenzung sind nicht zuverlässig (Wert
wird nicht eingehalten)
- Mittelfristiger Ersatz für F1P (Jugend) einplanen
100
Jahre
Motorflug
Zur
Jubiläum
100 Jahre Motorflug hat die FAI Informationen auf ihrer Web-Seite
zusammengestellt:
www.fai.org/news_archives/fai/000295.asp
Und zur
Frage,
ob die Gebrüder Wright wirklich die Ersten waren:
www.weisskopf.de
Modellflugtagung
2003 in Bremen
Modellflieger
verstärken
die Jugendarbeit
Die
wichtigsten
Ergebnisse der Modell-flugtagung 2003 waren die beginnende Kooperation
mit dem Deutschen Modell-fliegerverband DMFV, die Verstärkung der
Jugendarbeit und die Aufstockung der Arbeitszeit des
Geschäftsführers
von 50% auf eine volle Stelle bis 2005. Die sportlichen Erfolge im Jahr
2003 können sich sehen lassen: sieben Meistertitel auf Welt- und
Europameisterschaften,
sechs davon errungen von Junioren.
Am
22./23.November
fand in Bremen die 58. Modellflugtagung (MFT) des DAeCs statt, die MFT
ist die jährliche Hauptversammlung der Modellflieger. Die
Modellflugreferenten
der Landesverbände und ihre Stellvertreter, sowie die Mitglieder
der
Modellflugkommission, berieten das Sport- und das Verbandsgeschehen im
Jahr 2004. Die Stimmrechte richten sich nach der Anzahl der
Modell-flieger
in den Landesverbänden, so waren 9952 von 10781 Wahlstimmen
anwesend.
Zeitweise Gäste waren der DAeC-Präsident Gerd Allerdissen und
der DAeC-Schatzmeister Dr. Dieter Plusczyk, der DAeC-Vizepräsident
Herrmann Kleber war die ganze Sitzung dabei.
Bericht des
Vorsitzenden
Klaus
Böckmann
wies darauf hin, der DAeC sei in erster Linie ein Sportverband,
Höhepunkt
sei die WM im Segelflug F3B in Kirchheim/Teck gewesen. 2003 hätten
85 Sportler und Mannschaftsführer Deutschland und den DAeC auf
sechs
Welt- und fünf Europameisterschaften vertreten. Wie wichtig die
Einbindung
in einen starken Dachverband sei, habe sich bei der erfolgreichen
Bemühung
gezeigt, die Zuteilungsgebühren für die Fernsteuerfrequenzen
abzuschaffen. Das habe den Modellfliegern in Deutschland über die
Jahre mehrere Millionen Euro gespart. Die Sportfachgruppe habe jetzt
12845
Mitglieder, dazu kommen rund 1550 Jugendliche unter 14 Jahren, dies sei
ein positiver Trend gegenüber 2002. Damit haben die
Modellflieger
im DAeC die Motorflieger überholt, sie sind jetzt auf Platz 2.
Eine
erste
Annäherung zwischen DAeC und DMFV habe es 2003 gegeben, zu dieser
Kooperation gebe es keine echte Alterna-tive. Nur so sei in Politik und
Verwaltung etwas für den Modellflug zu errei-chen. Die
frühere
gegenseitige Blockade habe manchen Fortschritt verhindert. Die
erstmalige
Darstellung des Modellflugs auf der Aero 2003 in Friedrichshafen war
gleichzeitig
die erste nach außen sicht-bare Kooperation mit dem DMFV. Neue
Richtlinien
für die Aufstiegserlaubnis und ein Betriebshandbuch wurden vom
DAeC
und vom DMFV gemeinsam erarbeitet und dem BMV vorgelegt. Dabei ist die
Beauftragung der Erteilung der Aufstiegserlaubnis durch die
Verbände
vorgesehen. Weitere Kooperationen sind vorgesehen:
- Aero
2005 in Friedrichshafen
- Beratung
und Zuarbeit
für das „Deutsche Segelflugmuseum mit Modellflug“
- Gemeinsame
Sportveranstaltungen
- Sportförderung
und Abgabenordnung § 52 (Modellflug ist gemeinnützig, aber
nicht
als „Sport“)
- Neues
Einstiegsjugendmodell
Freiflug
Die
Zusammenarbeit
mit dem Präsidenten, dem DAeC-Vorstand, dem
DAeC-Generalsekretär
Daniel Dornheim sei harmonisch und problemlos verlaufen. Die
Modellflieger
müssten sich inzwischen nicht mehr als Stiefkind innerhalb des
DAeCs
fühlen müssen, sondern vielmehr mit Selbstbewusstsein als
gleichberechtigte
Luftsportart in einem starken Verband. Für 2004 gelte es ganz
besonders,
die 2003 begonnene Nachwuchs- und Jugendarbeit verstärkt fortsetzen
Freiflug
Gerhard
Wöbbeking
berichtete von 500 Freifliegern in Deutschland, davon 40% Jugendliche –
3% Abnahme pro Jahr. Es gebe immer weniger Gelände, der
Wettbewerbsbetrieb
konnte allerdings aufrecht erhalten werden. Fast alle Freiflieger
nehmen
auch an Wettbewerben teil. So hätten die internationalen Erfolge
unter
dem Rückgang bisher nicht gelitten. Der Saalflug sei in
Deutschland
durch die Cargolifter-Halle stark gefördert worden, ab April 2004
wird in dieser Halle Saalflug nicht mehr möglich sein. Prob-leme
gebe
es in der Nachwuchsarbeit, u.a. weil der derzeitige kleine Uhu wenig
attraktiv
sei. Die Zusammenarbeit mit DMFV biete hier eine gute Perspektive. Zur
Freiflug-Jugendmeisterschaft werden 2004 in den nationalen Klassen
DMFV-Mitglieder
eingeladen. Die sei eine Chance, neue Freiflieger zu gewinnen.
Fernlenkflug
Adolf
Middeldorff
wies auf die Besonder-heiten hin, außer dem „normalen“ Programm
sei
für 2004 vorgesehen:
- Offene
Deutsche
Meisterschaft für Jetmodelle zusammen mit dem DMFV
- Offene
Deutsche
Meisterschaft im Indoor-Kunstflug zusammen mit dem DMFV
- Deutschlandpokal
für Antikmodelle
- Europameisterschaft
für Hubschrauber (F3C) in Bitburg/Eifel.
Adolf
Middeldorff
empfahl den Vereinen, Sporthallen zu nutzen für Indoorfliegen.
Diese
Sparte sei im Kommen, vor allem bei der Jugend, da es noch relativ
preisgünstig
sei. In den meisten Gemein-de können die Sportvereine, also
auch Modellflieger, die Sporthallen kosten-günstig nutzen.
Teilweise
hätten auch Segelflieger daran Spaß gefunden, um die
Winterpause
zu überbrücken.
Aktivensprecher
Bernhard
Schwendemann
erläuterte, bei Doping habe die FAI inzwischen die Regeln der
Welt-Antidoping-Agentur
(WADA) anerkannt. Auf internationalen Wettbewerben müsse in
Zukunft
mit Do-ping-Kontrollen gerechnet werden. Die MFK werde sich um die
Details
kümmern. National sei mit Kontrollen nicht zu rechnen, solange es
vom Innenministerium keine Zuschüsse gebe. Die Rabatte für
den
Autokauf für A- und B-Kader-Piloten über den DSB gebe es
weiterhin.
Nur drei Landesverbände hätte Sportler für den C/D-Kader
gemeldet, das müsse 2004 besser werden. In der neuen Saison stehen
Aktivensprecherwahlen an. Um die Beteiligung zu erhöhen, sollen
die
Abstimmungen auf Wettbewerben durchge-führt werden.
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Über
Presse
und im Modellflug-Forum unter www.daec.de hat Helmut Steinigeweg
über
den Modellflugsport informiert. Ab 2004 werden alle Ausschreibungen und
Ergebnislisten auf der Web-Seite des DAeCs zur Verfügung gestellt,
ein Ver-sand von Papier erfolgt nicht mehr. Im Newsletter Modellflug
werde
informiert werden, wenn neue Dokumente eingestellt worden sind. Der
Newsletter
kann unter www.daec.de/kontakte/news.htm kostenlos abonniert werden.
Alle
Funktionäre und auch möglichst viele Sportler sollten es
bestellen.
Die Web-Seite www.daec-modellflugsport.de sei noch nicht so, wie es
sein
sollte – Mitarbeiter sind gesucht.
CIAM-Vertreter
An den
Tagungen
der Unterausschüsse der CIAM nehmen jetzt auch die deutschen
Vertreter
teil, berichtete Gerhard Wöbbeking. Dadurch konnte die
Interes-sensvertretung
verbessert werden. Die CIAM interessiere sich sehr für deut-sches
Know-how. Konkret stehe derzeit Indoor-Kunstflug hoch im Kurs, vor
allem
wegen des erhofften Publikumsinteresses bei World-Air Games.
Finanzen
Klaus
Böckmann
berichtete von rund 5000 € Überschuss im Haushalt 2002. Der Etat
im laufenden Jahr sei exakt im Plan, für 2004 betrage das
Haushaltsvolumen
rund 190 000 €. Ab 2004 werde der Geschäfts-führer Michael
Thoma mit 75% statt mit nur 50% angestellt für den Modellflug.
Dass
die Geschäftstelle bisher funktio-niert habe, sei neben der
Verlagerung
auf Ehrenamtliche vor allem den vielen Überstunden von Michael
Thoma
zu verdan-ken. Zur 100% Übernahme des Geschäfts-führers
ab 2005 wird der Spartenbeitrag pro Jahr um 2,30 € für Erwachsene
erhöht werden, für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren
entsprechend
um 1,15 €. Allein die eingesparte Frequenzzuteilungsgebühr von
60 € durch die Arbeit des DAeCs decke über viele Jahre diese
Erhöhung ab. Es bestehe in den Landesverbänden die
Möglichkeit,
diese Erhöhnung im LV zu tragen und nicht an die Mitglieder weiter
zu geben, so mache es zum Bei-spiel Rheinland-Pfalz. Die Tagung
stimm-te
mit großer Mehrheit der Erhöhung zu.
Mitgliederzahlen
Klaus
Böckmann
hat sich die Mitglieder-zahlen genauer angeschaut, vor allem die
Verteilung
der Modellflieger auf die Landesverbände. Durchschnittlich seien
rund
20% der DAeC-Mitglieder Modellflie-ger, mit Abstand am Ende rangiere
Baden-Württemberg
mit ganzen 6%. Der Anteil der Jugendlichen an den Modellfliegern eines
LV beträgt im Schnitt 13%. Das in vielen Landesverbänden
heiße
Thema Einzelmitgliedschaft solle offensiver angegangen werden - auf
Veranstaltungen
wie Messen etc. könne man so Interes-sierten leicht ein
Aufnahmeangebot
machen. Der DMFV habe heute immer noch 30% Einzelmitglieder – hier sei
also wirklich ein Bedürfnis vorhanden. Bayern habe ab 2004
die
Einzelmitgliedschaft im Modellflug eingeführt zum Jahresbei-trag
von
60 € einschließlich Versiche-rung über 1,5 Mill. Euro und
der Zeitschrift Luftsport.
Jugendarbeit
Klaus
Böckmann
wies auf das Sorgenkind Nachwuchs hin. Gespräche mit der
Luft-sportjugend
(LSJ) seien bisher erfolglos geblieben. Das Geld der
Modellflug-Sponsoren
fließe in der LSJ nicht voll-ständig in
Modellflug-Maßnahmen.
Es werde jetzt innerhalb der LSJ ein Mo-dellflug-Arbeitskreis
eingerichtet,
da die Landesvertreter in der LSJ fast immer Segelflieger seien und so
das Modellflugwissen fehle. Wichtig ist die Teilnahme der
Modellflug-Jugendvertreter
der Landesverbände, sie müssten dann die Ergebnisse in die
Breite
tragen. Martin Weberschock, im RC-Segelflug für die Jugend
zuständig,
wies darauf hin, dass in der LSJ in den letzten Jahren nichts geschehen
sei, weil die Modellflieger dort nicht aktiv waren. Es gelte Leute zu
suchen,
wenn diese gefunden sind, dann lassen sich auch Modelle finden.
Erfolgreiche
Sportler hätten auch eine Verantwortung gegenüber ihrem
Sport,
ihnen sei es wesentlich einfacher Schü-ler zu aktivieren oder mit
Schulen in Kontakt zu kommen.
Jugend- und
Juniorenmeisterschaften
In den
beiden
letzten Jahren waren die Jugend- und Juniorenmeisterschaften im
Modell-Segelflug
recht erfolgreich. Bei den Jugendlichen ist die Modelldefiniti-on
eingeschränkt
im Gegensatz zu den Junioren. Bei der CIAM wurde beantragt, die
Altersgrenze
für Junioren von 18 auf 23 Jahre für den RC-Flug hochzusetzen
und Junioren-EM/WM zu veranstalten. Diese Änderung sei in den
technischen
Klassen notwendig, sonst gebe es dort keinen Nachwuchs.
Deutscher Sportbund
Seit 2003
hat
sich die Bewertung beim DSB geändert, die Förderung auf
Landes-ebene ist nur noch abhängig von den Erfolgen der
Jugendarbeit.
Die Ergebnis-se (Platz 1 bis 10) von internationalen Meisterschaften
und
der Deutschen Ju-gend- und Juniorenmeisterschaften werden nach einem
Punktesystem
bewertet. Bei der Auswertung aller WMs in den vergan-genen zwei Jahren
hat sich ergeben, dass die deutschen Junioren weltweit auf Platz 1
stehen,
alle von der FAI ausge-schriebenen 20 Klassen ging hier ein.
Stellvertretender
Vorsitzender
Helmut
Steinigeweg,
gleichzeitig Fachre-ferent für Öffentlichkeitsarbeit, wurde
einstimmig
als Nachfolger von Kurt Niemeyer zum stellvertretenden Vorsit-zenden
der
Sportfachgruppe Modellflug gewählt. Kurt Niemeyer hatte sei Amt
zur
Verfügung gestellt.
Anträge
Drei
Anträge
zu Formalien wurden ange-nommen. Interessanter war die Neufassung der
Verhaltensregeln
für die Mitglieder der Nationalmannschaften. Diese wurden
gründlich
modernisiert und in die Form eines „Verhaltenskodex“ gebracht, der die
Rechte und Pflichten von Teammanagern und Mannschaftsmitgliedern
regelt.
Der neue „Kodex“ wurde einstimmig angenommen.
Richtlinien für
den
Aufstieg von Flugmodellen
Schon vor
den
eigentlichen Kooperations-gesprächen hatte es mehrere
Gespräche
gegeben zwischen DAeC und DMFV über einen gemeinsamen Vorschlag
der
Verbände ans BMV. Klaus Böckmann stellte die Papiere vor, die
an das Ministerium eingereicht wurden. In den „Richtlinien“ sind im
wesentlichen
die bestehenden Gesetze zusammenfasst. Erfolgt die Beauftragung der
Verbände
durch das BMV, werden die Gelände von den Verbänden
genehmigt.
Im DAeC würde dies die Aufga-be vom
Luftsportgeräte-Büro.
Auf die Gutachter in den Ländern kämen größere
Aufgaben
zu. Der DMFV wollte unbedingt die Beauftragung und das
Ministerium
hat auch Interesse daran. Das Modell-flug-Betriebshandbuch ist deutlich
umfangreicher. Es soll grundsätzlich Bestandteil jeder
Aufstiegserlaubnis
werden. Damit sollen die unter-schiedlichen Auslegungen und Auflagen
vereinheitlicht
werden. Zum Thema Umwelt hatte es große Differenzen zwischen DAeC
und DMFV gegeben, der DAeC wollte auf die Umweltprobleme durchaus
eingehen.
Segelflugmuseum
Wasserkuppe
mit Modellbaumuseum
Theo Rac
präsentierte
die Erweiterung des Segelflugmuseums auf der Wasserkuppe um den Bereich
Modellflug. Die Aufgabe des Museums sei die Tradition aufrecht zu
erhalten
und gleichzeitig der Jugend eine sinnvolle Freizeitmöglichkeit
aufzuzeigen
– für Segelflug und für Modellflug. Jetzt sei Man-Power
gefragt
um Modelle und Pläne aufzuarbeiten und einzuordnen.
Fernsteuerexperten
seinen gesucht, ebenso Modelle aus der DDR und alte, kurze Filme. Siehe
auch www.segelflugmuseum.de
Fachausschuss
Freiflug 2003
Der
Fachausschuss
Freiflug stellte auf seiner jährlichen Tagung in Stadtallendorf
15./16.
11. 2003 die Weichen für das Jahr 2004. Die Hauptprobleme sind
nach
wie vor Gelände und Veranstalter für nationale Wettbewerbe,
einen
Jugendreferenten für den Freiflug zu finden sowie ein
Nachwuchsmodell
zu definieren und als Baukasten verfügbar zu machen. Brisant ist
der
Antrag, reversible Funktionen in den Modellen zu verbieten. Die
zunehmende
Kooperation der Sportfachgruppe Modellflug mit dem DMFV wird sich im
Freiflug
auswirken. Es war eine Arbeitstagung, am Samstagabend wurde sogar
die erste Halbzeit des Länderspiels dem Freiflug „geopfert“. Die
Arbeit
war weitestgehend sachlich und am Sonntagmorgen gab sich sogar der neue
Vorsitzende der Sportfachgruppe, Klaus Böckmann, die Ehre.
Bericht Gerhard
Wöbbeking
Der
Vorsitzende
des Freiflug-Unterausschusses, Gerhard Wöbbeking, konnte nach
zweijähriger
Unterbrechung wieder an der „Jahreshauptversammlung der Freiflieger“
teilnehmen.
2003 war aus seiner Sicht ein ziemlich gutes Sportjahr, sein Dank ging
an die dafür mitverantwortlichen Organisatoren: Günter
Müssig,
Michael Thoma, Peter Mönnighoff, Bernhard Schüßler,
ebenso
dankte er den Teammanagern der EM/WM-Mannschaften.
Zwei
Streits
innerhalb der Nationalmannschaften Freiflug hätten 2003
unnötig
Kraft gekostet. Nach vielem Hin- und Her seien die Differenzen zwischen
Claus-Peter Wächtler und Jugendmannschaftsführer Paul Seren
jetzt
bereinigt. Paul Seren ist bereit, weiterhin die Aufgabe des
Teammanagers
Jugend zu übernehmen.
Im
F1ABC-Team
gab es Streitigkeiten zwischen Mannschaftsführer Andreas Rink und
Claus Gretter. Bis zur WM sei es dann gelungen, auch hier die Wogen zu
glätten. Andreas Rink will das Amt des Teammanagers nicht mehr
übernehmen.
Zu den
Welt-
und Europameisterschaften verwies Gerhard Wöbbeking auf die
Berichte,
die in den verschie-denen Zeitschriften schon erschienen sind oder noch
erscheinen werden. Mehrfach war die Kritik geäußert worden,
dass Gebühren und Leistung nicht zusammen passen auf vielen
internationalen
Meisterschaften. Ein Problem dabei sei, dass es an Veranstaltern
mangle und so auf andere Länder nicht ausgewichen werden
könne.
Bernhard Schüßler vertrat hier die Meinung, dass in
Deutschland
kann mit den maximal erlaubten Gebühren keine EM/WM veranstaltet
werden
könne. Michael Thoma erwähnte als Gegenbeispiel ist die
F3B-WM
in Kirchheim/Teck.
Zur
allgemeinen
Verbesserung des Niveaus der natio-nalen Wettbewerbe hat Bernhard
Schüßler
eine Broschüre für mit den F1E-Regeln und Tipps für
Veran-stalter
zusammen gestellt. Die Frage, wie das Startfeld definiert sei, ist
jedoch
nach viel vor umstritten. Auch die englische Fassung des Code Sportif
konnte
nicht eindeutig interpretiert werden.
Die
Einzelstatistiken
der Landesverbände werden von Gerhard Wöbbeking zu einer
Übersicht
zusammen gestellt.
Aktivensprecher
Bernhard
Schwendemann
wies darauf hin, dass er seit 2003 als Gesamt-Aktivensprecher
Mitglied
im Vorstand der Sportfachgruppe sei. Er habe mitgearbeitet unter
anderem
beim Lösen der Streits in den Nationalmann-schaften, er habe die
Mitglieder
der Leistungskader ü-ber die Rabattmöglichkeiten bei DSB und
DSH infor-miert (Tipp: Mit dem Schreiben über die Rabatte bei VW
und
Audi kann man auf bei anderen Marken ähnli-che Rabatte aushandeln).
Neuigkeiten
gab es auch zum Doping: durch den Druck vom olympischen Komitee auf die
FAI, hat diese nun den Antidoping-Code der Welt-Antidoping-Agentur
(WADA)
anerkannt. Probleme gebe es mit notwendigen Medikamenten, insbesondere
da der Altersdurchschnitt bei Luftsportlern deutlich höher ist als
in vielen anderen Sportarten. Die Doping-Listen für die
internationalen
Meisterschaften sollen so schnell wie möglich veröf-fentlicht
werden. Solange vom Bundesinnenministerium keine Unterstützung
für
den Modellflug erfolgt, sind keine Dopingkontrollen bei nationalen
Meisterschaften
zu erwarten.
Nur drei
Modellflugreferenten
der Landesverbände ha-ben bei der Aufstellung der D/C-Kader
für
den Deut-schen Sportbund mitgearbeitet. Die ist jedoch Aufgabe der
Länder
und wenn Michael Thoma in mühevoller Kleinarbeit nicht
eingesprungen
wäre, wären den Sportlern einiges an
Zuschussmöglichkeiten
auf Lan-desebene entgangen.
2004
stehen
wird Wahlen für die Aktivensprecher in den einzelnen Klassen an.
Um
die Wahlbeteiligung zu erhöhen, werden die Wahlunterlagen nicht
mit
den Ausschreibungen verschickt, sondern es werde auf den Deutschen
Meisterschaften
gewählt.
Teams für EM und
WM 2004
EM F1ABC
Senioren
in Rumänien: Die Mannschaft ist ermittelt. Stefan Rumpp
schlägt
Claus Gretter als Mannschaftsführer vor. Gerhard Wöbbeking
sieht
keine Möglichkeit, dass die MFK Claus Gretter akzeptiert.
WM F1D
(Senioren
und Junioren): Ort und Termin sind noch offen. Es wurde nur ein
Qualifikationswett-bewerb
geflogen, aber das Team ist ermittelt. Der Teammanager soll erst
benannt
werden, wenn der Ort der WM feststeht.
WM F1ABJP
Jugend
in Frankreich: das Team ist ermittelt, Teammanager ist Paul Seren,
Helfer
noch offen, Paul Seren möchte zwei Assistenten. Gerhard
Wöbbeking
plant ein Trainingswoche für jugendliche Motorflieger in Laucha.
EM F1E
(Senioren
und Jugend): Das Team ist er-mittelt, Ort und Termin der EM sind noch
offen,
der Mannschaftsführer ist noch offen.
EM und WM 2004
25.-31.7.2004
F1ABC EM in Buzau/Rumänien
08.-14.8.2004
F1ABJP Jugend-WM in Moncontour /Frankreich
Die
Cargolifter-Halle
ist jetzt bis März wieder benutzbar, berichtete Gerhard
Wöbbeking.
Er schlage vor, dort die Saalflug-WM vom 24.-28.3.2004 in Berlin-Brand
zu veranstalten und kurz zuvor eine Deutsche Meisterschaft. Dies sei
die
letzte Change, denn dann werde die Halle umgebaut. Zeitnehmer werden
gesucht,
sie erhalten 144 Euro (reicht z.B. für Hotel und 20 € Verpflegung
pro Tag).
Die noch
offenen
Termine (einschließlich der Festlegung der Saalflug-WM) werden
auf
der Sitzung der CI-AM Ende November festgelegt.
Internationale
Wettbewerbe
Salzland Cup
2004,
Weltcup-Wettbewerb, 20.-22. August, Wöbbeking/Haase
(Staßfurt/ST),
20 km südlich von Magdeburg, Freitag kleine Klassen und Oldtimer,
Samstag F1BC, Sonntag F1A.
Eifel
Pokal
2004, Weltcup-Wettbewerb, 2.-5.September, Zülpich, Freitag F1BC,
Samstag
F1A.
Für
einen
evt. Bodeland-Cup wäre Holland oder Luxemburg als
Weltcup-Träger
in Frage gekommen. Termin und Gelände sind nach wie vor frei. Von
Michael Thoma wurde der Veranstalter angeschrieben wegen der
CIAM-Meldungen,
er habe nicht reagiert.
Hangflug
Oberkotzau:
Weltcup am 10.Oktober.
Nationale Wettbewerbe
Es war weder
ein
Veranstalter für eine Deutsche Meisterschaft noch für den
Ranglisten-Doppelwettbewerb
außerhalb von Manching zu finden. Andererseits hat der DAeC nur
das
Recht, an drei Wochenenden in Manching zu fliegen, ein Termin davon
„gehört“
den Bayern.
- Zülpich
steht
nicht für einen zweiten Wettbewerb (neben dem Weltcup) zur
Verfügung.
- Peter
Mönnighoff
möchte nicht, dass der Eifelpokal für die Qualifikation
zählt.
Für die große Teilneh-merzahl sei das Gelände zu klein.
Es war diskutiert worden, beide deutschen Weltcups für die
Rangliste
zu werten.
- Vorgeschlagen
wurde, die beiden Ranglisten-Wettbewerbe an die Deutsche Meisterschaft
oder an den Salzland-Cup (geht nicht, zu hohe Geländebe-lastung)
anzuhängen:
hohe Belastung für die Teil-nehmer, aber weniger Aufwand für
die Anreise.
Die Change,
einen vierten Termin in Manching genehmigt zu bekommen, wurde als hoch
eingeschätzt, des-halb wurde so geplant:
- Für
die Rangliste
zählt der Salzland Weltcup-Wettbewerb.
- DJM-Ebene
– Manching
23.-25.7.04 (Termin der Ju-gend-WM lässt kaum noch Spielraum).
Beginn
Freitag frühestens 13 Uhr, Ende voraussichtlich Sonntag 15 Uhr.
- Rangliste
II F1A
- Manching, 24./25.7.04, Beginn Samstag 10 Uhr, Ende voraussichtlich
Sonntag
15 Uhr.
- 1.+2.
Rangliste
I – Manching, 28./29.8.04, Beginn Samstag 8 Uhr.
- DMM-Ebene
– 17.-19.9.04
in Manching, Beginn vor-aussichtlich 13 Uhr, Ende Sonntag.
- DMM-Kleine
Klassen:
Offene internationale Deut-sche Meisterschaft am Freitag, 20.8.2004,
vor
dem Salzland-Weltcup in Staßfurt.
Falls ein
vierter
Manching-Termin nicht möglich sein sollte, werden für die
Ranglistenwertung
weitere Durchgänge an die DMM angehängt (aber nur bis
Sonntagabend.
Für die zusätzlichen Durchgänge kann einmal mit
verlängerter
Maximalzeit laut Rahmenaus-schreibung geflogen werden.
Saalflug:
19.-21.3.04,
offene Deutsche Meisterschaft und Ranglistenwettbewerb
(einschließlich
Jugend) in der CargoLifter-Halle in Berlin-Brand. Vorteil: hohe Halle
für
die Qualifikation wie auch die WM.
Die
F1E-Termine
werden von Bernhard Schüßler zusammengestellt.
Jugendreferent
Michael
Schlimmer,
der 2003 zum Jugendreferent gewählt worden war, ist nach
kurzer
Zeit wieder zurück getreten. Mit Ralf Kleine, der für dieses
Amt genannt worden war, kam keine Zusammenarbeit zustande,
berichtete
Gerhard Wöbbeking. Frank Adametz ist zu einer gewissen Mitarbeit
am
Schülermodell bereit, nicht aber das ganze Amt des
Jugendreferenten
zu über-nehmen. Er hat ein F1A-Nachwuchsmodell
ausschließlich
aus Graupner-Katalogteilen entworfen und gebaut.
Einsteigermodell
Die
mehrjährigen
Bemühungen im Fachausschuss für ein Einsteigermodell haben
bis
jetzt kein konkretes Er-gebnis gebracht.
Gerhard
Wöbbeking
hat mit dem DMFV zwei Gespräche über Ansteigermodelle
geführt.
Das DMFV Einsteiger-modell SE1 sei recht brauchbar, es sei ähnlich
dem früheren kleinen Uhu. Gerhard Wöbbeking sei gebeten
worden,
den DMFV in Fragen der Einsteigermodelle zu beraten. Er werde in der
Zeitschrift
des DMFV einen Artikel schreiben über Modelle, die für die
Schülermeisterschaft
F1H-S in Frage kommen. Der DMFV ar-beitet mit Simprop zusammen bei den
Anfängermodellen, Simprop sei hierbei sehr flexibel und kooperativ.
Der
Ansatz
von Gerhard Wöbbeking für die Weiterar-beit: Auf dieser Ebene
mit dem DMFV und Simprop zu-sammenzuarbeiten. Die Zusammenarbeit mit
der
Luft-sportjugend des DAeCs sei äußerst frustrierend
und
Graupner habe kein Interesse am Freiflug.
Bernhard
Schwendemann
befürchtete, dass das Projekt endgültig scheitern werde, wenn
nun nicht klare Be-schlüsse gefasst werden darüber was wir
wollen
und wie dies dann auch umgesetzt werde. Alles von unsi-cheren
Möglichkeiten
in der Zukunft abhängig zu ma-chen, führe nicht ans Ziel.
Resultat
einer
längeren Diskussion:
• Gerhard
Wöbbeking wird die Referenten regelmäßig über die
Gespräche mit dem DMFV informieren.
• Gerhard
Wöbbeking wird über das Treffen am 21./22.2.04 mit
Modellflugjugend
zur Nach-wuchsarbeit im Modellflug informieren.
• Bernhard
Schüßler soll die Arbeit an dem Modell (F1H-S)
fortführen,
einen Bauplan und ein fertiges Modell erstellen, damit diese
vorgestellt
werden könne bei den Gesprächen im Februar. Der Plan sollte
auch
in größerer Menge erhältlich sein. Bern-hard
Schüßler
ist dazu bereit. Bernhard Schüßler sucht sich einen
fachlichen
Ansprechpartner in sei-ner Nähe, z.B. Ralf Kleine oder Peter Kuhl.
Wolfgang Gerlach ist bereit, die Modelle zu bauen.
Wettbewerbspraxis
Zeitnehmerproblematik
Gerhard
Wöbbeking
wies darauf hin, dass Zeitnehmer zu finden noch relativ gut
funktioniere
bei Ranglisten-wettbewerben, bei anderen nationalen Wettbewerben sei
gegenseitiges
Stoppen der Teilnehmer sinnvoll, wenn genügend Zeit zur
Verfügung
steht. Wie solle bei deutschen Meisterschaften verfahren werden?
Thomas
Weimer
und Wolfgang Gerlach waren der Mei-nung, nicht so wie beim Volkswind
Cup
in diesem Jahr, wo sich die Teilnehmer gegenseitig stoppen mussten. Im
kleinen Kreis sei das was anderes.
Vorschlag
Gerlach:
„Wie auf internationalen Wettbe-werben auch üblich, sollte auf
LV-Startstellen
verzich-tet werden und eine gleichmäßige (z.B. in
alphabeti-scher
Reihenfolge) Belegung der Startstellen (mit z.B. fünf Teilnehmer)
vorgenommen werden unter Zuteilung von 2 gemischten Zeitnehmern (nach
der
Regel 1 Zeit-nehmer pro 4 Teilnehmer). Damit wird das
Konkurrenz-Verhalten
reduziert und die Kameradschaft unter den LV gefördert.“
Gegenseitige
Hilfe an der Startstelle durch die anderen Teilnehmer der LV wurde in
der
Dis-kussion als wichtiger Punkt herausgestellt.
Lärm
beim Motorfliegen
Der
mangelnde
Schutz der Piloten und der Zeitnehmer vor dem Lärm der
Motormodelle
wurde von Wolfgang Gerlach kritisiert, zumindest die Jugendlichen
müssten
geschützt werden. Günter Müssig wies auf das
Ge-räuschlimit
von 84 dBA bei RC-Modellen hin, 105 bis 110 dBA erreichten dagegen
F1C-Motoren.
Inzwischen gebe es kleine, wirksame Gehörschutzvorrichtungen.
Manche
Piloten sagen, sie könnten den Motor nicht be-urteilen, wenn sie
Gehörschutz
tragen.
„Den Piloten
von Motormodellen und vor allem den Jugendlichen empfiehlt der
Fachausschuss
Gehörschutz zu tragen. Den Jugendlichen wird der Gehörschutz
vom Fachausschuss kostenlos zur Verfügung gestellt.“
Abstimmung:
einstimmig angenommen
Deutsche
Jugendmeisterschaft
Wer welche
Preise
bekam bei der Deutsche Jugend-meisterschaft wurde von Paul Seren
kritisiert,
die Prei-se sollten gerechter verteilt und für Freiflug passender
sein. Bernhard Schwendemann kritisierte, dass es bei der Deutschen
Meisterschaft
und der Jugend-meisterschaft über den ganzen Wettbewerb keine
Zwi-schenergebnisse
gegeben hatte.
Bei der
Deutschen
Jugendmeisterschaft wurde ein Teilnehmer mit falschem Geburtsdatum
(1.1.89)
nachge-meldet (nicht vom Mannschaftsführer), nachdem der
Teilnehmer
zuvor mit richtigem Geburtsdatum (31.12.88) als Schüler abgelehnt
worden war. Der Be-troffene wurde Deutscher Schülermeister in
F1A-S.
Ge-gen die Wertung wurde Protest eingereicht. Selbst nach dem Hinweis
an
den Verein wurden die falschen Ergeb-nisse noch publizistisch
ausgewertet.
„Die
Ergebnisliste
wird korrigiert, der richtige Sieger bekommt eine neue Goldmedaille.
Silber
und Bronze werden entsprechende weiter gereicht. Der Vorsitzende der
Sportfachgruppe,
Klaus Böckmann, wird an Ernst Herzog einen passenden Brief
schreiben.“
(Abstimmung:
einstimmig bei drei Enthaltungen)
Modellkennzeichnung
Die
Modellkennzeichnung
ist trotz der klaren Vor-schriften international wie national
mangelhaft.
In die Rahmenausschreibung der nationalen Wettbewerbe wird aufgenommen,
dass die Modelle korrekt gekenn-zeichnet sein müssen.
Anträge
Vorbemerkung
Bei
Erstellung
der Ausschreibungen etc. ab 2004 wer-den nach den Vorgaben des DSB die
Begriffe geändert:
Bis 14
Jahre:
aus „Schüler“ wird „Jugendlicher“
Bis 18
Jahre:
aus „Jugendlicher“ wird „Junior“ („junior“ im Englischen)
Schülermeisterschaft
„Jugendliche
unter 14 Jahre, die im Deutschen Modell-flieger Verband (oder gar
nicht)
organisiert sind, wer-den ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen.“
… an der Schülermeisterschaft F1H-S und F1A-S teilzunehmen.
Hintergrund
ist die Kooperation des Modellflugs im DMFV und DAeC. Abstimmung:
einstimmig
Schülermannschaftsmeisterschaft
„Auf
der
DJM wird eine Jugendmannschaftsmeister-schaft und eine
Schülermannschaftsmeisterschaft
aus-geflogen.“ (Bisher gab es nur eine, gemeinsame Aus-wertung)
Abstimmung:
einstimmig
„Schülerwertungen
können für die Jugendmannschaft gewertet.“ Abstimmung: 3 ja,
8 nein, 3 Enthaltungen
Gemischte
Teams
„Keine
Teams
für die Mannschaftsmeisterschaften an-erkennen, die sich aus
Modellfliegern
aus mehreren Landesverbänden zusammensetzen.“
Steht heute
so in der Rahmenausschreibung – aber 2000 wurden vom FA-F1 gemischte
Mannschaften
er-laubt. Abstimmung: 5 ja, 6 dagegen, 2 Enthaltungen
D.h. die
Rahmenausschreibung
muss an den Beschluss von 2000 angepasst werden – es sind also
gemischte
Mannschaften erlaubt.
Flugzeit
F1H
„Bei F1H
kann
in einem beliebigen Durchgang ein Su-permax mit 150 sec geflogen
werden“
(nationale Re-gelung): Abstimmung: 12 ja, 2 Enthaltungen
F1J
und
F1P
„F1J und F1P
werden
wie bei internationalen Jugend-meisterschaften üblich gemeinsam
ausgeschrieben
und auch beim Ranglistenwettbewerb I für Jugendliche ge-flogen.“
(7
Durchgänge auf 180 sec). Abstimmung: einstimmig angenommen
Startgebühren
„Nachmeldungen
sind bis 4 Wochen vor dem ersten Ranglistenwettbewerb sind gegen eine
zusätzliche
Ge-bühr von 10 Euro möglich (gilt auch für
startgeldfreie
Junioren)“. Abstimmung: einstimmig angenommen
Bei der
Nachmeldegebühr
für Deutsche Meisterschaften bleibt es.
DJM:
Startgebühr
€ 10,- (statt 7,50), jede weitere Klasse € 5,-; Mannschaften
€ 6,- Abstimmung: 9 ja, 2 dagegen, 3 Enthaltungen
DMM:
Startgebühr
für Mannschaften € 9,- statt € 6,-
Abstimmung:
einstimmig angenommen
Reversible
Funktionen
„Verbot
aktiver Baugruppen oder Bauteile bzw. Kom-binationen mehrerer
Baugruppen
oder Bauteile, welche im freien Flug reversible Steuerfunktionen
für
den Kur-venflug ausüben bzw. ausüben können.“
Angesprochen
sind elektronische Zeitschalter mit fester Verbindung von dem Servo zu
den Rudern etc., denn so ist potenziell fernsteuern möglich, dies
ist auch nicht kontrollierbar. Der Antrag von Sachsen-Anhalt ist
ge-dacht
als Anregung für eine internationale Regelung, nicht als eine
nationale
Sonderregel. Problem ist, dass heute viele elektronische Steuerungen
mit
Servos und Leinen oder Gestängen arbeiten und damit unter dieses
vorgeschlagene
Verbot fallen. Gerhard Wöbbeking wird den Vorschlag in den
CIAM-Unterausschuss
einbringen.
F1C-X
„Die
„Offene
Motor-Versuchsklasse“ F1C-X als Offene Motorklasse national
einführen.“
F1C-X war 1999 als provisorische Klasse eingeführt worden, die
Probezeit
ist nun abgelaufen. Gerhard Wöbbeking sieht weitere
Möglichkeiten
in dieser Klasse, die auch in anderen Ländern geflogen wird.
Gegenargument
waren die vier Motorklassen (C, J, P, X) bei der kleinen Anzahl von
Motorflieger.
Da die Motorenklassen im Umbruch sind, sollte F1C-X jedoch nicht
gestoppt
werden.
„Probezeit
um weitere vier Jahre verlängern“ Abstim-mung: einstimmig
angenommen
Elektro-Freiflug
„Überarbeiten
der Klasse F1C-Elektro nach internatio-nalen Vorbildern bis zur
FA-Sitzung
2004“. Die deut-sche Definition ist durch die technische Entwicklung
ü-berholt.
In anderen Ländern gibt es verschiedene E-lektroklassen. USA wird
jetzt beantragen, Elektroflug als provisorische Klasse F1Q aufzunehmen.
In den Nie-derlanden gibt es eine Elektroklasse, in England gibt es
zwei
(eine passend zu P30, eine zu F1C-X).
Antrag
zurückgezogen.
Abwarten, was international be-schlossen wird.
Nationale
Sonderregelung F1K
„Streichen
der Sonderbestimmung F1K für nationale Wettbewerbe“
Abstimmung:
einstimmig angenommen
P30
„Übernahme
der internationalen Gummimotorklasse P 30:
? Spannweite
und Länge über alles höchstens 30 Zoll = 762 mm
• Frei
käuflicher
Plastikpropeller bis zu 9,5 Zoll = 241 mm Durchmesser. Der Propeller
darf
ausgewogen, aber nicht in seiner Form verändert werden. Ebenso
darf
die Nabe bearbeitet werden, aber nur für den Freilauf, nicht zum
Klappen.
•
Mindestgewicht
der Zelle 40 g.
• Bis zu 10
g Gummi sind erlaubt; der Gummi muss vollständig vom Rumpf
umschlossen
sein.
• Flugzeit
5 x 120 sec, danach Stechen“
Gerhard
Wöbbeking
zu seinem Antrag: Die Klasse ist i-deal als Einstieg in das Fliegen mit
Gummimotormo-dellen und gleichzeitig Herausforderung für erfahrene
Modellflieger. Ist in vielen Ländern, vor allem in den USA und in
GB, ist sie sehr verbreitet, auch Baukästen sind verfügbar.
Dagegen
standen die Bedenken, eine weitere Gummi-Klasse aufzunehmen, der Bedarf
sei fraglich, P30 ist keine FAI-Klasse. Abstimmung: „Als provisorische
Klasse aufnehmen“: 8 ja, 2 nein, 4 Ent-haltungen.
Aktuelle CIAM-Themen
Bei der CIAM
führt
die abnehmende Zahl der F1C-Piloten zu dem Gedanken, eine neue
Definition
parallel zu F1C fliegen, die dann langfristig F1C ersetzen soll -
ähnlich
zu dem Verfahren bei den Jugendlichen in F1P/F1J.
Gerhard
Wöbbeking
wies darauf hin, dass erst 2005 die Entscheidungen gefällt werden
für 2006 – 2006 ist der nächste Termin, an dem
größere
Regeländerungen in Freiflug-Ebene möglich sind.
Derzeit
gebe
es Vorschläge das Supermax abzuschaf-fen. Ein Vorschlag
möchte
eine Prozentwertung wie bei F1E. Wahrscheinlicher ist die Rückkehr
zur früheren Regelung, bei der ein längerer Durchgang voll
gezählt
wurde.
Diskussionen
laufen im CIAM-Unterausschuss, welche Regelverstöße
bezüglich
der Modelldefinition zu welcher Strafe führen (z.B. Streichen
eines
Durchganges oder Ausschluss vom ganzen Wettbewerb).
Kostenplanung
Der Etat des
Fachausschuss
weist im Haushalt 2003 derzeit ein Plus von 400 Euro auf. 200 Euro hat
der Hangflug bekommen für ein Jugendtraining 2004 auf der
Wasserkuppe.
2590 Euro gingen aus dem Freiflug-Etat an die
Nationalmannschaften.
Der Plan für 2004 wird jetzt an die neuen Startgebühren
angepasst.
Für Nationalmannschaften sind im Freiflug-Topf 2975 Euro
vorgesehen.
Ehrungen
Der
Ikarus-Pokal
wurde einstimmig vergeben.
Ehrungsvorschläge
von der Sitzung FA-F1 2002 waren 2003 nicht bearbeitet worden. Dies
soll
nun 2004 ge-schehen.
Sportfachgruppe
Klaus
Böckmann
ist nun seit fast einem Jahr Vorsitzen-der der Sportfachgruppe
Modellflug
im DAeC. Er be-richtete, es habe sich viel bewegt in diesen knapp
zwölf
Monaten, es sei ein erfolgreiches Jahr gewesen, auch sportlich: 7 Welt-
und Europameister (davon 6 Junio-ren) und zwei Weltcup-Siege, quer
durch
alle Modell-flug-Kategorien.
Die
Atmosphäre
zwischen DAeC-Vorstand und Sport-fachgruppe habe sich stark verbessert
und sei nun sehr gut. Sehr gut sei auch die Zusammenarbeit mit dem
neuen
Generalsekretär Daniel Dornheim. Die Zusam-menarbeit mit dem DMFV
sei 2003 ein Schwerpunkt. Die konkrete Arbeit habe sich im DAeC nun vom
DAeC-Präsidium auf die Sportfachgruppe verlagert.
Sehr
schade
sei, dass der Freiflug keinen Jugendrefe-renten gefunden hat. Im
RC-Bereich
gebe es inzwi-schen mehrere, fachspezifische Jugendreferenten,
jün-gere
Leute können hier besonders erfolgreich sein.
Ein neues
Problem
habe sich mit §52 der Abgabenord-nung ergeben. Modellflug
ist
gemeinnützig und vom DSB als Sport anerkannt, aber im §52
nicht
als „Sport“ gemeinnützig. Dies könne jetzt bei den
Sparmaßnah-men
in den Ländern zu Schwierigkeiten führen.
Eine neue
Richtlinie
des Deutschen Sportbundes regelt die Zuschussmöglichkeiten
für
Sportler auf Landesebe-ne. Diese Förderung hängt in Zukunft
nur
noch von den Erfolgen der Jugendlichen und Junioren ab. Beim
Zu-sammenstellen
der internationalen Platzierungen habe sich gezeigt, dass 2002 und 2003
die deutschen Ju-gendlichen und Junioren weltweit an der Spitze lagen.
Er sei
sehr
betrübt über die sehr bescheidene Nach-wuchsarbeit mit dem
Kleinen
Uhu und über die Luft-sportjugend des DAeCs. Die Diskussion mit
den
Lan-desjugendleitern ergab allerdings auch, dass die Mo-dellflieger
für
die Luftsportjugend keine Ansprechpart-ner auf Landesebene haben. Hier
bewege sich leider kaum etwas. Für die Tagung des Arbeitskreises
Modell-flug
in der Luftsportjugend im Februar ist die Mitarbeit der
Modellflug-Landesjugendvertreter
sehr wichtig.
Michael
Thoma
wird ab 2004 zu 75% (statt bisher 50%) dem Modellflug zur
Verfügung
stehen, voraus-sichtlich ab 2005 dann zu 100%. Dazu ist aber eine
Beitragserhöhung
ab 2005 notwendig.
Alle
Rahmenausschreibungen
und Ausschreibungen für nationale Wettbewerbe werden ab 2004 auf
der
Web-Seite des DAeC zur Verfügung gestellt. Über neue
Do-kumente
etc. wird der Modellflug-Newsletter informie-ren. Jeder
Wettbewerbsflieger
sollte diesen Newsletter deshalb abonnieren:
www.daec.de/kontakt/news.htm
Verschiedenes
BeMod-CD
Für
Erstellung
von Schulungsunterlagen etc. können von Peter Ritz per E-Mail
„offene“
(bearbeitbare) Ka-pitel aus der BeMod (*.rft) bezogen werden.
Gold-C
mit
drei Diamanten
Wolfgang
Gerlach
will die Sportler motivieren, dieses Leistungsabzeichen zu beantragen.
Es müsse sehr viele Freiflieger geben, welche die Bedingungen
erfüllen,
a-ber die Ehrung nicht beantragt haben.
Nächste
Tagung
2004 wird es
Verschiebungen
der Tagungen geben müssen, da mehrere Messen um den
19.-21.11.
2004 statt finden und die MFT nicht gleichzeitig sein kann. Die
Sitzung
des FA-F1 wird (parallel mit dem FA-F3) am 6./7.11.2004 in
Stadtallendorf
stattfinden
Neuer
Vorstand
für die Modellflieger
Modellflugtagung 2002
in Dessau wählte neu / bs
Die
Modellflug-Kommission
(MFK) wurde auf der Modellflugtagung (MFT) 2002 vom 23.-24.11.02 in
Dessau
(ST) neu gewählt. Der bisherige stell-vertretende Vorsitzende
Klaus
Böckmann (HH) löst nach 12-jähriger Amtszeit Dieter
König
als Vorsitzenden der Sportfachgruppe ab. Insgesamt wurde der Vorstand
verkleinert
und einige Auf-gaben in der MFK neu besetzt. In die Neubeset-zung wurde
einige Hoffnung gesetzt, da sich in der Vergangenheit gezeigt hatte,
dass
die "Che-mie" zwischen dem DAeC-Vorsitzenden und dem
Modellflug-Vorsitzenden
nicht gestimmt hatte. Bei den Diskussionen nahm die Klärung des
Ver-hältnisse
zum Deutschen Modellfliegerverband DMFV breiten Raum ein, wie auch die
Informati-onspolitik des Vorstandes des DAeCs. Seit kurzem gibt es
einen
Kooperationsvertrag zwischen DAeC und DMFV. Nach den Abschlüssen
und
der Pla-nung wird der Haushalt der Sportfachgruppe in den Jahren 2001
bis
2003 mit einem Überschuss abschließen, nachdem er in den
früheren
Jahren öfters rote Zahlen geschrieben hatte.
Ehrungen
Neben allen
Vertretern der 16 Landesverbände und den Mitgliedern der
Modellflugkommission
nahmen an der zweitägigen Tagung am Ufer der Elbe auch der
für
den Modellflug zuständige DAeC-Vizepräsidenten Herrmann
Kleber
und der Geschäftsführer der Sportfachgruppe Michael Thoma
teil.
Mit der
bronzenen
Ehrennadel des DAeCs wurde Kristi-an Töpfer (SN) ausgezeichnet,
mit
der silbernen Eh-rennadel Kurt Niemeyer (NI), Adolf Middeldorff (SH),
Helmut
Steinigeweg (NW), und Michael Thoma (SN). Die goldenen Ehrennadel
erhielt
Willi Wahl (BY), MFK-Vorsitzender 1981-1991, dann bis 2002 Fachreferent
für Umwelt und Gelände und Dieter König (NW) 17 Jahre
lang
Modellflugreferent in NW, dann Presserefe-rent der MFK, seit 1991
Vorsitzender
der Sportfach-gruppe Modellflug. Dieter König wurde auch zum
Eh-renvorsitzenden
der Sportfachgruppe gewählt.
Bericht
des Vorsitzenden D. König
Im Januar
habe in der Bundesgeschäftsstelle ein Ge-spräch über
verbandsinterne
Kommunikation statt ge-funden. Auslöser sei gewesen, dass der
Vorstand
der MFK von einem Vier-Augen-Gespräch der Präsidenten von
DAeC
und DMFV erst nachträglich aus der Presse erfahren habe. Das
interne
Gespräch sei nicht sonder-lich erfolgreich verlaufen. Später
habe es noch eine Vorstandssitzung zu diesem Thema gegeben.
Auf der
Nürnberger
Messe habe das traditionelle Ge-spräch mit der Firma Graupner
statt
gefunden. Graup-ner sehe einige Dinge der Luftsportjugend kritisch.
Auf der
DMFV-Hauptversammlung
habe die Ansprache des Präsidenten des DAeC-Landesverbandes Bremen
Werner Redeker Furore gemacht.
Fast alle
Antragsteller auf Zulassung ihrer Großmodel-le, die beim DAeC
eingegangen
sind, seien DMFV-Modellflieger – das spreche für sich.
Die
Mitgliedsbeiträge
für Modellflieger seinen in den LVs immer noch sehr
unterschiedlich,
im Baden-Württemberg werden sie nun sogar noch erhöht wer-den.
Bei der Aero
2003 in Friedrichshafen werde der DAeC eine große Halle
füllen.
Die Modellflieger sollen eine gemeinsame Halle für DMVF und DAeC
bekommen.
Es werde aber keinen gemeinsamen Stand geben.
Bericht
Klaus Böckmann
Mit Martin
Webeschock, dem F3-Jugendreferenten, ha-be er die erste Deutsche
Jugendmeisterschaft
in F3B-Jugend organisiert, sie habe viel Anklang gefunden und sei mit
40
Jugendlichen recht erfolgreich gewesen.
Eine
DAeC-Sportlerehrung
habe 2002 nicht stattgefun-den. Er arbeite in einer Gruppe mit, die ein
neues Kon-zept für eine Sportlerehrung, die nach innen und
außen
wirken solle, erarbeite.
Bericht
Christian Töpfer
Der
Modellflug
im Segelflugmuseum auf der Wasser-kuppe werde von ihm für die MFK
betreut. Vom Sym-posium werde es über das Modellflugarchiv
Manu-skripte
geben. Weiter habe er sich um die Ausgestal-tung der Ausbildung von
Modellflug-Übungsleitern
ge-kümmert. Unterlagen seinen bei ihm zu bekommen.
Bericht
des DAeC-Vizepräsidenten
Zur
schlechten
Informationspolitik des DAeCs habe es auch im eigenen Haus harsche
Kritik
gegeben. Über das Gespräch beider Präsidenten in
Friedrichshafen
sei auch der Vorstand schlecht informiert gewesen. Mit dem
parlamentarischen
Abend sei es sehr gut gelun-gen, den DAeC einschließlich des
Modellflugs
den Ab-geordneten und Vertretern von Öffentlichkeit und Pres-se
vorzustellen.
Er solle voraussichtlich alle zwei Jahr stattfinden.
Die
Fesselflug-Weltmeisterschaft
in Sebnitz sei her-vorragend gewesen. Es bleibe jedoch ein Problem
zu-rück,
das mit MFK und dem Verein besprochen werden müsse. Einen
Schuldenberg
von 50 000 € habe die WM hinterlassen. Die angeforderten
Originalunterlagen
ha-be der DAeC bisher nicht erhalten. Ohne diese könne er nicht
helfen.
In Zukunft müsse bei solchen Veranstal-tungen der DAeC und die MFK
mehr mit im Boot sein. Es könne nicht mehr alles dem
durchführenden
Verein überlassen werden. Die WM-Segelflug in Bayreuth habe ein
ähnliches
Problem hinterlassen, da dem Innenmi-nisterium die Buchhaltung nicht
präzise
genug sei, um Zuschüsse auszuzahlen. Der FAI stünden bis
heute
die WM-Ergebnisse der Klasse F2B nicht zur Verfügung.
Herrmann
Kleber
lobte Klaus Böckmann und die Mo-dellflieger insgesamt für die
Finanzführung in den letz-ten Jahre.
Der
abgeschlossene
Kooperationsvertrag DAeC-DMFV sei nicht problematisch, die
Behörden
forderten ein einheitliches Auftreten der Verbände ihnen
gegenüber.
Im Zweifelsfall sei der Vertrag auch kurzfristig künd-bar.
Bericht
Sportbestimmungen
Peter Ritz:
da sich die Zustimmung zu den März-Protokollen der CIAM stark
verzögert
hatte, konnte BeMod-CD 2002 erst so spät veröffentlicht
werden.
2003 sollen diese Unterlagen nicht abgewartet werden, CD soll
spätestens
im März 2003 verteilt werden. E-ventuell spätere
Nachträge
werden im Internet auf der DAeC Webseite dargestellt.
Bericht
Leistungssport
Walter
Hildel:
Die Kaderlisten 2002 liegen beim Lan-dessportbund Nordrhein-Westfalen
zum
Abruf durch die LSB und DSB. Bis Mitte Januar braucht er die Daten
für
die Kader A, B, C, C/D. Für den C/D sind die Landes-verbände
gefordert. Sportzeugenausweise zu verlän-gern ist auch seine
Aufgabe.
Auch für Sportler bei der Bundeswehr und im Zivildienst ist er
jetzt
zuständig.
Bericht
des Aktivensprechers
Bernhard
Schwendemann
wies auf die unbefriedigende Lage bei der FAI-Sportlizenz und der
Zusammenarbeit
DSB mit Modellflug im DAeC hin.
Über
den Freiflug berichteten Günter Müssig und Ger-hard
Wöbbeking,
über den RC-Flug Adolf Middeldorff.
Neuwahlen
Mit der
Entlastung
war die dreijährige Amtszeit der MFK beendet.
Vorsitzender:
Klaus Böckmann (neu), stellvertretender Vorsitzender: Kurt
Niemeyer
(neu), Vorsitzender des Fachausschuss Freiflug: Gerhard Wöbbeking,
Vorsit-zender des Fachausschuss Fernlenkflug: Adolf Middel-dorff,
Fachreferent
für Presse und Information: Helmut Steinigeweg, Aktivensprecher
Bernhard
Schwende-mann (direkt von den Sportlern gewählt).
Die weiteren
Mitglieder der Modellflug-Kommission: Fachreferent Fesselflug: Wolfgang
Gromann, Fachre-ferent Raketenflug: Steffen Mieleh, Fachreferent FAI:
Gerhard
Wöbbeking, Fachreferent für Leistungssport: Walter Hildel,
Fachreferent
für Recht und Versicherun-gen: Stefan Siemens (neu), Fachreferent
Modellflugbe-stimmungen: Peter M. Ritz, Fachreferent
Modellflugge-lände:
Dieter Behrmann (neu), Fachreferent Umwelt: Willi Wahl, Archivar des
Berthold-Petersen-Modellflug-Archivs:
Horst Jung, Beauftragter der MFK für das Mu-seum Segelflug mit
Modellflug
auf der Wasserkuppe: Christian Töpfer. Nach den Beschlüssen
der
MFT 2001 entfallen die Ämter: dritter und vierter Vorsitzender,
Jugendreferent
(Jugendreferenten wird es jetzt näher an der Basis in den
einzelnen
Fachausschüssen geben), Koordinator für die Uhu-Wettbewerbe.
Positionspapier
der MFK
Klaus
Böckmann
erläuterte das Positionspapier zur Zu-sammenarbeit DAeC mit DMFV,
das der MFK-Vorstand erarbeitet hatte. Der favorisierte Vorschlag
erfordert
eine Anpassung der DAeC-Satzung. Bei Beitritt nach heutiger Satzung
wäre
der Verband außerhalb der Sportfachgruppe im DAeC Mitglied.
Deshalb
wurde vor-geschlagen, dass der DMFV wie ein Landesverband beitreten und
mitarbeiten könne. Die Modellflug-Sportfachgruppe hätte dann
finanzielle Vorteile. „Wie ein 17. Bundesland“ wäre dann der DMFV
zu behan-deln. Die DMFV-Mitglieder hätten dann die normalen Rechte
im DAeC. In die Landesverbände eintreten wer-de der DMFV
sicherlich
nicht. Durch die deutlich er-höhte Mitgliederzahl könnten die
Beiträge sinken, die LV müssten dadurch weniger abführen
an den DAeC-Bundesverband und hätten auf diese Art mehr Geld in
der
Kasse.
Herrmann
Kleber
sieht ein großes Problem darin, weil die LV ganz sicher dagegen
wären,
da dieser Vorschlag an ihnen vorbei ginge.
Dieter
König
sieht es sehr schwierig und langwierig ei-ne Lösung zu
finden,
da 7 Sportfachgruppen und 16 Landesverbände zustimmen müssten.
Nach einem
Gespräch unter den Landesmodellreferen-ten wurde zu den bisherigen
Gesprächen zwischen DAeC und DMFV und als Basis für das
Positionspapier
von der MFT beschlossen:
„Bewertung
der Arbeitsgrundlage der MFT zum Positi-onspapier der MFK zu einem
möglichen
Beitritt des DMFV in den DAeC.
1) Wir
begrüßen
die politischen Gespräche der beiden Präsidenten.
2) Ja zum
stufenweisen Ausbau der Kooperationsbezie-hungen zwischen DAeC und DMFV.
3) Die MFT
ist der Meinung, dass bei weiteren Ver-handlungen die MFK als Vertreter
der DAeC-Modellflieger einbezogen werden muss.
4) Der
leicht
modifizierten Fassung des Positionspa-piers stimmen wir zu."
Kooperationsvertrag
Zwischen
DAeC
und DMFV wurde ein Kooperationsver-trag abgeschlossen, der die
grundsätzlichen
Spielregeln für konkrete Zusammenarbeit festlegt. Bereits
be-schlossene
Projekte sind: Aero 2003 in Friedrichsha-fen, Vereinbarung
gemäß Einwilligungsvertrag
(Groß-modell-Zulassung),
Blaue Flagge, Bundesnaturschutz-gesetz. Eine weitere Arbeitsgruppe
für
die NfL-Überarbeitung kommt hinzu, die Arbeit hat bereits
be-gonnen.
Luftsportjugend
Die
Anträge,
welche die Luftsportjugend auf der DAeC-Hauptversammlung zum Ausgleich
der Defizite stellen möchte, stießen auf einigen Widerspruch
in der MFT. Es wurde vorgeschlagen, die Luftsportjugend solle
sich
aus Laucha zurück ziehen. Herrmann Kleber betonte, das Haus der
Luftsportjugend
in Laucha (HDL) solle aus politischen Gründen nicht
geschlossen
werden, es befinde sich aber in einer wirtschaftlich schwierigen
Situation.
Das HDL sei im Prinzip unabhängig vom DAeC und von der
Luftsportjugend.
Das HDL führe Kur-se etc. im Auftrag der Luftsportjugend durch.
Die
Luft-sportjugend und das HDL hätten hohe Ausgaben, aber kein
schlüssiges
Sanierungskonzept. Eine Aufschlüsse-lung der Ausgaben (z.B.
tatsächliche
Kosten pro Über-nachtung und pro Kurs) bekomme man nicht und sei
auch
aus den vorgelegten Zahlen nicht zu errechnen. Deshalb sei unklar, wo
die
Defizite eigentlich entstün-den.
Fachausschuss
Freiflug 2002: Zwei neue Leute im Fachausschuss
Gerhard Wöbbeking weiterhin Vorsitzender
der Freiflieger / bs
Das
wohl wichtigste
Ergebnis
der Tagung des Fachausschusses Freiflug am 16./17. November in
Stadtallendorf
(HE) war die Wahl von Thomas Weimer (BB) zum Referenten F1-Ebene und
von
Michael Schlimmer (SA) zum Jugendreferenten. Gerhard Wöbbeking
bleibt
weiter Vorsitzender, Günter Müssig sein Stellvertreter. Auch
an den weiteren Positionen hat sich nichts verändert. Die
Rahmenausschreibungen
wurden an die neuen Regeln angepasst, damit dürfte es 2003 weniger
Missverständnisse auf den Ranglisten—Wettbe-werben geben. Eine
weitere
wichtige Aufgabe war die Aufstellung der Terminkalender, insbe-sondere
für F1-Ebene. Die Sitzung wurde von Günter Müssig
geleitet,
da Gerhard Wöbbeking nach seinem Unfall noch nicht dabei sein
konnte.
Es gab bei einigen Themen durchaus kräftige Dis-kussionen, die
Sachlichkeit
blieb aber nie auf der Strecke. Ganz werden sich manche "Längen"
in
solchen Sitzungen kaum vermeiden lassen, aber trotzdem war man eine
Stunde
vor der geplanten Ende fertig.
Eröffnung
Getagt wurde von Samstag 11 Uhr
bis Sonntag 13 Uhr. Am Freitag Nachmittag hatten sich bereits
Günter
Müs-sig, Dieter Dauser, Michael Thoma und Bernhard Schwendemann
zur
Vorbereitung der Jahrestagung getroffen. Bei der Eröffnung galt
der
Dank von Günter Müssig dem Geschäftsführer Michael
Thoma und seinen Helfern in der Bundesgeschäftsstelle in
Braunschweig.
Neu bei der Tagung dabei waren Raimund Brinker (als Stellvertreter
für
NI) und als Gast Andreas Rink (HE), vielleicht der Nachfolger von
Dieter
Dauser. Nicht ver-treten war Rheinland-Pfalz und das Saarland
insge-samt
15 Anwesende, davon 14 mit Stimmrecht. Um mehr Klarheiten mit dem
Protokoll
zu gewinnen und um es auch rasch zur Verfügung zu haben, wurde
während
der Sitzung mitgeschrieben und der Text mit LCD-Projektor nach jedem
Punkt
an die Wand geworfen zur Zustimmung.
Bericht
des Vorsitzenden
Günter Müssig berichtete
über das Sportjahr 2002. Er dankte den Veranstaltern der
nationalen
Wettbewerbe, gab eine Übersicht der Deutschen Meisterschaften und
der Ranglisten-Wettbewerbe. In diesem Zusammen-hang beanstandete er
fehlende
Toilettenhäuschen und lobte die Teilnehmer, die nach dem Fliegen
bis
zur Sie-gerehrung da geblieben waren. Die Startgelder, die an die
Veranstalter
gingen, sollten auch für den Wettbe-werb im engeren Sinne
eingesetzt
werden. Ein weiterer Punkt waren die internationalen Erfolge der
deutschen
Freiflieger.
Michael Thoma stehe dem Modellflug
weiterhin mit (nur) 50% zur Verfügung. Verbandspolitisch habe es
Gespräche
zwischen dem DAeC und dem DMFV gege-ben. Für bestimmte Bereiche
sei
eine Zusammenarbeit vereinbart worden, so bei Vertretung gegenüber
Be-hörden (der Gesetzgeber erzwingt ein einheitliches Vorgehen der
Verbände), bei den Richtlinien für den Modellflug, die der
Bund
aktualisieren möchte, bei der Zulassung von Modellen über 25
kg, sowie bei der blauen Flagge für Fluggelände und der
Ausstellung
Aero in Friedrichshafen. Weder werde der DMFV dem DAeC beitreten, noch
werde der Modellflug an den DMFV abgegeben. Derzeit gebe es ja schon
gemeinsa-me
Wettbewerbe und viele Doppelmitgliedschaften. Im DAeC sei der
Modellflug
dabei, die Motorflieger zu ü-berholen und zweitgrößte
Sportfachgruppe
zu werden.
Thomas
Weimar berichtete von
einer
Unzufriedenheit auf dem 3./4. Ranglisten-Wettbewerb in Manching, da
nicht
alle Teilnehmer mitbekommen hätten, dass der Wettbewerb schon am
Samstag
Abend beendet wurde. Ferner sei laut Ausschreibung der Wettbewerb bis
Sonntag
vorgesehen gewesen. Günter Müssig entgeg-nete, dass alle
Wettervorhersagen
ab Samstag Abend Regen und ab Sonntag zusätzlich heftigen Wind
vor-ausgesagt
hätten. Die Information sei bereits am Samstag Samstagmorgen
erfolgt.
Wetter und Platzzu-stand seien am Sonntag dann auch unfliegbar
gewe-sen.
In Zukunft werde er wichtige Informationen nicht nur durchsagen,
sondern
auch anschlagen.
Berichte
von EM/WM
Jugendbetreuer bei der WM in der
Slowakei war Albert Riedlinger, das Wesentliche sei in der Thermiksense
gestanden. Die Durchführung des Wettbewerbs sei recht bescheiden
gewesen.
Die deutschen F1A-Piloten hätten gute Erfolge gezeigt, bei F1B und
vor allem bei F1J seien die deutschen Jugendlichen vom Material her
nicht
für die Spitze in Frage gekommen. Mehrfach wur-de die mangelhafte
Form der deutschen Sportlizenz kritisiert, dies habe auf
internationalen
Meisterschaften zu Problemen geführt.
Schlachtenbummler
Peter
Mönnighoff
lobte die Arbeit von Mannschaftsführer Dirk Halbmeier und Helfer
Wolf-gang
Gerlach bei der EM in Ungarn, Teilnehmer Tho-mas Weimer hob die
Stimmung
im Team und das We-del- und Rückholteam hervor.
Teilnehmer
Werner Ackermann
berichtete
von der Hangflug-EM in der Slowakei, Preis und Leistung hätten
diesmal
gestimmt, das zahlenmäßige Verhältnis von Teilnehmern
zu
Helfern sei optimal gewesen. Mann-schaftsführer Anton Frieser
hatte
4000 Euro an Spen-den organisiert, die Jugendlichen konnten so
praktisch
voll finanziert werden. Bei den Jugendlichen waren die Modelle nicht
auf
Top-Niveau verglichen mit der Kon-kurrenz. Anton Frieser legte einen
umfangreichen,
be-bilderten Bericht über die EM vor.
Bericht
F1E von Bernhard
Schüßler
F1E-Referent Bernhard
Schüßler
verteilte seinen Be-richt. Elf Ranglisten-Wettbewerbe seien 2002
geflogen
worden, zum Teil sei die Durchführung allerdings
un-befriedigend
gewesen, manchmal habe es nicht einmal Ergebnislisten gegeben. Werner
Ackermannn
habe mü-hevoll den Endstand der Rangliste erstellt. Zur Deut-sche
Meisterschaft in Rohden/NI seinen wenig Teilneh-mer gekommen. Die
Mannschaftsmeisterschaft
habe nicht funktioniert. Insgesamt seien zwar viele Jugendli-che bei
den
Wettbewerben dabei gewesen, aber fast immer nur bei den einzelnen,
lokalen
Wettbewerben. Nächstes Jahr werde er mehr Zeit haben und wolle
sich
verstärkt um die Jugendlichen in Hessen kümmern.
Aktivensprecher,
Bundeswehr
und
Zivildienst
Bernhard Schwendemann hatte seinen
Bericht vorge-legt. Er fühle sich etwas arg als Kummerkasten
für
al-les, was in den Augen mancher schief laufe. Sportlizen-zen, Visa
für
Sportler bei internationalen Wettbewer-ben, Rabatte für
Kader-Piloten,
Zusammenarbeit DAeC und DSB hatten ihn unter anderem beschäftigt.
Die Neuwahl der einzelnen Sprecher in dieser Saison hatte in manchen
Klassen
eine geringe Beteiligung, das nächste Mal solle eine andere
Durchführung
für mehr Wahlbeteiligung sorgen.
Das
Amt „Bundeswehr“ wird
vereinigt
mit dem Referat Leistungssport (Walter Hildel). Freistellungen für
Wett-bewerbe seinen weiterhin möglich (über ein Formblatt
!!!)
bei der Bundeswehr und im Zivildienst.
Aus
den Landesverbänden
Über ein Formblatt wurde der
Stand in den Landesver-bänden abgefragt. Der Förderverein
Laucha
hat vor kurzem Insolvenz angemeldet, der Flugplatz wird von der Stadt
Laucha
übernommen. Dies habe jedoch kei-nen direkten Einfluss auf die
Luftsportjugend
in Laucha. In manchen Landesverbänden sei über die
Schulen
Ju-gendarbeit möglich, zum Teil auch über die Nutzung von
Werkräumen.
F1D-EM
2003 in Brand/BB
Ein schriftlicher Bericht von
Gerhard
Wöbbeking über die Vorbereitung der F1D-EM im Oktober 2003 in
der Cargo-Lifter Werft in Brand lag vor, siehe Anhang.
Wahlen
Wahlen im eigentlichen Sinn gab
es keine auf der Sit-zung des Fachausschusses. Der Vorsitzende wird von
der Modellflugtagung berufen (auf Vorschlag des Fach-ausschusses), der
Vorsitzende besetzt dann die wei-teren Positionen. Gerhard
Wöbbeking
kandidiert entge-gen seiner Ankündigung auf der letzten Sitzung
doch
noch einmal für das Amt bei der Modellflug-Tagung 2002. Er
wünschte
sich zwei Stellvertreter zur Entlas-tung, einer davon sollte
Günter
Müssig sein. Zwei Stell-vertreter sind aber laut
Geschäftsordnung
nicht mög-lich.
Thomas
Weimer ist zur Mitarbeit
im
Fachausschuss bereit, kann jedoch das Amt des Vorsitzenden aus
be-ruflichen
Gründen nicht übernehmen, deshalb wurde die Position des
Referenten
F1-Ebene geschaffen. Dis-kutiert wurde auch, wie es mit der vor einiger
Zeit an-gekündigten Kandidatur von Claus Gretter für das Amt
des Vorsitzenden und CIAM-Vertreters stehe.
Nach
einiger Diskussion wurde
dann
beschlossen (alle mit großer Mehrheit oder einstimmig):
Vorschlag für den
Vorsitzenden
an die MFK: Gerhard Wöbbeking/HH
Empfehlung an den neuen
Vorsitzenden,
folgende Re-ferenten zu berufen:
Stellvertreter: Günter
Müssig
(BW)
F1-Ebene: Thomas Weimer (BB)
F1D: Gerhard Wöbbeking (HH)
F1E: Bernhard Schüßler
(HE)
Jugend: Michael Schlimmer (SA)
Gerhard
Wöbbeking hatte
vorgeschlagen
für den Un-terausschussschuss Freiflug bei der CIAM einen
stell-vertretenden
Vertreter zu benennen. Andreas Rink (HE) wollte aber dieses Amt nicht
annehmen
und so kam es zu keiner weiteren Entscheidung in dieser Fra-ge.
Nationalteams
2003
- Für die Senioren-WM
F1ABC
in Ungarn
konnte noch kein Mannschaftsführer benannt werden, von der
Mannschaft
lagen auch noch keine Vorschläge vor. Helfer vor Ort wird Thomas
Weimer
sein.
- An der Senioren- und
Jugend-EM
in F1D
in Deutschland soll auch eine deutsche Jugendmann-schaft teilnehmen.
Albert
Riedlinger bespricht das mit den drei deutschen Teilnehmern bei der DMM
2002 in Brand und mit Uwe Bundesen. Mann-schaftsführer noch offen.
- Auf der Jugend-EM F1ABP in
Polen wird
erstmals F1P an Stelle von F1J geflogen, Mannschaftsführer wird
Paul
Seren sein. Die Liste der Jugendqualifi-kation muss ergänzt werden
um die Teilnehmer, die nur bei der DJM geflogen sind.
- Für die Senioren- und
Jugend-WM
F1E in Rumänien steht noch kein Mannschaftsführer fest.
Termine DMM und
Ranglisten-Wettbewerbe
Gerhard Wöbbeking hatte eine
Vorplanung gemacht, siehe Anhang. Es lagen mehrere Anträge zur
grund-sätzlichen
Festlegung der Termingestaltung von Bayern vor. Darin sahen die
Vertreter
eine zu starke Einen-gung der Planung und nahmen die Vorschläge
nur
in einer abgeschwächten Form an.
Bei der Terminfestlegung von
deutschen
Meisterschaf-ten und nationalen Ranglistenwettbewerben für EM/WM
sollten
Überschneidungen mit EM/WM und den wich-tigsten ausländischen
Worldcup-Wettbewerben (insbe-sondere Poitou und Pusztacup) vermieden
werden.
Im Hangflug müssen die Termine deutscher Meisterschaf-ten und der
Ranglisten-Wettbewerbe vom F1E-Referenten genehmigt werden, damit
Überschneidun-gen
mit EM/WM und den wichtigsten internationalen Wordcup-Wettbewerbe
(Rana)
vermieden werden. Ab-stimmung: drei Enthaltungen, elf ja
Deutsche Meisterschaften und
Deutsche
Jugendmeis-terschaften sollen grundsätzlich nicht gleichzeitig mit
Jugend- und Senioren EM/WM statt finden. Abstim-mung: eine
Enthaltungen,
13 ja
Die DJM-Ebene soll an einem
Wochenende
stattfinden, an dem alle (oder zumindest die Teilnehmer
stärksten)
Bundesländer Ferien haben. Abstimmung: 14 ja
Die DJM-Ebene soll möglichst
an einem Freitag Nach-mittag beginnen. Abstimmung: sieben dagegen, vier
Enthaltungen, drei ja
Die DJM muss vor der Jugend-EM/WM
stattfinden. Ab-stimmung: 13 nein, einen Enthaltung
Die DJM muss grundsätzlich
in Manching stattfinden. Abstimmung: 13 nein, eine Enthaltung
Rahmenausschreibungen
Vom Aktivensprecher waren für
Senioren und für Ju-gend Anträge eingereicht worden, wie
angesichts
der neuen internationalen Regeln die Wertung in den
Ranglisten-Wettbewerben
im Wesentlichen auf den Stand von 2001 gebracht werden
kann.
In einer von Peter Mönnighoff vereinfachten Fassung wurde den
Anträgen
zugestimmt.
Bei DMM und Weltcup zählen
maximal 180 sec pro Durchgang für die Qualifikation. Bei den
beiden
sepa-raten Ranglisten-Wettbewerben kann je Wettbewerb ein Durchgang mit
verlängerter Maximalzeit geflogen werden, die voll in die Wertung
eingeht (210 sec für F1A und F1B, 240 sec für F1C). Bei
Gleichstand
nach Ende der Ranglistenwettbewerbe entscheidet die Rangfolge der DMM.
Sollte dann immer noch keine Ent-scheidung feststehen, wird ein Stechen
angesetzt. Bei der Jugendqualifikation gilt dies analog. Für F1P
be-trägt
die entsprechende Zeit 210 sec. Abstimmung: 14 ja
Jugendmannschaftsmeisterschaft
Bayern hatte beantragt, bei der
Deutschen Jugend-meisterschaft klassen-reine Mannschaften zu bilden
(statt
gemischte) - wie bei den Senioren. Als Gründe wurden diskutiert
die
einfachere Auswertung und die unterschiedliche Wertigkeit der Klassen
bei
Hochrech-nungen. Dagegen wurde angeführt, dass so weniger
Mannschaften
gebildet werden, vor allem in den klei-nen Landesverbänden. Es
sollten
doch möglichst viele Teilnehmer in Mannschaften fliegen
können
und das Mannschaftsfliegen solle gefördert werden. Abstim-mung: 9
nein, 4 Enthaltungen, 1 ja
Günter Müssig zog seinen
Antrag, die "klassenreinen" Mannschaften dann über die
Landesverbände
zu mi-schen, (ein "Gast" sollte erlaubt sein) zurück.
Das Gremium war der Meinung, dass
der neue Ju-gendreferent zusammen mit den Jugendlichen über dieses
Thema nachdenken sollte.
Rahmenausschreibung
Die Rahmenausschreibungen F1-Ebene
und F1D sollen angepasst und klarer formuliert werden von Thomas
Weimer,
Günter Müssig und Dieter Dauser. Bernhard Schwendemann solle
dann F1-Ebene gegenlesen, F1D Gerhard Wöbbeking. Bei F1E sah man
keinen
Grund für eine Überarbeitung. Der Termin für den
Abschluss
ist Ende Februar 2003. Die Ergebnisse 2002 und das An-meldeformular
2003
werden an die Teilnehmer per Post verschickt.
Neuer
Sportkalender
Da die meisten internationalen
Wettbewerbe
noch nicht festliegen, konnte nur ein vorläufiger Kalender
erstellt
werden. Wenn die Weltcup-Termine Anfang Dezember bekannt sind, wird der
nationale Kalender ggf. ange-passt. Für den dritten und vierten
Ranglisten-Wettbewerb
gab es noch keine endgültige Lösung. An erster Stelle steht
ein
Wettbewerb in der Nähe von E-geln, organisiert von Günter
Müssig
und Helfern. An zweiter Stelle ein Wochenende in Zülpich und
notfalls
die Aufnahme des Eifel-Weltcup-Wettbewerbs in die Ranglisten-Wertung.
Bestimmungen
Freiflug
Bayern hatte beantragt, dass es
eine Zeitgutschrift von 100% für Mannschaftsführung und
Teilnehmer
an EM/WM gibt, die dadurch die Ranglistenwettbewerbe
versäumten.
Die Diskussion ergab:
- kein Abstieg aus der
jeweiligen Rangliste,
die Teil-nehmer verbleiben auf einem zusätzlichen Platz – das sei
selbstverständlich (gilt auch für die dies-jährigen
Opfer
der Flutkatastrophe).
- 100 % Gutschrift für
den
ausgefallenen
Wettbe-werb – stieß auf deutlichen Widerspruch.
- Der ursprüngliche
Antrag
wurde
daraufhin zurück ge-zogen.
Sachsen-Anhalt hatte das Verbot
von Hochstartleinen aus Metall beantragt. Beschlossen wurde, dieses
Verbot
aus Sicherheitsgründen ab 1.1.03 national in allen
Freiflug-Hochstartklassen.
Falls es international nicht vorher verboten werden sollte, wird
im November 2003 der entsprechende Antrag bei der CIAM gestellt.
14 ja / einstimmig
Sachsen-Anhalt
hatte beantragt,
Schleuderhaken
in F1A-Schüler zulassen, obwohl der gleiche Antrag im Vorjahr
abgelehnt
worden war. Die Diskussion war kontrovers, „was ist ein
Schleuderhaken?“
„Kreis-schlepphaken ohne Sperre?“ oder „beliebiger Haken mit dem man
keinen
Kreisschlepp machen kann“.
Es gäbe gute Lösungen,
die mit der heutigen Regelung verträglich sind. Umstritten war
auch
der Aufwand für solch einen Haken. Abstimmung: 10 dagegen, 4
Ent-haltungen.
Bayern
hatte beantragt,
Überzeiten
sollen voll in die Wertung eingehen, nicht nur bei Gleichstand. Der
Grundgedanke
ist, in der thermiklosen Zeit die Überzeit zu fliegen. Problem
sei,
dass Stechen auf 10 min be-grenzt sind mit ähnlichen
Wetterbedingungen
in diesem Zeitraum. Bei Überzeit im Durchgang können
innerhalb
der 1 bis 1,5 Stunden sehr unterschiedliche Wetterbe-dingungen
herrschen.
Die Meinung der Tagung war, abzuwarten was international geschieht.
Wenn
ein in-ternationaler Antrag kommt, dann solle eine schriftliche Umfrage
im FA-F1 die deutsche Haltung bei der CIAM-Diskussion festlegen. Nach
dieser
Diskussion wurde der Antrag zurückgezogen.
Motorklassen
Gerhard Wöbbeking hat die
internationale
Lage und seine Einschätzung schriftlich dargelegt, siehe Anhang.
Bei
der CIAM seien die Motorklassen unter scharfer Be-obachtung, vor allem
wegen der zurück gehenden Teil-nehmerzahl und der
Sicherheitsprobleme.
In diesem Zusammenhang wurden neue Impulse für Elektro-Freiflug
erwartet.
Viele zeigten in der Diskussion große Skepsis, Elektroflug
könne
Anfänger geeignet sein. Bei einer deutlichen Änderung der
Definition
von F1C wur-den die Probleme mit dem heute vorhandenen Material
erwähnt
und das Risiko, dass viele F1C-Piloten dies als Anlass nehmen
könnten,
ganz aufzuhören. Gerhard Wöbbeking solle alle deutschen
F1C-Flieger
nach der CIAM-Tagung per Fragebogen über deren Vorstellung zur
weiteren
Entwicklung der Motorklassen befragen.
Nachwuchsmodell
Die längste und engagierteste
Diskussion entspannte sich an der Frage der weiteren Nachwuchsarbeit.
Nach-dem
dieses Thema auf der Sitzung vor knapp einem Jahr im Mittelpunkt
gestanden
hatte, waren viele Teil-nehmer mit dem was 2002 geschehen war,
unzufrie-den.
Viele seien bereit gewesen, etwas zu tun, es sei aber nichts
koordiniert
worden. Die 2001 vereinbarte Arbeitsgruppe habe nie getagt.
Günter Müssig
berichtete,
dass sich an der Problematik des Nachwuchsmodells „Kleiner UHU“ bei
Graupner
im vergangenen Jahr offensichtlich nichts bewegt habe. Es bestehe aus
seiner
Sicht die Gefahr, dass ohne ein bes-seres Modell die Teilnehmerzahl
weiter
zurück gehe und irgendwann diese Nachwuchsaktion eingestellt werde
von Graupner und von UHU.
Nach einem Gespräch in
Hamburg
zwischen der Dr. Heinrich Cordes (Luftsportjugend), Adolf Middeldorff
(FR-RC),
Klaus Böckmann (Stellvertretender Modell-flugreferent) und Gerhard
Wöbbeking (FR-F1), habe sich Heinrich Cordes mit Graupner zum
Thema
Uhu getroffen, sei dort aber auf kein Verständnis gestoßen.
In der Versammlung wurde kritisiert, dass kein Freiflie-ger an der
Besprechung
teilgenommen habe, um die konkreten Probleme und Vorschläge
vorzutragen.
Gerhard Wöbbeking berichtete
in seinem Schreiben, dass nur ein Interessent in Manching beim
Design-Wettbewerb
sein Anfänger-Modell vorgestellt habe – jedoch beklagten sich
andere
Modellbauer, dass sie ihre Modelle vorstellen wollten und sie niemanden
ge-funden hätten auf dem Fluggelände.
Die Möglichkeit bei Graupner
in Bezug auf den Kleinen UHU doch noch etwas zu erreichen, wurden
unter-schiedlich
eingeschätzt. Die Mehrheit war aber der Mei-nung, dass das Projekt
Baukastenmodell F1H mit Vor-rang betrieben werden solle. Dieses Modell
solle das Modell nach dem Kleinen UHU sein.
Der neue Jugendreferent Michael
Schlimmer wurde ge-beten, die Arbeitsgruppe (Albert Riedlinger, Ralf
Kleine,
Karl-Heinz Haase) zusammen zu bringen. Bernhard Schüßler als
Fertigungsfachmann aus der Branche und möglicher Vertriebspartner
solle auch dabei sein.
Finanzplanung
2002/2003
Änderungen 2003
gegenüber
2002 bestehen im We-sentlichen in der Anpassung an die neuen
Wettbewer-ben
und Teilnehmerzahlen. Die Grundgebühr für die Deutsche
Meisterschaft
F1E und für die Mannschafts-wertungen wurde geändert. Die
Ansätze
für die Zu-schüsse an die Nationalmannschaften (diejenigen
des
Fachausschusses, hinzu kommen Beiträge von der Sportfachgruppe)
sind
immer vorläufig und stehen endgültig erst im Herbst fest,
wenn
die Teilnehmer-zahlen bekannt sind. Die F1E-Nationalmannschaft be-kommt
recht wenig Zuschuss, da sie nur über die DMM-Hang am Topf
beteiligt
ist und nicht durch Ein-zahlungen bei weiteren Ranglisten-Wettbewerben.
Unzufriedenheit
von mehreren
Seiten
mit der Gegen-leistung einzelner Vereine für die Startgelder wurde
zum Ausdruck gebracht. Zum Teil erhielt die Geschäft-stelle nicht
einmal eine Ergebnisliste. Die Grundgebühr gibt es vorab für
die Vereine, der Teilnehmeranteil wird erst nach dem Wettbewerb
ausbezahlt
und kann not-falls auch zurück gehalten werden.
Auf
der Sitzung 2001 des
Fachausschusses
waren der Vorsitzende und der Referent F1E beauftragt worden, F1E
wieder
in das gemeinsame System der Abrechnun-gen und Zuschüsse zu
integrieren.
Bernhard Schüßler erklärte, es solle im Wesentlichen
bleiben
wie bisher, allerdings werde der Grundbetrag für die DMM F1E von
150
EUR auf 50 EUR gekürzt zu Gunsten der Bundes-geschäftsstelle.
Ggf.
werden auch Mittel
für
die Jugendmodell-Arbeitsgruppe zur Verfügung gestellt.
F1E
WM/EM in Deutschland
Bernhard Schüßler
erklärte,
dass in Deutschland selbst das maximale Startgeld nicht ausreiche, um
solch
eine Veranstaltung zu decken, deshalb seien Sponsoren notwendig. Das
Gelände
sei aber das größte Problem, er sehe höchstens auf der
Schwäbischen Alb eine Mög-lichkeit. Werner Ackermann wies auf
die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung in der Rhön hin,
dies
sei in Hessen prinzipiell möglich durch Gleichstellung von Sport
und
Naturschutz. Alternative sei evt. im Norden Deutschlands ein niedriger
Hang.
Ehrungen
Die Vergabe der
Ikarus-Trophäe
für 2003 wurde fest-gelegt, Übergabe bei der Deutschen
Meisterschaft
in Manching.
Weiter wurden vier Namen für
eine Ehrung durch die CIAM festgelegt. CIAM-Ehrungen waren in den
letzten
Jahren ziemlich vernachlässigt worden.
Nächste
Tagung
Die nächste Sitzung des
Fachausschusses
Freiflug fin-det vom 15.-16.11.03 in Stadtallendorf statt.
Ergänzung:
Die neue
Klasse
F1P ist in der BeMod zu finden
unter
45-108:
Mindesttragfläche 26 dm2,
maximale
Spannweite 150 cm, Mindestgewicht 250 g, maximaler Hubraum 1 cm3,
Thermikbremse
und eine weitere Funktion sind erlaubt, Getriebe ist verboten, der
Sprit
ist frei, Motorlaufzeit maximal 10 sec, Flugzeit maximal 180 sec.