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Stand 05.03.2011

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Änderung bei den Weltcups für die deutsche Rangliste
Der italienische Weltcup-Wettbewerb in Capannori wurde vom 6./7. August auf den 20./21.August verschoben. Damit würden jetzt zwei Ranglisten-Wettbewerbe auf dem gleichen Termin liegen: Capannori und Ilbesheim.
Deshalb wird der Wettbewerb in Capannori von der Liste genommen und durch den Wettbewerb in Poitou 5.-7.August ersetzt. D.h. der Termin bleibt gleich, nur in Frankreich statt in Italien.


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Weltcup-Wettbewerbe für die Rangliste 2011 - update
Die Aktivensprecher und der FA-Vorsitzende haben die Weltcup-Wettbewerbe ausgewählt, die für die deutsche Rangliste 2011 gewertet werden können. Neben der Deutschen Meisterschaft und dem Ranglisten-Wettbewerb zählt der beste der hier aufgeführten Weltcup-Wettbewerbe für die Rangliste 2011. Jeder der drei Komponenten wird mit 100% (bezogen auf die Siegerzeit, ohne Stechen) gewertet. Eine  Anmeldung der gewählten/geflogenen Weltcup-Wettbewerbe beim  DAeC ist nicht mehr notwendig. Da es noch gewisse Unklarheiten mit manchen Weltcup-Wettbewerben gibt, ist die Liste bis zur CIAM-Vollversammlung vorläufig.

16.4.        Lucenec Cup, Tass, HUN
21.5.        Vsechov, Tschechien
28./29.5.   Puszta Cup, Tass, HUN
9.-10.7.     Cro Cup, Croatia (nur für F1C)
29./30.7.   Bosanski Petrovac B&H (nur für F1C)
6./7.8.       Capannori, ITA
19.8.         Ilbesheim, GER  (nur für F1AB)
21.8.         Ilbesheim, GER (nur für F1AB)
25.-28.8.    Zülpich, GER
3.-5.9.       Swedish Cup, SWE
4.9.           Nordic Cup, SWE
29./30.10.   Bern, SUI


Das Wichtigste von der Sitzung des Fachausschusses Freiflug 2010
Dieter Klink (SH) wurde von Fachausschuss einstimmig als Kandidat für das Amt des Vorsitzenden des  Gremiums nomiert. Die Wahl findet auf der Modellflugtagung am 27./28.11.2010 statt. Er löst damit Gerhard Wöbbeking nach über 10-jähriger Amtszeit ab (vorbehaltlich seiner Wahl).

An den Ranglisten in F1ABC und F1D und F1E ändert sich praktisch nichts für 2011.

Auf der DMM werden F1P und F1C gemeinsam gewertet.
In F1A-Jugend wird die Leinenbelastung beim Messen von 5 kg auf 2 kg reduziert.
In F1Q wird die Motorlaufzeit auf 15 sec festgelegt. Das Stechen folgt dem gleiche Muster wie in den anderen Klassen.

Bei der CIAM soll beantragt werden, bei F1Q Limiter einzuführen, um die eingesetzte Energie zu beschränken (wie in F5).

Die Nationalmannschaften stehen erst teilweise fest, Mannschaftsführer sind weitgehend geklärt.

Die Termine der nationalen Wettbewerbe konnten erst teilweise festgelegt werden - siehe unter Termine auf dieser Webseite.

Den ausführlichen Bericht von der Sitzung siehe hier.


Weltcup-Wettbewerbe für die Rangliste 2010 und DMM
Mehrere Wettbewerbe in Ungarn wurde auf den Sommer und Herbst verschoben, da die Puszta unter Wasser steht. Der Puszta-Cup (jetzt am 8.-10. Oktober) und der Jenö Vörös (jetzt am 18.9.) bleiben trotzdem in der Ranglisten-Wertung.
Neu:
Die beiden verschobenen Wettbewerb in der Puszta fallen endgültig aus. Deshalb wird ein weiterer Weltcup in die Liste für die Rangliste aufgenommen: der Krka Cup in Slowenien vom 15. bis 17. 10.2010


Offensichtlich hat sich in der Ausschreibung zur DMM 2010 ein Fehler in der Melde-E-mail-Adresse eingeschlichen.
Die richtige lautet "dmm_manching@arcor.de"

    

Neues von der CIAM-Tagung April 2010

Am 16. und 17. April tagte die Modellflugkommission CIAM der FAI in Lausanne mit Delegierten aus 34 Nationen; zusätzlich hatten 2 Nationen Delegierte ihrer Wahl mit Proxy-Stimmen ausgestattet. Die Tagesordnung umfasste rund 170 Vorschläge auf insgesamt 94 Seiten, über die am 2. Tag zu beschließen war. Am ersten Tag bereiten die Technical Meetings der einzelnen Unterausschüsse Empfehlungen vor, es gibt Berichte insbesondere von den Weltmeisterschaften und aus der Arbeit der Unterausschüsse, und Medaillen und Diplome werden verliehen. Auch die World Cup-Sieger werden gebührend gefeiert: Mit Richard Kornmeier (F2B) und Philipp Kolb (F3J) nahmen diesmal zwei deutsche Piloten Medaille und Urkunde aus der Hand des alten und neuen CIAM Präsident Bob Skinner entgegen. Außerdem gewannen Bernd Silz (F1B), Andreas Lindner (F1Q) und Martin Herrig (F3B) – also gingen fünf von insgesamt 22 Goldmedaillen an Deutschland. Die Wahlen für Präsidium und Vorstand waren - mit einer Ausnahme – schnell erledigt: Vorgeschlagene Gegenkandidaten lehnten die Nominierung ab; alle Ausschussvorsitzenden wie die Vizepräsidenten wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Freiflug F1: Deutschland hatte vorgeschlagen, eine zu komplexe Entwicklung der neuen Elektromodelle F1Q einzuschränken und Folder und Flapper (Klapp- bzw. Wölbflügel) zu verbieten. Beides wurde vom Technical Meeting fast einhellig unterstützt und vom Plenum beschlossen. Eine ebenfalls vorgeschlagene Relation zwischen Modell- und Batteriegewicht kam jedoch nicht gut an und wurde vom deutschen Delegierten zurückgezogen. Derzeitig gilt schlicht ein Höchstgewicht von 90 g für LiPo-Akkus; die Zukunft liegt im Limiter, der die entnommene Energie misst und begrenzt. - Aus Großbritannien war der Vorschlag gekommen, zusätzlich einfachere WM-Klassen einzuführen, die dank geringerer Flächenbelastung oder längerer Motorlaufzeit mit den derzeit sehr hoch entwickelten F1A, F1B und F1C mithalten können. Ein Beschluss wurde zurückgestellt; der bei der Diskussion anwesende Vorsitzende des Unterausschusses Education warnte allerdings, dass auch der F1-Unterausschuss in Kürze Einsteigerklassen wird definieren müssen.                                                                                                                                           (Gerhard Wöbbeking)

Die nächsten Welt- und Europameisterschaften, siehe TS-Terminkalender.
Ausführlicher Bericht in der Thermiksense 2/2010.


Weltcup-Wettbewerbe für die Rangliste 2010

Die Aktivensprecher haben die Weltcup-Wettbewerbe ausgewählt, die für die deutsche Rangliste 2010 gewertet werden können. Neben der Deutschen Meisterschaft und dem Ranglisten-Wochenende zählt der beste der hier aufgeführten Weltcup-Wettbewerbe für die Rangliste 2010. Jeder der drei Komponenten wird mit 100% (bezogen auf die Siegerzeit, ohne Stechen) gewertet. Eine  Anmeldung der gewählten/geflogenen Weltcup-Wettbewerbe beim  DAeC ist nicht mehr notwendig.

30.4. Baltic, LIT                
1./2.5. Estonian, LIT           
22.5. Sezimovo Usti, CZE
28.-30.5. Puszta, HUN        
3.7. Swedish, SWE               
4./5.7. Nordic, SWE              
10.7. Vörös Jenö, HUN        
6./7.8. Poitou, FRA               
7./8.8. Saltona, ROU        
26.-29.8. Zülpich, GER


48. Fachausschuss Freiflug, Stadtallendorf 7./8.11.2009

Hier die wichtigsten Ergebnisse. Die neuen Termin sind im Wettbewerbskalender unter Termine zu finden.

Ausscheidungsmodus F1A,B,C im Jahr 2010

Zu Beginn der Diskussionen wurde versucht, einen weiteren nationalen Wettbewerb für die Rangliste zu finden oder einen Weg, den Eifelpokal mit in die Wertung zu nehmen. Dann wurde versucht, ein Gelände und einen Veranstalter für einen zweiten Weltcup in Deutschland zu finden. Die DJM mit dem Hirschel-Pokal auf eine DJM mit Ranglisten-Wettbewerb auszudehnen, könnte nicht an einem Wochenende untergebracht werden und es gebe Betreuungsprobleme.

Die Umfrage der Aktivensprecher unter den Ranglisten-Teilnehmern hatte ergeben
Ranglisten-Vorschlag 1  4,5   (wie bisher)
Ranglisten-Vorschlag 2  16,83  (ähnlich wie bisher, aber flexibler)
Ranglisten-Vorschlag 3  12,66  (WC nicht in der Wertung, aber Pflichtpunkte)
Ranglisten-Vorschlag 4  3,66  (zweijährig mit Streichergebnis)
Ranglisten-Vorschlag 5  0,33  (zweijährig ohne Streichergebnis)
 
Ein zweijähriger Zyklus wurde abgelehnt: 11x nein, 1x Enthaltung, 2x ja
Letztlich blieben nur noch die beiden Anträge Rangliste 2 (mit WC in Wertung) und Rangliste 3 (WC nicht in der Wertung, aber WC-Punkte Voraussetzung für Teammitgliedschaft).
 
Antrag Rangliste 2: 10x ja, 4x nein.
Damit kommt das beste Weltcup-Ergebnis eines Sportlers aus der WC-Auswahlliste in die Wertung.
Die derzeitige Ranglisten-Regelung soll leicht verändert werden.
Die Sportler können frei aus der Auswahlliste der Weltcup-Wettbewerbe auswählen.
Eine Voranmeldung ist nicht mehr erforderlich.
Es wird der beste der Wettbewerbe der Auswahlliste gewertet für die Rangliste.
 
Ein Antrag sah vor, terminlich nach dem Ranglisten-Wochenende keinen Weltcup mehr in die Liste aufzunehmen. Da der Ranglisten-Wettbewerb 2010 evt. schon Mitte September ist und keine WC in der Nähe ausgeschlossen werden sollten, wurde der Antrag abgelehnt.
2x ja, 3x Enthaltung, 9x nein
 
Zur Wertung des Ranglisten-Wettbewerbs mit 200% trotz der nur 5 Durchgänge hatte es Diskussion gegeben. Außerdem wurden die 100% bei der DMM und der Rangliste auf die Maximalzeit bezogen, beim Weltcup auf die Siegerzeit.
Neuer Antrag: Jede der drei Komponenten (WC, DMM und Rangliste) geben je 100% bezogen auf die Siegerzeit.
14x ja
 
Weitere Änderungen
1. Außer der Thermikbremse darf es nur eine weitere Zeitschalter-Funktion geben.
2. Zeitschalter-Funktionen müssen irreversibel sein.
3. Flapper sind nicht gestattet.  

Neues von der CIAM 2009
Das Wichtigste von der CIAM-Tagung 2009:
- In F1A wird wieder die Regelung eingeführt, dass es keinen 20-sec-Fehlstart gibt, wenn der Flug durch die Thermikbremse beendet wurde.
- F1P ist jetzt eine offizielle Klasse, nicht mehr ein provisorische.
- F1R ist neu: Saalflug mit 35 cm Spannweite.
- Die meisten anderen Regeländerungen sind Anpassungen für verschiedene Klassen an den allgemeinen Standard.
- Antidoping jetzt auch im Code Sportif: http://www.fai.org/antidoping/programme
- WM F1ABC 2011: Embalse, Argentinien
- WM F1E 2011: Zlatibor, Serbien
- J-EM F1ABP 2011: Slovenien
- EM F1D 2011: Belgrad, Serbien


Ranglisten-Wettbewerbe 2009
Kein Pasewalk 2009:
Eben rief mich Andreas Lindner an, der sich intensiv darum bemüht hat, zwei Ranglistenwettbewerbe auf dem Segelflugplatz bei Pasewalk/Mecklenburg-Vorpommern möglich zu machen. Leider hatte ihm der dortige Segelflugverein geschrieben, dass sie uns 2009 kein passendes Wochenende anbieten könnten. Sie hätten schon mehreren Veranstaltungen zugesagt, weitere seien für sie nicht hinnehmbar. Es stünde uns aber frei, für 2010 erneut mit ihnen in Verbindung zu treten.
Gerhard Wöbbeking


Weltcup-Wettbewerbe:
Wie im Fachausschuss beschlossen haben wir die Termine für die Weltcups festgelegt, die von den Sportlern im Rahmen der Rangliste 2009 geflogen werden können.
 
22./ 23.5. Vsechov / Tschechien
29.- 31.5. Puszta Cup / Ungarn
3.- 5.7. Swedish Cup / Schweden
5.7. Nordic Cup of Denmark / Schweden
17./ 18.7. Vilima Kmocha / Kroatien
31.7.- 1.8. Poitou / Frankreich
8.8. Salonta Cup / Rumänien
27.- 30.8. Eifel Pokal / D
24.-25.10. Favli / Italien
31.10.- 1.11. Eurofly / Schweiz

Maximal zwei kann jeder Sportler auswählen, der bessere kommt in die Wertung. Die Anmeldumng muss spätestens vier Wochen vorher bei Thomas Weimer erfolgen. Details siehe unten im Bericht über die Tagung des FA-F1 und die Rahmenausschreibung, die kommen wird.



Modellflug-Tagung 2008

Klaus Böckmann wurde als Vorsitzender der Modellflug-Kommission bestätigt worden, Gegenkandidaten war Thomas Lutzeier (BY).
Neuer Stellvertreter ist Uwe Schönlebe (SN).
Neuer F3-Referent ist Hartmut Siegmann (BW).
Ein neuer F1-Referent wurde nicht gewählt, Gerhard Wöbbeking (HH) macht die Arbeit kommissarisch bis Anton Frieser (BY) im Herbst aus China zurückkommt.
Das Amt des Referenten Öffentlichkeitsarbeit ist vakant.
Einstimmig wurde der Antrag des Aktivensprechers Gutmar Rüb angenommen. Damit entfällt die Beschränkung für die  Aktivensprecher  F1A, F1B und  F1C im  Fachausschuss F1.

Freiflug-Fachausschuß 2008

Der Fachausschuß Freiflug tagte am 8./9.11.2008 in Stadtallendorf. Die wichtigsten Ergebnisse:

Gerhard Wöbbeking kandidiert auf der MFT Ende November nach 9 Jahren nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden des Fachausschußes Freiflug. Sein Nachfolger wird voraussichtlich Anton Frieser werden. Er kann das Amt aktiv jedoch erst gegen Ende 2009 antreten. Gerhard Wöbbeking wird mit ihm eine Übergangsregelung vereinbaren.

Da auch 2009 kein deutscher Weltcup-Wettbewerb für die EM/WM-Qualifikation (Ranglisten-Wettbewerbe) zur Verfügung steht, wird das Ergebnis eines europäischen Wettbewerbs in die Wertung mit aufgenommen. Die Sportler bekommen eine Liste von 10 Weltcup-Wettbewerben, aus denen sie 2 heraus suchen können. Spätestens 4 Wochen vor dem Wettbwerb melden sie ihre Teilnahme an. Das bessere der beiden Ergebnisse kommt in die Wertung. Auf Prozent-Basis wird die DMM, der reine Ranglisten-Wettbewerb und der Weltcup zusammen gezählt.

F1C und F1P werden auf nationalen Wettbewerben gemeinsam gewertet. Die Motorlaufzeit beträg für beide Klassen 5 sec.  Beschlossen mit 10 ja, 2 nein, 1 Enthaltung.

Auf der Deutschen Meisterschaft 2009 wird innerhalb von F1A versuchsweise F1A-Standard geflogen:
Bei F1A-Standard gelten alle Regeln wie für die Klasse F1A, mit folgenden Ausnahmen:
1. Es sind nur starre, offene Hochstarthaken zulässig.
2. Winkeldifferenzsteuerungen und damit das Bunten sind verboten.
3. Flapper sind nicht gestattet.

Totz der vielen Differenzen bei und nach der Austragung der F1E-Europameisterschaft in der Rhön wird die Sportfachgruppe die Austragung der F1E-Weltmeisterschaft in der Rhön nicht an die CIAM zurück geben. Zusätzliche Gelände stehen zur Verfügung, das Organisationsteam ist teilweise ein anderes als 2008.

Wettbewerbssaison 2009: Die Termine für das neue Jahr konnten nur teilweise festgelegt werden. Insbesondere gibt es noch kein Gelände für den reinen Ranglistenwettbewerb. Ziel ist, diesen Wettbewerb im Frühjahr zu veranstalten. In Lauchhammer kann 2009 kein Ranglistenwettbewerb geflogen werden. Alle Termine sind noch vorläufig.

Termine Ebene
Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaften 17.-19.7.  (Freitag ab 15 Uhr).
Deutsche Meisterschaften F1A,B,C/P und H,Q 14.-16.8.  in Manching (Freitag ab 15 Uhr)
Matthias-Hirschel-Pokal wird zusammen mit der DJM in Manching 17.-19.7. ausgeflogen
Deutscher Pokal-Wettbewerb „Kleine Klassen“ F1Ebene + Classics: Diese Wertung wird aus den Ergebnissen von zwei Wettbewerben ermittelt, ausgeflogen parallel zur Süddeutschen Meisterschaft (Termin noch offen) und der DMM.
Deutscher World Cup Ebene: Eifel-Pokal  28.-30.8., Zülpich

Termine Saal
3.-5.7. 2 Ranglisten-Wettbewerbe in Apolda
September: 1 Ranglisten-Wettbewerb in Oberkotzau
Diese drei Wettbewerbe zählen zusammen für die DMM in F1D.
Herbst: die DMM für die weiteren Saalklassen findet in Dillingen statt

Termine F1E
18./19.4. Oberkotzau Weltcup (1x D, 1x CH)– Konflikt mit evt. Rangliste Ebene – Ausweichen auf den 4./5.4. ist zu prüfen
25./26.4. Himmelberg
Herbst: DMM am Hesselberg, genauer Termin noch offen


CIAM-Tagung März 2008: Bob Skinner ist Nachfolger von Sandy Pimenoff
Gerhard Wöbbeking berichtet:
Je nachdem – Hoffnungen oder Befürchtungen wurden nicht bestätigt: Ich wurde Sonnabendabend als 2. Vizepräsident wieder gewählt (zuletzt 3. Vize).

Nach dem Rücktritt Sandy Pimenoffs gab es am 29. März die erste wirklich offene Entscheidung um den CIAM Spitzenposten seit 40 Jahren, und schon im ersten Wahlgang zeigte sich die Favoritenposition von Bob Skinner (Südafrika) mit 18 Stimmen vor mir (11) und Dave Brown USA (9). Dave fiel damit aus der Entscheidung, doch ich erhielt in der Stichwahl nur 2 der Stimmen für den Amerikaner; Bob gewann mit 25 Stimmen gegen meine 13.

Wahrscheinlich hätte ich jetzt die Wahl zum 1. Vizepräsidenten gewonnen, doch ich wollte nicht gegen Dave Brown antreten, der im Rollstuhl sitzt und – das ist zu befürchten - eh nicht mehr lange dabei sein kann. Er wurde im 2. Wahlgang als 1. Vizepräsident bestätigt. Gegen diverse neue Kandidaten – u.a. den Präsidenten der FFAM Bruno Delor - hatte ich dann bei der Wahl zum 2. Vize 22 Stimmen und damit die einzige absolute Majorität im ersten Wahlgang. Auch Andras Ree (Ungarn) setzte sich als 3. Vize gegen Delor durch, im 2. Wahlgang mit 21 gegen 17 Stimmen. Damit wird die CIAM zwar von einem neuen Präsidenten gesteuert, doch mit den gleichen Vizepräsidenten wie vor 2007.

Neu im erweiterten Bureau ist nur Bengtlof Samuelsson. Der Schwede gewann nach mehreren Wahlgängen den hoch begehrten Vorsitz des F2 Unterausschusses. Dr. Laird Jackson (USA) hatte diesen nach über 25 Jahren aufgegeben – er ist über 75. Sein  Favorit Bill Lee aus Texas bekam nur 2 Stimmen im ersten Wahlgang. Zuletzt kandidierte noch der Brite Peter Halman, Ehemann von Jo (Technical Secretary) gegen Samuelsson, und verlor mit 12 gegen 25 Stimmen.

Die Secretaries Massimo Semoli (Italien) und Jo Halman wurden bestätigt – das Gedränge, deren arbeitsintensiven Aufgaben zu übernehmen, hielt sich in Grenzen und alle können froh sein, dass die beiden weiter machen. Der Deutsche Hartmut Siegmann – seine bisherige Position als Assistant Secretary kann in Zukunft auch direkt vom Bureau besetzt werden – bat darum, sich auf die Aufgabe als Betreuer der CIAM Website konzentrieren zu können und kandidierte nicht wieder als Assistant.

38 Delegierte bei einem CIAM Plenary Meeting sind Rekord. - Über die weiteren Entscheidungen berichte ich im Laufe der Woche.
Gerhard Wöbbeking, http://www.woebbeking.de


Wann und wo Fliegen?
Arbeitstag des Fachausschusses Freiflug 2007 / bs
Den Sportkalender festzulegen war wieder einmal die schwierigste Aufgabe bei der Arbeitstagung des Fachausschusses Freiflug, der am 10./11. November 2007 in Stadtallendorf getagt hatte. Da Gerhard Wöbbeking den Salzland Weltcup-Wettbewerb nicht mehr organisieren wollte und sich kein anderer Veranstalter fand, fehlte plötzlich der Weltcup-Wettbewerb für die WM-Qualifikation. Andererseits wollte Ansgar Nüttgens in Ilbesheim eine Weltcup F1AB zusammen mit der Deutschen Jugendmeisterschaft austragen. Durch Telefonate während der Tagung gewann man den Optimismus, in Ilbesheim den Weltcup auch für die WM-Qualifikation nutzen zu können. F1C sollte dafür bei der Süddeutschen in Manching fliegen.

Doch nach der Sitzung kam alles anders. Kein Weltcup und keine WM-Qualifikation in Ilbesheim und der Termin der Junioren-WM wurde von der CIAM verschoben. So änderte sich der beschlossene Sportkalender noch deutlich. Siehe unter „Nationale Termine“ in diesem Heft der THERMIKSENSE.
Zunächst zogen die Organisatoren Ansgar Nüttgens und Martin Meyer die vorläufige Zusage für den Wett-bewerb in Ilbesheim zurück. Per Umfrage versuchte Gerhard Wöbbeking die Saison neu zu organisieren:
„In Absprache mit Günter Müssig schlage ich einen Termin für die 7 Durchgänge Rangliste vor, die mit dem Salzland Cup abhanden kamen. Er stammt ursprünglich von Thomas Weimer gemeinsam mit Michael Jäckel und besagt, dass parallel zur DJMM die 7 Durchgänge in Manching geflogen werden, vom 25. bis 27. Juli.“

Mit unterschiedlichen Begründungen wurde dieser Vorschlag von Vielen abgelehnt. Darauf hin machte Gerhard Wöbbeking einen neuen Vorschlag:
„Da sich 2008 die fehlende Wertung aus einem deut-schen World Cup für eine Qualifizierung fürs F1A,B,C Nationalteam nicht ersetzen lässt, werden die zwei Ranglistenwettbewerbe vom 3. bis 5. Oktober in Lauchhammer mit jeweils sieben (7) statt wie bislang mit fünf (5) Durchgängen geflogen. Es zählt außerdem für die Qualifikation das Ergebnis der DMM, bei Gleichstand das Ergebnis des DMM-Stechens. Begründung: Ein Konsens für einen World Cup-Ersatz-Wettbewerb zeitgleich mit der DJMM war nicht zu erreichen. Für weitere Termine fehlen Veranstalter.“

Das Ergebnis der zweiten Abstimmung teilte Gerhard Wöbbeking dann mit:
Das Ergebnis unserer Umfrage vom 28. November ergab einstimmige Zustimmung (12 Ja) zu dem Vor-schlag, auf einen Ausscheidungs-Wettbewerb als Ersatz für den 2. Deutschen World Cup zu verzichten und stattdessen die jetzt 2. + 3. Qualifikationswettbewerbe vom 3. bis 5. Oktober mit je 7 Durchgängen zu fliegen.

Nachdem dies alles ausgestanden war, verschob der Aeroclub der Ukraine den Termin der Junioren-WM, sodass weitere Änderungen im nationalen Sportkalender erforderlich waren.


Junioren-EM F1ABP 2007

Hiermit melde ich das Junioren-Team aus Serbien wieder zurück. Wir haben eine insgesamt erfolgreiche und intensive Zeit hinter uns. 7 Jugendliche, welche hervorragend zusammen gewirkt haben und einer Supportermannschaft, welche mit einem unermüdlichen Einsatz das Rückholen der Modelle und das unabdingbare "Wedeln" organisiert haben waren ein geschlossenes Team. Trotz einiger widriger Umstände und Misserfolgen blieb die Motivation bis zum Schluß immer mehr gesteigert.
Die Belohnung:
3. Platz Einzelwertung F1A: Willi Herwig
3. Platz Einzelwertung F1B: Christian Fux
3. Platz Mannschaftswertung F1A: Willi Herwig, Philipp Kuttler, Johannes Seren

Wie knapp wir an noch mehr Erfolgen vorbeigeseget sind, machen 2 Zahlen deutlich
- 1 Sekunde fehlte Willi zum 3. Stechen, statt 420 Sekunden Maximalflugzeit erreichte er unter achtsamen Blicken der Zeitnehmer nur 419 Sekunden - schade, aber nicht zu ändern.
 - 40 Sekunden fehlten dem F1B-Team mit Christian Fux und den Brüdern Philipp und Daniel Seifert für einen 3. Platz in der Mannschaftswertung!

Der fehlende Erfolg in F1P ist kaum erklärbar. Bei den Trainingsflügen zeigten Christian Fux und Johannes Seren mit ihren hervorragend eingestellten Modellen das mögliche Leistungspotential - kerzengerade Steigflüge und gute Übergänge. Am Wettbewerbstag bei hervorragendem Wetter (geringe Luftbewegungen) ging es gleich beim ersten Durchgang schief: Christian verwirft und Johannes Modell bricht in großer Höhe aus. Matthias behält die Nerven und hat mit nur 63 Sekunden Verlust in den 7 Durchgängen den 9. Platz und damit die beste deutsche Zeit erreicht. Beeindruckend: Wie toll sich diese Mannschaft gegenseitig aufmunterte und tröstete.

Der F1B-Tag war mit hoher Spannung erwartet: Unser "Küken" Daniel bei seinem ersten Einsatz und zum Teil aussergewöhnlichen Würfen ließ Potential für die nächsten Einsätze deutlich erahnen. Pech bei Philipp, bei dem in einem Durchgang ein klassischer Bilderbuch-Bart eben keiner war: 120 Sekunden - zwar 30 mehr als bei allen anderen gleichzeitig startenden Teilnehmern - waren das deutliche Ergebnis. Aber wir haben unseren Christian ins Stechen gewedelt!

Der F1A-Tag hatte die herausfordenste Wetterkonstellation: von sehr bockig windig am Morgen bis zur absoluten Windstille bei bedecktem Himmel am frühen Nachmittag war alles möglich. Beeindruckend war hier die absolute Beherrschung der Modelle unserer Jungs bei diesen wechselnden Windsituationen und die Schlepptaktik. Johannes als Erststarter im 1. Durchgang verlor zu früh die Nerven, als er in einem nicht ganz optimalen Augenblick einen hervorragenden Bunt machte - leider reichte es nicht zur Maximalzeit. Unbeeindruckt von diesem Frust hielten alle bis zum Schluß durch, nur der letzte Durchgang war dann bei Johannes und Philipp nach einem Modellwechsel (absolut ruhige Luft) aus technischen Gründen nicht erfolgreich. Willi als letzter Starter behielt die Nerven und war damit mit 9 anderen Teilnehmern im Stechen!

Unterbringung und Organisation war ausreichend gut - es ist schon von sehr großem Vorteil, wenn die Mannschaften und die Organsiation in einem Hotel untergebracht sind. Neben der automatisch dabei erfolgenden Völkerverständigung sind auch Änderungen schnell kommunizierbar. Das Gelände: Ein Traum von der Ausdehnung und der "Belaufbarkeit". Einzig der ab und zu vorhandene Regen konnte die vorgesehenen Wege zu glitschigen Schlammstrecken verändern, die Wege wurde daher mit der Zeit immer breiter. Zusammengefasst: Es war super, Potential zu noch mehr ist bei diesen Teilnehmern ist in Zunkunft eindeutig vorhanden, ach ja - und der Bart des Mannschaftsführes (Versprechen für mindestens einen Podiums-Platz) ist ab: Die "Bartabschneider" waren das gesamte deutsche Team und weitere Mannschaftsführer :-)
Paul Seren

Der F1A-Tag bei der WM 2007 in Odessa

Ein Bericht über einen Wettkampf von Dienstag morgens bis Freitag abends und einige Umstände drum herum von Thomas Weimer

Mein Mannschaftskamerad Uwe Rusch hat seine Eindrücke ja schon im letzten Heft (2/2007) der Thermiksense beschrieben. Dort sind auch die kompletten Ergebnisse zu finden und der F1C-Bericht. von Michael Sondhauß. Hier nun mein Bericht, in den auch die Zuarbeit von Ansgar Nüttgens eingeflossen ist.

Das F1A-Team hatte eine gemeinsame Anreise am Donnerstag geplant, wollten wir doch noch zusammen trainieren, am Weltcup teilnehmen und hatten einen gemeinsamen Mietwagen. Ich bin mit Uwe von Berlin nach Budapest geflogen. Glücklicherweise gab es keine Probleme mit unserem Übergepäck und auch die teilweise heftigen Turbulenzen über dem Erzgebirge habe ich so leidlich überstanden. Ab Budapest sollte es dann mit Ansgar zusammen weiter nach Odessa gehen, aber wir warteten vergeblich. Später erfuhren wir, dass in Frankfurt über 150 Flüge wegen eines Unwetters ausfallen mussten. So haben dann Uwe und ich am Freitag früh unsere ersten Trainingsflüge allein absolviert und dabei bereits unseren ständigen Begleiter, den Wind, sowie das Gelände kennen gelernt. Als es uns zu windig wurde sind wir wieder zum Hotel gefahren und konnten dort am Abend auch Ansgar begrüßen.

Am nächsten Tag haben wir den Weltcup mitgeflogen, hauptsächlich um uns an die Gegebenheiten unter Wettkampfbedingungen zu gewöhnen. Der Wind war schon morgens wieder präsent und nahm im Tagesverlauf weiter zu, aber es war ganz gut fliegbar und wie sich noch herausstellen sollte, wettermäßig noch einer der besseren Tage. Uwe erreichte das Stechen, bei dem ihm dann leider der Haken aufging als er durch das unwegsame Gelände rannte, um die Luft zu prüfen, in der einige Konkurrenten flogen. Ich selbst habe neben den 4 Max im 4. DG in guter Luft einen furchtbaren Start gemacht, sodass das Modell trotz aller Mühe nur 51 s flog. Bei der WM habe ich dann aber mit mehr Konzentration diesen Fehler (Modell zu früh von der Leine mit anschließendem Fast-Looping) vermieden. Ansgar (noch ohne Training in Odessa) flog im 2. und 5. DG nicht ganz voll, war aber mit dem Trainingseffekt wohl ziemlich zufrieden.

Am Sonntag wollten wir dann schon sehr früh zum Training ausrücken. Da sich aber um 4.30 Uhr schon die Bäume bogen, haben wir darauf verzichtet und sind wegen des starken Windes auch den ganzen Tag nicht mehr zum Fliegen gekommen. Die letzte Trainingsmöglichkeit bot sich also Montag früh, aber um 10.00 Uhr mussten wir zur Modellabnahme zurück sein. Deshalb ging es mit dem ersten Tageslicht hinaus und obwohl es wieder recht windig war probierten wir nochmals unsere Modelle. Bei Uwe und mir gab es keine Probleme. Ansgar jedoch hatte mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Bei einem Modell brach bei der Landung ein Ohr an und bei einem anderen kam 2-mal die Bremse nicht. Beim ersten Mal war Ansgar sehr lange zum Rückholen weg, was viel wertvolle Trainingzeit kostete. Das 2. Mal passierte kurz bevor wir zur Modellabnahme mussten. Der Flieger flog über 10 min (bei Wind). Also schnell alles ins Auto und zu dritt Richtung Schwarzes Meer um das Modell zu suchen. Dank Peilsender fanden wir es auch recht schnell nicht weit vor dem Wasser. Allerdings hatten es einige Soldaten kurz vor uns aus einem Baum geborgen und dabei ziemlich beschädigt. Dann ging es mit Tempo, ungeduscht und immer noch ohne Frühstück zur Modellabnahme.

Und da stellte sich, mir zumindest, nun endgültig die Frage, die mich schon einige (windige) Tage beschäftigte: Welche 4 Modelle soll ich anmelden?
Normalerweise fliege ich 2 kurze (2,13 m), 1 mittleres (2,33 m) und ein langes (2,52 m) Modell. Die Vorhersage für den Dienstag kündigte aber 14 m/s Wind an und da muss man erst mal über 7 Durchgänge kommen. Andererseits besteht ja die Möglichkeit ins Stechen zu kommen und das könnte ja irgendwann bei ruhigerem Wetter stattfinden, und dann ohne langes Modell? Also meldete ich natürlich meine beiden kampferprobten kleinen Flieger an, dann das extra lange Modell, aber statt des mittelgroßen zur Sicherheit doch mein altes kleines Modell, was das letzte ist, das ich noch mit mechanischem Timer habe. Die nächsten Stunden verbrachten wir mit Reparaturen, Modellvorbereitungen und Ruhe, bevor dann am Nachmittag die Eröffnung stattfand. Am Abend flaute der Wind etwas ab und da es bei Ansgars Modellen noch einige Fragezeichen gab, fuhren wir nochmals auf das Gelände. Zu dritt beschäftigten wir uns bis zum letzten Lichtstrahl mit seinen 3 wichtigsten Fliegern und am Ende haben die dann auch prima funktioniert. Mit dem guten Gefühl, bestmöglich vorbereitet zu sein und eine starke Mannschaft zu haben, ging es dann ins Bett. Allerdings war da auch noch die schlechte Wettervorhersage!

Am nächsten Morgen traute ich meinen Augen nicht. Um 4.30 Uhr bogen sich keine Bäume, nicht einmal Zweige, auch die Blätter wackelten nicht. Sollten wir etwa Glück haben? Als wir gegen 6.00 Uhr dann mit den Probestarts anfingen war es immer noch ruhig, nur eine leichte Drift, aber schon gute Thermik. Jedoch pünktlich zum Wettbewerbsbeginn um 7.00 Uhr wurden der Wind dann doch etwas stärker und die Thermik schwieriger. Unsere Startreihenfolge lautete: Thomas, Ansgar, Uwe. Also zog ich sofort mit Durchgangsbeginn mein kleines Thermikmodell hoch und suchte mir einen Platz hinter der Startlinie. Die Plätze dort waren aber erwartungsgemäß sehr begehrt und schnell von namhaften Piloten besetzt. Mit einem kleinen Umweg durch den noch nicht abgeernteten Teil des Getreidefeldes erkämpfte ich mir aber meine Wunschposition und lauerte. Schließlich wollte ich die WM für unser Team unbedingt mit einem sicheren Max beginnen, was wegen der einsetzenden Strömung und der geforderten 210 s nicht einfach werden würde. Außerdem flogen wir über die Senke, welche bei zu geringer Flughöhe die Modelle oft nach unten zog. Nach einigen Minuten entschloss ich mich in einen Pulk anderer Segler hineinzustarten, welche ausreichend gute Luft anzeigten. Der Start war prima und das Modell flog toll, auch wenn es gegen Ende Höhe abbaute. Die Senke zeigte doch ihre Tücken.

Wir besprachen das kurz im Team und Ansgar und Uwe entschieden, vor das Startfeld zu gehen und selbst nach Thermik zu suchen. Unsere Beobachtung zeigte, dass an der Abrisskante der parkenden Autos einige Modelle gut weggestiegen waren. So flogen dann beide im 1. und 2. DG auch sicher voll, auch mein Modell erreichte ein sicheres Max, wobei ich aber wieder hinter dem Starterfeld abstaubte. Im 3. Durchgang zogen wir dann in den hinteren Bereich der Startlinie, welche schräg zum Wind aufgebaut war, weil der gemähte Teil des Feldes zu schmal für die korrekte Ausrichtung war. Dadurch hatten wir nun die meisten Starter im Vorfeld.  Allerdings begann auch der Wind immer stärker aufzufrischen, was Uwe ja schon beschrieben hat. Sehr viele Teilnehmer trauten sich nun wohl keinen Kreisschlepp mehr und flogen nur noch hoch und raus. Ich stellte mich wieder hinter die Startstelle, kreiste und prüfte die Luft, die andere Modelle anzeigten. Die waren aber mit hoch und raus gestartet und zeigten nichts Brauchbares an. Auch die anderen, die mit mir hinten kreisten, gingen nicht mit. Es zeigte sich, dass das Abstauben immer schwieriger werden würde. Nach einiger Zeit hatte ich guten Zug an der Leine, machte noch einen Kontrollkreis, welcher die Thermik bestätigte und startete dann allein nach einem weiteren Kreis. Da war es dann aber auch fast schon wieder zu spät. Aber das Modell flog der Thermik gut hinterher, zentrierte mal mehr mal weniger und sicherte die Volle. Claus-Peter Wächtler riet mir zum Modellwechsel, weil er meinte, dass das Modell in dieser Thermik nicht gut fliegen würde. Ich jedoch vertraute meinem Liebling und auch CPW lernte das Modell beim Rückholen in den letzten Durchgängen noch besser kennen.

Ansgar entschied sich wegen des auffrischenden Windes für einen Modellwechsel, weil der andere Flieger ein besseres Handling versprach. Am Abend hatte er die Gegenkurve verändert, das am Morgen in der ruhigeren Luft bei den Probestarts jedoch wieder zurückgenommen. Da es nun aber wieder windiger war, änderte er das erneut. Er fand selbst wieder gute Luft, zog jedoch etwas früh an, die Ausklinkkurve passte nicht so ganz und der Start geriet zu sehr zur falschen Seite. Inzwischen waren viele Blasen aber eng und obwohl das Modell sichtbar versuchte noch an die gute Luft heranzufliegen reichte es über der Senke nur für 136 s. Auch Uwe flog in der 3. Runde nur 140 s, wie, das hat er bereits beschrieben.
Trotz der verlorenen Sekunden waren wir weiter voll motiviert, für ein gutes Mannschaftsergebnis zu kämpfen. Wir hatten natürlich auch mitbekommen, dass es anderen bei den schwierigen Bedingungen nicht besser ging. Im 4. DG bezog ich mit dem Flieger an der Leine umgehend wieder meinen Platz hinter dem Startfeld.  Zusammen mit den immer gleichen Leuten (Holmbom, Makarov, Kulmakko, Yablonovsky, Carter…) kämpften wir um die Positionen und lauerten auf gute Luft, die hoffentlich jemand weiter vorn anzeigen würde.

Teilweise war ich selbst erstaunt, wie gut sich mein Modell dabei beherrschen ließ. Trotz des starken Windes hatte ich kaum Probleme eng zu kreisen, auszuweichen oder irgendwo hinzulaufen, um die Luft zu prüfen. Allerdings klappte das mit dem Abstauben wieder nicht so richtig und ich entschloss mich nach einiger Zeit wieder allein zu gehen, nachdem ich Aufwind spürte. Der Start war wieder gut. Aber das Modell stand ziemlich lange gegen den Wind bis es endlich einkreiste, nachdem ich es vor Angst mehrmals laut angebrüllt habe (peinlich, hat aber geholfen). Ein sicheres Max folgte. Ansgar und Uwe waren wegen des Windes und ihrer Fehlsekunden etwas verunsichert. Deshalb warteten sie mit ausgelegter Leine auf gute Momente, schleppten nur kurz und flogen so sicher voll. Nun folgte der 5. DG, die Windstärke lag nun regelmäßig jenseits der 10 m/s und die Thermik war entsprechend eng und ruppig. Zum ersten Mal zog ich nicht sofort mit dem Signal des Durchgangbeginns hoch, sondern wartete auf einen etwas ruhigen Moment. Dann stellte ich mich wieder nach hinten, sah nach kurzer Zeit das Modell von Ivo Kreetz in erreichbarer Entfernung in guter Luft und rannte dorthin. Ich merkte die Thermik dann selbst und wusste, dass ich nicht lange zögern durfte. Also noch einmal mitkreisen und dann raus. Dabei ließ ich das Modell etwas früh von der Leine und der Drücker gelang nicht so gut. Da aber die Luft sehr gut war stieg das Modell sofort und bremste auch sehr hoch. Während des Bremsfluges und voller Freude über mein 5. Max hörte ich dann die Durchsage, dass der Durchgang unterbrochen ist und alle Modelle herunter sollten. Ringsherum ließ man die Flieger einlanden, nur Per Findal zog sein Modell an der Leine nach unten bis er es mit der Hand greifen konnte (bei dem Wind).

Es stellte sich heraus, dass sich der Landwirt bei der Wettbewerbsleitung beschwert hatte, weil der bekannte Vater eines bekannten F1B-Fliegers aus Serbien beim Rückholen mit dem Auto mitten durch das erntereife Getreide gefahren war. Es dauerte einige Zeit und Teammanager- und Jurysitzungen bis entschieden wurde, den Wettbewerb abzubrechen, wohl wegen des Bauern und des stürmischen Windes. Leider gingen mir und einigen anderen damit die schon erflogenen Wertungen der 5. Runde verloren. Andererseits stellte sich die Hoffnung ein, die letzten Starts am Donnerstag bei besserem Wetter machen zu können. Nun konnten wir also schon am frühen Nachmittag zurück zum Hotel. Es war Zeit um den müden, kaputten Knochen etwas Ruhe zu gönnen. Alle hatten wir unsere Problemchen. Mein eigentlich gesundes Knie schmerzte plötzlich nach dem Aussteigen aus dem Auto, Ansgar hatte einige wunde Stellen und auch Uwes Beine zwickten und zwackten. Aber ein Strandbesuch sowie Massagen im Wellnessbereich des Hotels halfen weiter. Mein Knie entpuppte sich in den nächsten Tagen übrigens als echtes F1A-Knie. Immer wenn ich für F1BC laufen durfte schmerzte es, wenn ich selbst fliegen musste, war es ok.

Am Mittwoch folgte der F1B-Wettbewerb und am Donnerstag um 6.00 Uhr das 2. Stechen für F1B. Um 7.00 Uhr sollte F1A fortgesetzt werden. Der Wind war ganz erträglich und die Probestarts zeigten ruhige, sichere Thermikflüge. Leider kam der Wind aus einer ungünstigen Richtung und so beschloss die Jury die Startstelle auf das andere Gelände zu verlegen. Nach dem Umzug dorthin ging es dann endlich los, inzwischen natürlich wieder mit kräftigem Wind. Ich startete wieder am Anfang und klinkte mein Modell in die erste Thermikblase, die durch andere Modelle angezeigt wurde. Ansgar suchte sich etwas abseits allein gute Luft und flog so wie Uwe kurz nach ihm sicher voll.

Im 6. Durchgang schleppte ich wieder mit ein paar anderen zusammen hinter der Startlinie, prüfte einige von Modellen angezeigte Momente, hielt aber alle für unsicher und startete nicht. Etwas später sah ich weit rechts vorne ein Modell in sehr guter Höhe. Obwohl der Weg dahin weit war, entschloss ich mich, dahin zu laufen und mein Glück zu probieren. Ich rannte so schnell ich konnte dahin, mein Modell folgte tadellos. Obwohl ich dabei andere schleppende Piloten umlaufen musste, von denen einige auch Warnrufe in meine Richtung ausstießen, ging es quer über das unwegsame Gelände und am Ende noch durch einen Graben und über einen Wall. Angekommen sah ich das andere Modell genau über mir, spürte die Thermik und klinkte im nächsten Kreis aus. Dann ließ ich mich auf den Rücken fallen und versuchte allmählich wieder zu Atem zu kommen. Dabei konnte ich aber noch meinem Modell nachschauen, wie es in kurzer Zeit eine gewaltige Höhe erklomm. Ansgar machte es in dieser Runde noch einmal spannend. Er schleppte hinter den Startstellen als von vorn ein Modell kam, das mit Leine in offensichtlich guter Luft wegstieg. Er positionierte sich und klinkte aus, leider etwas zur falschen Seite. Aber das Modell flog gut und aus der Zitterpartie wurde doch ein Max. Uwe flog sicher voll. Wir mutmaßten, dass wir in der Mannschaftswertung recht gut liegen müssten und schworen uns noch mal auf den letzten Durchgang ein.

Ich schleppte gleich wieder zwischen einigen anderen hinter der Startlinie und da ich nun ganz sicher ins Stechen wollte, war ich eigentlich fest entschlossen nur mit anderen zusammen in wirklich sichere Luft zu starten. Aber es kam anders. Nach wenigen Minuten spürte ich plötzlich einen starken Leinenzug und beim Kreisen wollte das Modell so stark nach oben, das ich mich entschied, allein auszuklinken. Im nächsten Kreis zur Vorbereitung des Starts konnte ich das Modell kaum bändigen. Aber der Start gelang und das Modell gewann schnell eine gigantische Höhe und landete entsprechend weit. Die anderen, die mit mir geschleppt haben, schauten nur erstaunt hinterher. Glücklich darüber, bei solch schwierigen Bedingungen das Stechen erreicht zu haben, unterstützte ich nun gleich wieder Ansgar und Uwe, in der Hoffnung, dass mein/unser guter Wettkampf noch mit einer Mannschaftsmedaille gekrönt würde. Ansgar flog nach kurzen Schlepp problemlos voll und belegte in der Endabrechnung Platz 25.

Was dann leider Uwe passiert ist, hat er bereits selbst beschrieben. So mischte sich in die Freude über meine Stechteilnahme doch die Enttäuschung über die verpasste Medaille, die sogar golden hätte sein können. Aber es gab natürlich keine Vorwürfe. Jeder von uns kennt den Freiflug und auch solche Momente gehören dazu. Wir waren ein echt tolles Team, das prima gekämpft und sich nach Kräften unterstützt hat. Und an dieser Stelle muss auch der Rest der Mannschaft ausdrücklich gelobt werden. Ohne die hervorragende Rückholarbeit hätten wir viel schlechter ausgesehen. Unsere Modelle waren oft sehr knapp, aber immer pünktlich zurück, was bei dem Wind und den teilweise großen Bremshöhen wirklich bemerkenswert ist. Ich war echt glücklich, alle 7 Durchgänge mit meinem besten Modell fliegen zu können.

Auch in anderen Teams gab es Enttäuschungen. Besonders getroffen hat mich, dass Ivo in der letzten Runde noch das Stechen verpasst hat. Wir haben uns während des Wettbewerbs immer wieder ausgetauscht und gegenseitig motiviert. Er musste nach einer Leinenkollision und der daraus folgenden Modellbeschädigung den Flieger wechseln und verpasste dann das Max. Obwohl wir natürlich Konkurrenten sind, hat das auch mir wehgetan.  Aber ich hatte mein Hauptziel erreicht, war nun mit 18 anderen im Stechen und hatte noch alle Modelle unbeschädigt in der Kiste.
Das Stechen sollte am Abend um 19.00 Uhr stattfinden. Am Nachmittag ging jedoch ein schweres Unwetter nieder, das Bäume abknickte, den Zeltplatz mit Sturm und tischtennisballgroßen Hagelkörnern  verwüstete und auch den Platz unter Wasser setzte.So wurde das Stechen auf Freitag früh vor den F1C-Wettbewerb verschoben. Aber um 6.00 Uhr war es schon wieder viel zu windig und es wurde erneut abgesagt.
 
Es konnte dann aber am Freitag doch noch durchgeführt werden, am Abend zwischen den ersten beiden Stechen in F1C. Und tatsächlich wurde es auch ruhiger. Wind, aber auch Thermik nahmen deutlich ab. Die ersten Probestarts machte ich noch mit den kleinen Modellen, baute dann aber sehr schnell den ganz großen Flieger zusammen. Da das Stechen nicht am eigentlichen Wettbewerbstag stattfand war es auf 10 min Flugzeit angesetzt. Es war aber eigentlich klar, dass es fast keine Thermik mehr geben würde und ein Modell mit guter Gleitleistung nötig war. Zu Stechbeginn war es dann auch abgeschirmt und es gab noch eine leichte Strömung. Ich wartete etwas mit dem Hochziehen um Kollisionen zu vermeiden. Dann schleppte ich wie eigentlich alle anderen vor der Startstelle und sah dann neben mir jemanden, der offensichtlich gute Luft hatte, diese kontrollierte und dann auch startete. Auch mein Modell hielt sich gut und ich entschied ebenfalls auszuklinken, auch weil ich mit immer kälter werdender Luft rechnete. Der Start war nicht ganz perfekt. Ich zog so sehr ich konnte und beim Loslassen hat irgendetwas am Modell kurz vibriert. Das hatte ich vorher noch nie, aber dadurch ging etwas Speed verloren und das Modell machte einen kleinen Abtaucher, beruhigte sich aber sofort. Der Flug war gut, jedoch stellte sich die Luft als doch nicht so toll heraus. Am Ende wurde ich mit 260 s 14., ganz ok aber unter die ersten 10 wäre ich schon gern gekommen. Von den anderen Piloten habe ich nicht viel mitbekommen. Nach dem Ende habe ich aber gehört, dass Ivan und Rudi gleich nach Beginn gestartet sind als ich sicherheitshalber noch etwas gewartet habe. Per hat dagegen erst kurz vor Ende der Arbeitszeit weit vorn als letzter ausgeklinkt.

Am nächsten Morgen konnten wir dann endlich mal etwas länger schlafen. Wir haben unsere Sachen gepackt und sonst gefaulenzt. Abends war dann am anderen Ende von Odessa die Abschlussveranstaltung. Wir haben gut gegessen, viel Wodka getrunken, und durften bei der Siegerehrung für den 3. Platz in der Nationenwertung auch auf die Bühne. Mit dem Rückflug am Sonntag gingen dann 1 1/2 wirklich erlebnisreiche und anstrengende Wochen zu Ende, in denen wir aber auch viel Spaß hatten und etliche internationale Freundschaften vertiefen konnten.



CIAM-Büromeeting und Anträge für die Vollversammlung
Abweichend vom normalen Tagungsort in der Zentrale der FAI in Lausanne fand im Dezember das CIAM-Bürotreffen in Munice, Indiana, USA bei der AMA, der US-amerikanischen Modellflug-Organisation statt. Es sollte ein Ausgleich dafür sein, dass über viele Jahre die Delegierten in die Schweiz reisen mussten. Die AMA-Zentrale beschäftigt über 50 Personen, hat ein großes Modellflug-Museum, eine Bücherei und einen Bauplan-Service. Es gibt dort Fluggelände für RC-Flug, Fesselflug und Freiflug.

Anträge an die CIAM-Hauptversammlung im März
* Russland schlägt vor, das Verbot von geschlossenen Regelkreisen im Freiflug zu steichen. Zur Begründung wird angegeben, dass der Einsatz von aktiven Sensoren und geschlossenen Regelkreisen nicht im Widerspruch zum  Geist des Freiflugs stehe. Ausserdem sei das Verbot bei den moderen elektronischen Zeitschaltern in den Modellen praktisch nicht mehr überprüfbar. Die Antragsteller erhoffen sich durch diese Änderung neue Interessenten Freiflug und weisen darauf hin, dass ein solche Flugkontrollsystem keine 100% Garantie auf einen Sieg darstelle.
* Russland schlägt weiter vor, die Leinenlänge in F1A auf 40 m zu kürzen, in F1B das Gummigewicht auf 25 g zu reduzieren und in F1C die Motorlaufzeit auf 4 sec zu verringern.
* Deutschland schlägt vor, für F1H nicht mehr 220 g Mindestgewicht vorzuschreiben, sondern 12 g/dm2, da es viele einfache F1H-Modelle gebe, die kleiner als 18 dm2 sind und durch die heute Regelung im Nachteil sind.
* Der Freiflug-Unterausschuss hat beantragt, die Motorlaufzeit in F1J von 7 sec auf 5 sec zu reduzieren.
* Der Freiflug-Unterausschuss hat beantragt, die Motorlaufzeit in F1P von 10 sec auf 7 sec zu reduzieren.
* Deutschland hat beantragt, zur Leistungsbegrenzung in F1P einen Mindest-Propellerdurchmesser von 180 mm zu verlangen.
* Deutschland hat beantragt, auf Weltcupwettbewerben F1P und F1C gemeinsam zu fliegen.

Weitere Anträge des Freiflug-Unterausschusses

* Auch in F1Q RC-Thermikbremse zu erlauben.
* Die maximale Flugzeit an die Wetterbedingungen anzu-passen (also nicht nur zu kürzen, sondern auch zu er-höhen).
* Die Reihenfolge der Klassen frei zu geben, also nicht mehr A, B, C.
* Die Schrittweite beim Startstellenwechsel von Durchgang zu Durchgang kann so angepasst werden, dass jede Mannschaft die komplette Linie durchmisst.
* Während der Durchgänge sollen Probestarts vor der Startline und in der Nähe der Startlinie verboten wer-den.
* In F1E soll die Startlinie als gerade Linie gegen den Wind vorgeschrieben werden. Starts sind nur auf der Talseite der Linie zulässig.
* Die FAI-Aufkleber auf Freiflug-Modellen sollen nicht mehr notwendig sei
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Modellflugsportler 2006
Zwei Freiflieger sind unter den drei Modellfliegern, die vom DAeC zu den Modellflugsportler des Jahres 2006 gewählt wurden. Auf Platz eins mit 11 Stimmen kam Lutz Schramm (F1D, Weltrekordhalter, 3.Platz WM 2006, Deutscher Meister) mit 11 Stimmen vor Bernd Silz (F1B, 3.Platz EM 2006, Weltcup Führender, Deutscher Meister) und Guntmar Rüb (F5B, Vizeweltmeister, Mannschaftsweltmeister, Deutscher Meister) , beide mit 10 Stimmen. Die Sportler werden zusammen mit den Siegern  in  den anderen Luftsportarten auf der DAeC-Hauptversammlung geehrt. Sie werden dort auch ihre Sportarten präsentieren.

Anfänger F1A in FMT

Das Anfänger-F1A-Modell FA13 von Frank Adametz, das ähnlich in der Thermiksense 1/2001 beschrieben wurde, erscheint jetzt im Heft 8/2006 von FMT. Der 1:1 Bauplan kann bei FMT (www.vth.de) bezogen werden. Näheres zu diesem Modell auch hier unter "Tipps".


BeMod 2006
Auf der Webseite der Sportfachgruppe Modellflug des DAeC liegt die BeMod zum Dowload bereit: www.modellflug-im-daec.de/bemod/bemod_index.htm

Neue Köpfe, großes Projekt
 Der Fachausschuss Freiflug der Sportfachgruppe Modellflug im DAeC tagte vom 12. bis 13. November 2005 in  Stadtallendorf. Große Beschlüsse für den Sportbetrieb gab es in diesem Jahr keine. Ein Schwerpunkt war die Vorbereitung der Freiflug-Junioren-Weltmeisterschaft, die der DAeC im August 2006 in der Nähe von Magdeburg ausrichtet. Die Jahresbilanz war dank der Erfolge der Junioren-Mannschaft in Rumänien mit 4 von 6 möglichen Goldmedaillen glänzend. Nach vielen Jahren gibt es wieder einen Jugendreferenten im Freiflug: der erfolgreiche Mannschaftsführer des Junioren-Teams Paul Seren übernimmt dieses Amt. Wie schon öfter gab es Schwierigkeiten, das Wettbewerbsprogramm aufzustellen, die Hoffnungen ruhen auf Riesa als Austragungsort für den 3.+4. Ranglistenwettbewerb in F1ABC. Die Versammlung war gut besucht, die meisten Landesverbände waren vertreten. Vor dem Freiflugteil gab es eine gemeinsame Sitzung mit dem Fachausschuss Fernlenkflug, der parallel tagte. Hier berichtete vor allem der Vorsitzende der Sportfachgruppe Klaus Böckmann. Herrmann Kleber, Vizepräsident des DAeC, der sich vor allem um den Modellflug kümmerte, verabschiedete sich von den Sportlern, da er bei der Hauptversammlung des DAeC zur Wiederwahl nicht antritt.

Vorsitzender Gerhard Wöbbeking
Bedeutendster Punkt der Saison 2005 sei der großartige Erfolg der Freiflug-Juniorennationalmannschaft auf der Europameisterschaft in Rumänien gewesen. So ein Ergebnis habe es  in den letzten 30 Jahren
noch nie gegeben, es habe auch international für Aufsehen gesorgt. Wesentlichen Anteil am Erfolg habe Mannschaftsführer Paul Seren gehabt, dem es gelungen sei, das Leistungspotential der Teammitglieder freizusetzen und gleichzeitig den Sportlern den Rücken freizuhalten. Klaus Böckmann zeichnete Paul Seren mit der Silbernen Daidalos Medaille des DAeC aus. In allen anderen Freiflug-Kategorien habe es 2005 keine Medaillen gegeben.
Gerhard Wöbbeking stellte die Jahresstatistik vor. Die Zahl der Freiflieger nehme um etwa 10 % pro Jahr ab, die Zahl der Wettbewerbe und Teilnahmen an den DMM änderten sich jedoch nicht. Die Beteiligungen an den DMM seien auch im internationalen Vergleich nicht schlecht. In den Junioren-Klassen F1A-J und F1H-J sei 2005 die Beteiligung auf der DJM deutlich zurückgegangen, in die anderen Klassen sei sie dagegen annähernd konstant geblieben. Zum einen hätten die Sportler aus  Egeln und Metzingen gefehlt, zum anderen seien am Termin der DJM nicht überall Ferien gewesen. Die Juniorenklassen sollten deshalb beobachtet werden. Die Beschränkung der Zahl der Klassen auf der Jugendmeisterschaft habe sich bewährt, das Niveau steige.
Für 2006 sei ein Pokalwettbewerb für die „kleinen Klassen“ vorgesehen, ein Termin angehängt an die DMM, ein Termin vorgeschaltet zum Salzland-Weltcup. Die Summe zähle für diesen „Deutschen Pokalwettbewerb“. Bei F1H sollen DMM und der Wettbewerb vor dem Salzland-Weltcup gewertet werden.
Toll findet Gerhard Wöbbeking den NW-Freiflug-Newsletter (ffinnrw@online.de), der von Arno Hacken und Bernd Hönig eingeführt hätten. Der Newsletter habe guten Anklang gefunden. Er schlägt einen Ausbau auf die nationale Ebene vor verbunden mit einer „nationalen Liga“: Punktesammeln auf vielen regionalen Wettbewerben mit einer Endwertung.
Teammanager zu sein sei eine undankbare und  teuere Aufgabe, es würden enorme Leistung erbracht, damit andere auf einer EM/WM gut fliegen können. Gerhard Wöbbeking will auf diese Leistungen in der Öffentlichkeit mehr hinweisen. Mehr als die Nenngelder komplett zu ersetzen gehe leider nicht.

Junioren-Mannschaftsführer
Paul Seren berichtete über die Vorarbeit, die hinter einer EM-Teilnahme steckt. Das Supporter-Team sei größer gewesen als im Vorjahr, aber für Jeden habe er eine Aufgabe gehabt. Das Trainingswochenende im Frühjahr habe sich bewährt, alle Teammitglieder seien  dabei gewesen. Dieses Treffen habe auch bei der Teambildung geholfen. Die Deutschen Jugendmeisterschaft kurz vor der EM sei vorteilhaft gewesen. Die meisten Jugendlichen flögen inzwischen sehr selbstständig, mit hoher Motivation auf Weltklasse-Niveau. Die Teamfähigkeit sei ihm besonders wichtig.

Saalflug
Lutz Schramm war im Laufe des Jahres zum Saalflug-Referenten ernannt worden. Er berichtete von Saalflug-EM in Bordeaux. Die Organisation sei nicht EM-würdig  gewesen. Die Radsporthalle (35 m hoch) sei sehr wetterabhängig, es habe sehr unruhige Luft geherrscht durch die großen Temperaturunterschiede Tag/Nacht außerhalb der Halle. Deshalb sei  viel Steuern mit Ballonen notwendig gewesen. Darin habe das deutsche Team jedoch keine Erfahrung, dies müsse in der Zukunft trainiert werden. Aber wo gebe es eine Halle mit mehr als 20 m Höhe für das Saalflug-Training? Die Anpassung der Modelle an die Hallenhöhe bedeute viel Aufwand. Es gebe in Deutschland zwar 5 sehr gute Saalflieger, aber Umstellerfahrung fehle ihnen.

Hangflug
Werner Ackermann hatte das Amt des F1E-Referenten nach dem Tod von Bernhard Schüssler übernommen. Im Wesentlichen gebe es jedes Jahr die gleichen Wettbewerbe (12 für die Rangliste plus DMM). Dazu komme eine zunehmende Anzahl von zusätzlichen, „freien“ Wettbewerben. Jugendliche dagegen nehmen zu wenige teil. Gute Mannschaften hätten sich qualifiziert für die EM 2006. Auf der WM in Slowakei sei das deutsche Team nicht so erfolgreich gewesen. Die Tendenz sei: große Modelle mit großen Leitwerken, kürzere, aber dickere Magnete. Die Organisation sei nicht mehr so gut wie früher, die Vereine erhielten keine Unterstützung durch den Staat mehr. Das Auto von Herbert Schmidt sei mit allen Modellen und Zubehör am Ende der WM gestohlen worden. Die Mannschaft habe sich komplett finanziert, sogar ein Überschuss sei erwirtschaftet worden.

Aktivensprecher
Bernhard Schwendemann berichtete, das Anti-Doping laufe problemlos, bei den Proben bei Segelfliegern und Fallschirmspringern habe es keine „positiven“ Resultate gegeben. Auch 2006 werde es keine Trainingskontrollen bei Modellfliegern geben. Die VW- und Audi-Rabatte über den DSB für A-, B- und C-Kader-Mitglieder und Bundestrainer seien leicht erhöht. Im Zusammenhang mit der Überarbeitung der Schiedsordnung und der Definition der Qualifikation zu EM/WM sollten die Aktivensprecher darauf achten, dass die Eingriffsmöglichkeiten in die durch Ranglistenwettbewerbe ermittelte Reihenfolge klar definiert werden. Am besten nur im Fall einer Sportstrafe. 2006 stünden Aktivensprecherwahlen in allen Klassen an. Er stehe für F1B wieder zur Verfügung, nach 10 Jahren aber nicht mehr für das Amt des Gesamtsprechers der Modellflieger.

Nationalmannschaften
Nationalteam F1A,B,C Senioren, EM in der Ukraine: Die Ranglistenwettbewerbe wurden geflogen, das Team stehe noch nicht endgültig fest, berichtete Gerhard Wöbbeking. Das Amt des Mannschaftsführer sei noch offen. Bei der CIAM gebe es noch Unklarheiten mit dem Veranstalter über die EM-Organisation (die aber inzwischen, wenn auch strittig, geklärt seien).
Nationalteam F1D Senioren & Junioren, WM in Rumänien Erst am 27.11. finde der letzte Ranglisten-Wettbewerb statt. Es werde nur ein Senioren-Team geben. Einer aus der Mannschaft werde die Aufgaben des Teamchefs übernehmen, so Lutz Schramm.
Nationalteam F1A,B,P Junioren, WM in Deutschland: Die Ranglistenwettbewerbe wurden geflogen, Teamchef ist Paul Seren. Das Team stehe noch nicht endgültig fest.
Nationalteam F1E Senioren & Junioren,  EM in Rumä-nien: Die Ranglistenwettbewerbe wurden geflogen, die Teams stünden noch nicht endgültig fest, erläuterte Werner Ackermann. Er werde der Teamchef sein.

Junioren-WM
Gerhard Wöbbeking stellte die detaillierte Planung für die Jugend-WM 2006 in der Magdeburger Börde vor. Durch die Fruchtfolge werde das Gelände freier sein als 2005. Ausreichend Unterkünfte stünden zur Verfügung in einem breiten Preisspektrum, auch für Camping und für Wohnwagen. Entsprechend einem Vorschlag aus dem Fachausschuss werde der Organisator auch die Hotels für die Teilnehmer buchen. Die Abnahme der Modelle und die Anmeldung erfloge in einem Zelt auf den Sportplatz in Borne, dort finde auch die Eröffnung statt.
Das Catering werde vergeben, einschließlich des Frühstücks im Verpflegungszelt. Ob es Lunchpakete und Bons geben werde, sei noch zu klären. Das Abschluss-Bankett finde im Salzland-Center in Staßfurt statt mit "Cheergirls" und „Jugend passender“ Musik. Die Zeitnehmer erhielten für Unterkunft und Verpflegung 144 Euro für die drei Tage, möglichst auch eine kostenlose Einladung zum Bankett. Siegerehrung und Bankett sollten so getrennt werden, dass es keine peinlichen Situationen gebe. Es werde geprüft, ob evt. einzelnen Teams die Bankettkosten gesponsert werden könne, damit niemand fern bleiben müsse.
Chefzeitnehmerin: Daniela Seren, Chefbauprüfer: Heinz Schönfeld, Zeitnehmer würden noch gesucht für Weltcup und Junioren-WM.
Website, Druckerzeugnisse, Pressearbeit, Logo, Programm, tägliches Bulletin etc. werde FMT als Sponsoring übernehmen. Der Bürgermeister von Stassfurt, der Landtagsabgeordnete Dr. Püchel und die Landrätin sind als Schirmherren vorgesehen. Es werde geprüft, ob ein Ausflug organisiert werden solle nach der WM.

Wettbewerbstermine
Ranglistenwettbewerbe 1 in F1A, B, C: Günther Schmidtutz werde Nachfolger von Manfred Zagel als örtlicher Koordinator in Manching.  In Manching sind nicht mehr als drei Termine möglich, Bayern verzichtet nicht auf den ihm zustehenden Termin in Manching.
1) Andreas Lindner prüft die Möglichkeit, in Riesa Mitte Oktober zu fliegen.
2) Peter Mönninghoff fragen, ob wie 2005 ein Doppelwettbewerb in Zülpich möglich ist (würde inzwischen von Zülpich abgelehnt).
3) Peter Mönninghoff fragen, ob der Eifel-WC mit in die Wertung einbezogen werden kann (Mönninghoff sieht Grenzen beim Eifel-Weltcup wegen der hohen Teilnehmerzahl)
Für den Fall 3) wird die Rahmenausschreibung entsprechend angepasst (Qualifikation = DMM + WC-Salzland + WC-Eifel)   einstimmiger Beschluss
Nach der Sitzung schlug Bayern als Alternative vor, die Ranglistenwettbewerbe an die Deutsche Meisterschaft über den bayerischen Feiertag Montag/Dienstag anzuhängen.
Ranglistenwettbewerb F1D: Auf Vorschlag des F1D-Referenten können in F1D 3 Qualifikationswettbewerbe geflogen werden, die beiden besten werden gewertet. Einstimmig angenommen
Für die Termine siehe den Sportkalender.

Wettbewerbspraxis
Rahmenausschreibungen: Antrag Reduzierung des Startgelds für Junioren auf der DMM (nicht Jugend-DM)
„Jugendliche zahlen die Hälfte der Startgebühr“  - mehrheitlich angenommen
Junioren-Wertung F1E: „Junioren werden zusammen mit den Erwachsenen gewertet. Ihre Reihenfolge ergibt sich aus den Ergebnissen, die sie in der allgemeinen Wertung erzielten.“ Die neue inter-nationale Regelung wird national übernommen. D.h. Junioren fliegen die-selben Maxi-malzeiten wie die Senioren. - einstimmig angenommen
Einhalten des Sporting Code bei DMM: „Die Dauerstartnummern/FAI-Lizenznummern auf den Anmeldelisten und auf den Start-karten sind auf den aktuellen Stand bringen, damit die Zeitnehmer die korrekte Be-schriftung der Modelle prüfen können.“ - soll umgesetzt werden
Einheitlichkeit der Rahmenausschreibungen und offene DMM: Dazu ist kein Beschluss notwendig, dies ist Aufgabe des Fachausschuss-Vorsitzenden. „Offene Deutsche Meisterschaft“ sind aus CIAM-Sicht möglich (im Sinne der Teilnahme von Sportlern aus anderen Ländern mit FAI-Lizenz), sie sind jedoch in der BeMod nicht vorgesehen. Auf Kommissionsebene wird im Laufe des Jahres die Frage der „offenen Wettbewerbe“ in allgemeinerem Sinne geklärt. Danach wird der FA-F1 die passenden  Verfahren für Freiflug-Wettbewerbe aussuchen.

Jugendarbeit
Paul Seren wird auf Vorschlag der Versammlung durch den  Vorsitzenden des FA-F1 zum Jugendreferenten Freiflug ernannt.
Einsteigermodelle, UhuCup: Das neue Einsteigermodell von Simprop ist noch nicht erhältlich, soll aber in absehbarer Zeit auf den Markt kommen. Graupner bringt ein neues Modell heraus mit zwei Rumpfvarianten für Frei- und RC-Flug, es hat ein T-Leitwerk. Scheint aber für Freiflug nicht geeignet zu sein. Komplette Spaßvogel-Baukästen vom verstorbenen Bernhard Schüssler gibt es keine mehr, nur noch unterschiedliche Mengen von Einzelteilen.

Nationale Klassenbestimmungen
Neue Formel F1Q (für F1C-E): „Streichung der nationalen Klasse Elektroflug F1C-E. Aufnahme der neuen  internationalen Klasse F1Q Elektroflug zu den „kleinen Klassen““. - Einstimmig angenommen
„F1Q soll ab 2007 in den Freiflug-Weltcup aufgenommen werden. Antrag an die CIAM.“ - Einstimmig angenommen

Internationale Bestimmungen
F1P: „Verkürzung der Motorlaufzeit von 10 sec auf 7 sec soll bei der CIAM beantragt werden.  - einstimmig angenommen. Grundgedanke bei der Einführung von F1P war mit einem großen Flügel einen langsameren Steigflug zu bekommen. Diese werde natürlich nicht erreicht durch die Verkürzung  der Motorlaufzeit, eine andere Tragflächengeometrie wäre hilfreicher. Gerhard Wöbbeking wird den Antrag zu einer grundsätzlicheren Diskussion über die Entwicklung von F1P in der CIAM nutzen.
„Beim Gebrauch der Motoren ist in F1P Ohrschutz zu tragen“ – soll bei der CIAM beantragt werden.  - einstimmig angenommen
F1B Junior World Cup: Der Freiflug-Weltcup soll um F1B-Junioren ergänzt werden. - einstimmig  angenommen
Thermikbremse und 20 sec-Fehlstart: „Die Regel, dass beim Auslösen der Thermikbremse, die 20 sec Fehl-startregel nicht greift, soll wieder abgeschafft werden.“
Die Thermikbremse per RC auszulösen, bringt keine taktische Vorteile, die Regel kann aber gefährliche Situationen bei F1C provozieren. Auch kommen „klassische“ Fehler vor, die fälschlicherweise die Thermikbremse auslösen. Wenn man mit RC eingreifen will, um einen schlechten Start zu „retten“, gibt es inzwischen bessere Möglichkeiten, das Modell schnell zum Boden zu bringen als mit der Thermikbremse („Sturzflug-Einstellung“).  - einstimmig  angenommen. Im Unter-ausschuss der CIAM gibt es viele Stimmen, den Fehl-start überhaupt abzuschaffen. Gerhard Wöbbeking wird sich für den Erhalt einsetzen. Nach der Sitzung wurde auf Vorschlag von Paul per E-Mail mehrheitlich beschlossen: "Auf den Deutschen Jugendmeisterschaften gelten Flüge unter 20 Sekunden als Fehlstart."

Kostenplanung 2006
NW-Referent Bernd Hönig überreicht Paul Seren 120 €, welche die NRW-Freiflieger für die Freiflug-Jugendmannschaft gesammelt haben.
 „Die Teilnahme an den Ranglistenwettbewerben insgesamt kostet 10 Euro Einschreibgebühr, die ggf. auf die Startgebühr bei einem reinen Ranglisten-Wettbewerb angerechnet wird.“ Vorsorglicher Beschluss für denn Fall, dass anstelle der reinen Ranglistenwettbewerbe der zweite WC in die Wertung kommt. Sonst würden rund 1000 Euro für die Förderung der Nationalteams fehlen. Einstimmig angenommen.

Verschiedenes
Vorsitzender FA-F1 Gerhard Wöbbeking ist bereit, sein Amt weiterhin auszuüben und auf der Modellflugtagung dafür zu kandieren. Von Gremium per Akklamation bestätigt.
Paul Seren erhielt auf der Tagung des Fachausschusses die silberne Daidalos-Medaille. Die Vergabe des Ikarus-Pokals für 2005 wurde beschlossen.
Die nächste Sitzung des Fachausschusses FA-F1 wird am 11./12.November 2006 sein, voraussichtlich wieder in Stadtallendorf.
In MV gibt es keinen Freiflug-Referenten, es gibt nur 2 oder 3 Freiflieger, und die fliegen für ST.



CIAM Vollversammung 2005
Am 18. und 19. März tagte die Modellflugkommission der FAI, die CIAM, in Lausanne. Das Ende des vierjährigen „rule freeze“, des Moratoriums für die Veränderung der Regeln für Weltmeisterschaftsklassen, brachte dem Freiflug eine Reihe von veränderten und neuen Regeln.

Neue Freiflugregeln ab 2006

Bei außergewöhnlichen Umständen (Unwetter) „soll“ (statt „kann“) die Jury den Wettbewerb unterbrechen oder den Start verzögern. Sie muss dann ent-scheiden, ob eine angefangene und unterbrochene Runde vollendet, wiederholt oder gestrichen wird. (Nachwirkung der verkorksten WM 2003 und des Blitz-Todes von Peter Harris 2004).

Nationalkennzeichen (nach IOC) und Nummer der FAI-Lizenz müssen mindestens 25 mm hoch und bei Freiflugmodellen auf der Flügeloberseite  angebracht sein (galt grundsätzlich auch bisher schon).

Vorwärts anklappende Propeller sind verboten. (Wirksam seit  1.4.2005, alle anderen Regeländerugne gelten ab 1.1.2006)

Freiflugrekorde in F1D, F1L, F1M und F1N können nur von einer Person, nicht von einem Team aufgestellt werden. (David Ackery aus Neuseeland protestierte gegen einen F1N-Wurfgleiter-Rekord, für den Pappi die Modelle gebaut und Sohnemann geschmissen hat).

Bei F1A- und F1B-Modelle darf die Thermikbremse ferngelenkt ausgelöst werden (galt für F1C schon seit 1999, „Lex Köster“).

Bei F1A, F1B und F1C wird die Gesamtflugzeit gewertet, auch für die Team-Entscheidung. Längste Maximalzeit für offizielle Flüge (nicht: Stechen) bei Welt- und Kontinentalmeisterschaften sind 3:30 min in der ersten Runde (F1A) bzw. 4:00 min (F1B und F1C). (Ende der vier Jahre mit Super-Max, lässt aber Freiheit für World Cup-Wettbewerbe, längere Runden anzusetzen, für vorzeitiges Stechen oder um das Feld fürs Stechen zu verkleinern).

Treibstoff für F1C-Motoren soll aus 80% Methanol und 20 % Rizinus oder Syntheseöl bestehen. (Vorschlag von Andreas Lindner, war 2001 abgelehnt wor-den).

Bei internationalen F1E-Wettbewerben (nicht Meis-terschaften) gibt es zunächst eine allgemeine Ergebnisliste für Senioren und Junioren. Die separate Jugendwertung erfolgt auf Basis dieser Liste. Generell: Die Prozentwertung muss auf 2 Komma-Stellen abgerundet auf der Ergebnistafel erscheinen. (Wird die Maximalzeit einer Runde nicht erreicht, wird nach wie vor die längste Flugzeit als 100 % gesetzt; Ivan Horeijsi zog seinen Antrag zurück).

Ein Land kann einen World Cup in einem anderen Land austragen. Voraussetzung ist, dass der WC unter seinem Namen läuft und die Kontaktadresse dort angesiedelt ist. (Nähere Bestimmung nach Missbrauch durch Moldawien).

Neue Elektro-Freiflugklasse F1Q:
Maximales Batteriegewicht 125 g (NiCD- oder NiMH) bzw. 90 g (LiPo)
Motorlaufzeit bis zu 25 sec, vom Ausrichter festzulegen.
Die Motorlaufzeit kann am Boden demonstriert werden und wird in der Luft nach dem Modellverhalten gestoppt. Kann danach die Laufzeit im Flug nicht einwandfrei festgestellt werden, gilt die Demonstration am Boden. Motor-Überlauf im Flug gilt als Versuch (Wiederholung einmal).
7 Runden mit bis zu drei Minuten Maximalzeit.
(Der CIAM-Unterausschuss hat sich am amerikanischen Vorschlag orientiert, aber endlich einmal überflüssige Beschränkungen und Festlegungen weggelassen).


Fachausschusses Freiflug 6./7.November 2004
 Das Supermax ist tot – es leben 240 sec

In Vorgriff auf die international geplante Abschaffung des  Supermax in Freiflug-Ebene und auf Grund mehrerer Anträge und Wünsche vieler Sportler wurde ab 2005 das Supermax auf nationalen Wettbewerben abgeschafft. In Zukunft können jedoch bis zu zwei Durchgänge mit verlängerten Maximalflugzeiten (bis zu 240 sec) ge-flogen werden, die dann voll in die Wertung eingehen. Für die jugendlichen WM- und EM-Teilnehmer soll  in Zukunft ein Trainingwochenende durchgeführt werden. Nach den gemeinsamen Vorstellungen der Sportfachgruppe und der Luftsportjugend sollen alle Nachwuchswettbewerbe (wie Kleiner Uhu) nicht mehr mit vorgeschriebenen Modellen, sondern nur nach einheitlicher Modelldefinition geflogen werden. Wahlen gab es auf dieser Sitzung des Fachausschusses Freiflug in Stadtallendorf keine.

Erstmals tagten heuer die Fachausschüsse Fernlenkflug und Freiflug zu gleicher Zeit und im gleichen Hotel. In einer gemeinsamen  Sitzung zu Beginn berichtete der Vorsitzende der Sportfachgruppe Modellflug, Klaus Böckmann, über aktuelle Themen, die alle Klassen betreffen. RC-Jugendreferent Martin Weberschock ging auf die von der Luftsportjugend auf Vorschlag der Modellflieger angekommen Änderungen der Nachwuchswettbewerbe, die des kleine Uhus, ein. Aktivensprecher Bernhard Schwendemann erläuterte die Anti-Doping-Bestimmungen, die ja auch für Modellflieger gelten.

Bericht des Vorsitzenden Gerhard Wöbbeking
Gerhard Wöbbeking berichtete über die Arbeit in den verschiedenen Ämtern, die er innehat.
Vorsitzender des FA
Entgegen seiner ursprünglichen Absicht, ist er nicht vom Amt des Vorsitzenden des Fachausschusses Freiflug zurück getreten. Zum einen brachte das Amt als Vorsitzender des CIAM-Unterausschusses Erziehung und Information weniger Arbeit mit sich als erwartet. Zum anderen hat er keinen Nachfolger gefunden.
Saalflug
Nachdem in der Cargolifter-Halle kein Saalflug mehr stattfinden kann, hat er hier weniger Aufgaben. Da die Qualifikation in niedrigen Hallen problematisch ist, habe er weiterhin die Hamburger Messehallen (15 m hoch, groß, einigermaßen glatte Decke, keine Sonneninstrahlung) im Auge. Der aktuelle Kontakt zur Messegesellschaft ist jedoch durch den DMFV blockiert worden. Er hofft,  dass sich dies wieder regelt. Dann wird er hier aktiv werden.
Jugendreferent
Das Amt des Jugendreferenten erfordert vertrauens-volle Zusammenarbeit mit ihm als Vorsitzenden, da die notwendige Kooperation mit dem DMFV sehr sensibel ist. Deshalb wolle er das Amt so lange nicht besetzen, bis jemand passendes gefunden ist.
CIAM
Weiter ist er Mitglied des CIAM Unterausschusses Frei-flug (dessen Mitglieder sind unabhängig von jeweiligen nationalen Aeroclubs, aber auf Vorschlag des Aeroclubs vom Unterausschuss-Vorsitzenden ausgewählt). Als Delegierter des DAeC in der CIAM dagegen handelt er im direkten Auftrag des DAeC.
2004
Dieses Jahr hat er erstmals den Salzland-Weltcup-Wettbewerb (gleichzeitig Qualifizierungswettbewerb) organisiert, um unabhängig von Egeln und Ernst Herzog zu sein. Dieser Weltcup ist gleichzeitig die Basis für die Jugend-WM 2006 auf diesem Gelände. Gerhard Wöbbeking bedankte sich für die Unterstützung beim Salzland-Weltcup wie auch bei den anderen Aktivitäten im vergangenen Sportjahr, bei Jugendteammanager Paul Seren für sein sehr großes Engagement, bei Günter Müssig für die großartigen nationalen Wettbewerbe (mit Dieter Dauser und Manfred Zagel), bei Michael Thoma für eine super Zusammenarbeit, die weit über seinen Job hinausgeht. Die perfekte Tätigkeit von Bernhard Schüssler und  Werner Ackermann sorgte dafür, dass im Bereich F1E für ihn keine Arbeit nötig war.
Zukunft des Freiflugs
Stichwort „Zukunft de Freiflugs“. Freiflug ist in Deutschland ein großer Sport mit einer kleinen Zahl an Teilnehmern, knapp 500 Leute betreiben Freiflug hier, die meisten gehen auch auf Wettbewerbe. Es gibt viele gute Wettbewerbe und wir haben einen bewährten Qualifizierungsmodus. Die Geländeprobleme nehmen zu, die Schließung von Bundeswehrgeländen dürfte nichts bringen, eher werden Naturschutzgebiete ent-stehen. Er will in Zukunft jedoch versuchen besseren Kontakt zum Militär zu bekommen, in anderen Ländern sei das ein bewährter Weg. Insgesamt gesehen haben wir drei große Flugmöglichkeiten: im Süden Manching, im Osten Salzland und im Westen Eifel.
Die Freiflug-Jugendmeisterschaft stehe auf hohem Niveau, nirgends sonst im Modellflug gebe es eigenständige Jugendmeisterschaften mit so vielen Teilnehmern. Trotzdem ist der offene Punkt der Nachwuchs – dies sei allerdings weltweit ein Problem, außer in China. Bei Veranstaltungen ist bei Kindern Interesse da, aber nach dem Balsagleiter kommt der nächste Schritt nicht; früher war das - getragen von der damaligen Flugbegeisterung - anders. Schulen (zunehmend mehr Ganztagsbetreuung) und Clubs sind die einzigen Ansät-ze. Regelmäßige Verpflichtung im Club kann kaum ein aktiver Sportler mehr eingehen. Meist gebe es nur die Alternative: entweder eigener Sport, oder Nachwuchs/Club-Arbeit. Was noch ganz intensiv läuft, ist die Nachwuchsarbeit in den Familien.

Freiflug-EM in Rumänien
Gerhard Wöbbeking bedankte sich bei Wolfgang Gerlach, der neben seiner Teilnahme in F1A auch Aufgabe des Mannschaftsführers übernommen hatte. Wolfgang Gerlach berichtete, dass Mannschaftsmitglieder zunächst skeptisch waren bei dieser Lösung; sie befürchteten, dass an ihnen zuviel Nebenarbeiten hängen bleiben könnte bei der EM. Dies wurde aber durch gute Organisation vermieden. Die Kombination Teilnehmer/Mannschaftsführer war aber nur in dem diesjährigen Rahmen möglich. In Zukunft werde er jedoch weder als Teilnehmer noch als Mannschaftsführer für EM/WM zur Verfügung stehen.

Jugend-WM in Frankreich
Teammanager Paul Seren berichtet von der Vorbereitung, Weltcup und WM. Neben den Teilnehmern waren Albert Riedlinger, Herbert Schmidt, Viktor Gopp und Josef Schalkowski als Fachleute dabei, dazu dann die Familienangehörigen - insgesamt 24 Leute über einen Zeitraum von 14 Tagen. Die Teilnahme am Weltcup vor der WM war zum Sammeln von Erfahrung bei den Ju-gendlichen sehr hilfreich. Die WM hat viel Vorbereitung gekostet und viel Einsatz, brachte letztlich keinen Er-folg, obwohl die Motivation hoch war und das Niveau nahe an der Weltklasse. In F1B hat man nur Chancen mit TAN II-Gummi und gekauften Topmodellen. In F1P muss was getan werden, hier sind wir nicht auf dem notwendigen Niveau. Mehr Vorbereitung für die EM/WM sind notwendig, von „hoch und raus“ muss man weg-kommen, Kreisschlepp ist notwendig. Jugendliche wollen keine einfachen Modelle, sondern Hightech. Trotz Bemühen hat er keine Sponsoren gefunden für das Jugend-Nationalteam.

F1E-EM in Tschechien
Bernhard Schüssler berichtete, die EM habe mit Anton Frieser als Mannschaftsführer sehr gut funktioniert, die Jugendlichen Teilnehmer mussten dank Sponsoren nichts bezahlen. Die EM war etwas „einfach“ aufgezogen, aber alles Wesentliche war ok. Das Flugmaterial ist immer wieder das Problem bei den Jugendlichen. Auch bei dem Weltcup-Wettbewerb vor der EM/WM sollten die Jugendlichen betreut werden.

F1D-WM in Rumänien
Gerhard Wöbbeking berichtete: Lutz Schramm wurde Vizeweltmeister nach seinem Sieg auf der EM 2003. Mannschaftsführer Marian Krause, gleichzeitig auch Teilnehmer, war dem Team nicht sehr nützlich. Unter den besonderen Bedingungen des Salzbergwerkes sind die Teilnehmer auf gegenseitige Hilfe besonders angewiesen.

F1E-allgemein
Bernhard Schüssler legte einen Jahresbericht vor und berichtete, alle 12 Ranglisten-Wettbewerbe und die DMM konnten geflogen werden: 42 Senioren und 14 Junioren haben teilgenommen. Schade, dass BW-Jugendliche trotz guter Ergebnisse nur an einem Dop-pelwettbewerb teilnahmen. Diskussionen gab es um den Status „Offene Deutsche Meisterschaft“ und die Organisation der DMM insgesamt.

Aktivensprecher
Bernhard Schwendemann verwies auf seinen Bericht am Vormittag bei der gemeinsamen Sitzung der Fachausschüsse Freiflug und RC-Flug. Die Wahl der Aktivensprecher in den einzelnen Freiflugklassen ergab (Wahlbeteiligung in Klammer  in den jeweiligen Klassen):
F1A    Thomas Weimer                 60%
F1B    Bernhard Schwendemann     48%
F1C    Manfred Nogga                  73%
F1D    Lutz Schramm                   100%
F1E    Werner Ackermann              81%


Nationalmannschaften
Die WM F1ABC findet Ende Mai in Argentinien statt, das Team steht fest, der Mannschaftsführer noch offen. Voraussichtlich Werner Nimptsch, Peter Kuttler und Uwe Bundesen und Lutz Schramm als Titelverteidiger werden zur EM nach Frankreich fahren. Das Team für die EM in Rumänien steht fest, Paul Seren wird wieder Mannschaftsführer sein. Ab 2005 wird nur noch F1P, nicht mehr F1J als Alternative geflogen. Die beiden Teams F1E Senioren und Junioren für die WM in der Slowakei sind ermittelt, Anton Frieser wird wieder Teammanager sein, der Jugendhelfer steht noch nicht fest.

Nach längerer Diskussion wurde auf Antrag von Paul Seren einstimmig angenommen für alle Freiflug-Klassen:
Zur Vorbereitung der EM/WM wird generell ein gemeinsames Trainingswochenende vorgesehen, welches ca. 3 Monate vor der jeweiligen Meisterschaft vom Mannschaftsführer der Junioren-Nationalmannschaft einberufen wird. Dieses Trainingstreffen kann als eigene Veranstaltung oder im Rahmen eines regionalen/nationalen Wettbewerbs stattfinden. Teilnehmerkreis sind die jeweils 3 bestplatzierten Junioren der vorangegangenen Qualifikationswettbewerbe.
Zu diesem Trainingswochenende werden erfahrene Ex-perten der jeweiligen Flugklasse hinzugezogen, welche eine Prüfung und Bewertung des eingesetzten Materials durchführen und den Ausbildungsstand der Junioren in Abstimmung mit dem Mannschaftsführer bewerten. Bei erkennbaren Defiziten (Material und/oder Ausbildungsstand), welche nicht mehr bis zum jeweiligen Meisterschaft beseitigt werden können, kann der Mannschaftsführer im Rahmen seiner Rechte eine Umbesetzung des Teams der Modellflugkommission vorschlagen.

Junioren WM 2006
Die Vorbereitungen sind angelaufen, die Stadt Staßfurt soll Gastgeberin sein. Die beiden Weltcup-Wettbewerbe 2004 und 2005 dienen auch der Vorbereitung. Eine geeignete Startstelle muss noch gefunden werden, mit Bauern soll auch über die Fruchtfolge gesprochen werden. Ein WC-Wettbewerb vor der WM ist geplant. Viele Helfer werden notwendig sein. Nur mit zuverlässigen Partnern solle dabei zusammen gearbeitet werden.

Termine 2005
Siehe dazu den neuen Terminkalender. Einige Veranstaltungen konnten jedoch nicht festgelegt werden, da nicht alle internationalen Termine bekannt waren.
Die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft wird Ende Juli / Anfang August in Manching  ausgetragen. Die „Kleinen Klassen“ werden in Zukunft gemeinsam mit den Senioren auf einem „Deutschen Wettbewerb“ geflogen. Bei mehr als drei Jugendlichen in einer Klasse gibt es eine eigene Jugendwertung. Der Antrag, die in Egeln am Termin des Salzland-Weltcup-Wettbewerbs auszutragen, wurde abgelehnt.
Die Deutsche Meisterschaft Ebene wird von Freitag-nachmittag bis Sonntagabend (12.-14.8.) ausgetragen. Am Montag (15.8.) ist Feiertag in Bayern, hier wird der „Deutsche Wettbewerb“ kleine Klassen für Senioren und Jugendliche ausgetragen. Gleichzeitig bietet sich freies Training an.

Rahmenausschreibungen
Beschlossen wurde für die Rangliste F1A,B,C: Zehn Wochen vor dem ersten Ranglistenwettbewerb müssen die Meldungen eingegangen sein, sechs Wochen vorher werden sie veröffentlicht. An der Nachmeldemöglichkeit (4 Wochen vorher gegen Aufpreis) ändert sich nichts. Die Diskussion über „Nachmeldungen“ ergab, dass 2004 die beiden Jugendlichen termingerecht auf der Geschäftsstelle gemeldet worden waren. Auch Jugendliche können sich für die EM/WM (der „Senioren“) qua-lifizieren. „Erster Ranglisten-Wettbewerb“ meint den ersten Wettbewerb der Qualifikation insgesamt.

Nach ausführlicher Diskussion wurde beschlossen in die Rahmenausschreibung aufzunehmen: Nationale Wettbewerbe übernehmen bereits 2005 die für 2006 international vorgesehene Aufhebung des Supermax. Der Wettbewerbsleiter kann in Abstimmung mit der Jury längere Maximalzeiten als 180 (120) Sekunden beschließen; die geflogenen Zeiten gehen voll in die Wertung ein.
Bis zu zweimal pro Wettbewerb, F1ABC: maximal 240 sec, F1H: maximal 150 sec. Betroffen sind davon ins-besondere die DMM und die beiden reinen Ranglisten-Wettbewerbe.
Ergänzend wurde beschlossen: Nationale Wettbewerbe übernehmen die Regelung für Weltcup-Wettbewerbe, bei denen vor Beginn der ersten Runde eine Jury bekannt gegeben werden muss, die der Wettbewerbsleiter beruft.

Bei der Mannschaftswertung der DJMM wird der Umrechnungsfaktor gestrichen, stattdessen erfolgt die Wertung in %. Die Leistung des Klassensiegers wird mit 100% gesetzt.  Die Mannschaft muss aus drei Per-sonen bestehen.

Peter Mönnighoff, der zum letzen Mal als Vertreter Nordrhein-Westfalens dabei war schlug vor: für Ranglisten-Wertung soll die beste Zeit eines Teilnehmers in den beiden deutschen Weltcupwettbewerben eingehen (also Zülpich oder Salzland). Sie müsste dann als Prozent in die Endwertung eingehen (mit Bezug auf gesetzte Maximalzeit oder auf Siegerzeit). Dies soll im Laufe des Jahres diskutiert werden.

Der neue kleine Uhu
Es sind alle Freiflugmodelle bis zu einem maximalen Gesamtflächeninhalt (Tragfläche + Höhenleitwerk) von 18 qdm und mit festem, offenem Hochstarthaken (auch als Pendelhaken) zugelassen. Der Einsatz eines Zeit-schalters ist nur zur Auslösung der Thermikbremse er-laubt. Faserverbundwerkstoffe dürfen nur für Rumpf, Leitwerksträger und Flächenverbinder eingesetzt wer-den.
Die Modelle sind vom Teilnehmer persönlich per Laufstart mit einer maximal 25 m langen Hochstartleine (z.B. aus Nylon, 0,4 mm dick) zu starten. Es wird die Flugzeit vom Ausklinken bis zur Landung (Bodenberührung) gemessen, dabei wird jede volle Sekunde gewertet, maximal jedoch 60 Sekunden. Flugzeiten unter 15 sec zählen als Fehlstart und dürfen wiederholt werden. Kommt es zu drei Fehlstarts in Folge, wird die längste Flugzeit dieser Fehlstarts gewertet. Jeder Teilnehmer hat 5 Wertungsflüge, die Addition der 4 besten Durchgangsergebnisse ergibt das Gesamtergebnis des Teilnehmers. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche bis zum vollendetem 16. Lebensjahr einschließlich des Kalenderjahrs, in dem das 16. Lebensjahr vollendet wird.

Gerhard Wöbbeking empfahl, die neue Definition des kleinen UHU solle mit F1H-J übereinstimmen, deshalb auch Flächenverbinder aus Verbundmaterial. Die Dis-kussion ergab, dass Rohrholme auch mit Polyesterharz oder Weißleim geklebt werden können – diese beiden Kleber sind in den Schulen zulässig. Ferner kann mit Rohrholmen die Torsionssteifigkeit erhöht werden, um so auf Bespannpapier + Spannlack zugunsten von Folie zu verzichten.

Das neue Konzept (Freigabe der eingesetzten Modelle) soll ab 2005 umgesetzt werden. Die Luftsportjugend (LSJ) hat zugestimmt. Gespräche mit Graupner und Uhu stehen noch an. Vor allem auch in den Nicht-Verbandsorganen soll auf das neue Konzept hingewie-sen werden.
Da die Kleine Uhu Modelle jetzt weitgehend mit der Modelldefinition für F1H-J übereinstimmen und sich F1H-J und F1H-Modelle bei Jugendlichen in der Praxis kaum unterscheiden, wurde angeregt, F1H-J grund-sätzlich mit 25 m Hochstart und 60 sec Maximum zu fliegen, um eine Aufsplittung der Klassen zu vermei-den. Problem bleibt allerdings die unterschiedliche Al-tergrenze (16/14 Jahre).
Der kleiner Uhu soll eine „Jugendbewegung“ sein, keine extra „Klasse“. Die Uhu-Veranstaltungen nennen sich „Vergleichsfliegen“, nicht Wettbewerb. Auf der DJM wird weiterhin der kleine Uhu (mit 25 m und 60 sec) ausgetragen.
Simprop will 2005 ein geeignetes Anfänger-Modell pro-duzieren, es liegt niveaumäßig unter dem Schüssler-Spassvogel, wie Gerhard Wöbbeking berichtet.

Nationale Klassenbestimmungen
Der Antrag auf Zulassung von Schleuderhaken bei F1A-J wurde einstimmig zurückgestellt und soll diskutiert werden, wenn mehr Details vorliegen.
Beschlossen wurde mit 8 ja, 3 dagegen, 3 Enthaltun-gen: In den Jugendklassen F1A-J und F1H-J: sind Kunststofflaminate sind nicht erlaubt mit Ausnahme für Leitwerksträger, Rümpfe, Rohrholme und Flächenverb-inder.
Der Ausschuss beschloss, sich auf dieser Sitzung mit dem Antrag von Martin Vollbrecht auf Einführung einer „Holzklasse“ FA2 nicht zu befassen.
Gerhard Wöbbeking begründete seinen Antrag: Begin-ner Limited erfüllt die Bedürfnisse der Einsteiger. Auf allen Saalflug-Wettbewerben in Deutschland wird Mini-Stick geflogen, besonders in kleinen Hallen ist dies eine praktische Klasse. Beschlossen wurde „Mini-Stick“: Flü-gel bis 178 x 63,5 mm, Höhenleitwerk bis 50 % Flügelfläche, Motorträger volles Material bis 127 mm Länge, Rumpf ohne Propeller bis zu 254 mm lang. Propellerdurchmesser bis 178 mm. Keine Verstellpropeller, kein Mikrofilm, Mindestgewicht 0,43 g

Internationale Bestimmungen
Gerhard Wöbbeking berichtete von Vorschlägen, die bei der CIAM diskutiert werden. Vorwärtsfalten von Propellern soll wegen der Gefährdung durch die scharfen Spitzen bereits ab 2005 verboten sein.
Für F1E jetzt soll das angesetzte Maximum für die Pro-zentwertung der Bezugswert sein, nicht mehr die geflogene beste Zeit im Durchgang. Damit wird die Be-rechnung  einheitlich für Jugendliche und Senioren.
Im Unterausschuss ist der Vorschlag wieder aufgekommen, den 20 sec-Fehlstart abzuschaffen, berichtete Gerhard Wöbbeking. Er habe darauf hingewiesen, dass dies Jugendlichen nicht gerecht werde und auch in an-deren Sportarten Fehlstarts möglich seien. Inzwischen wurde akzeptiert, dass es beim 20 sec-Fehlstart bleibt.

Andreas Lindner regte an, dass der DAeC bei der CIAM den Antrag einbringt, bei F1C (vorgeschriebener Sprit) auch synthetischem Öl zugelassen werden. Eine Leistungsverbesserung sei damit nicht verbunden. Vorteile: kein Verharzen der Motoren, leichteres Reinigen der Klamotten. Andere F1C-Flieger seien der gleichen Meinung. Einstimmig angenommen bei zwei Enthaltungen.

Elektrofreiflug
Gerhard Wöbbeking erläuterte, international sei inzwischen unumstritten, dass es im Freiflug eine Elektroklasse geben muss. Kräftiger Steigflug und Motorlauf-begrenzung sollen die Eckdaten sein. Sie sollen den F1C-Modelle ähnlich sein und irgendwann gemeinsam geflogen werden können (siehe auch F3A-Kunstflug). Erfahrungen gibt es bisher vor allem in GB, Frankreich, Niederlande und den USA, meist sind die Motorleistun-gen begrenzt. International sollen dagegen z.B. auch teure, drehmomentstarke Außenläufermotoren zugelassen werden.
Die Vorschläge an die CIAM sehen so aus:
Akku: NiCd, NiMH oder LiPo, maximal  12 V oder bestimmte Zellenzahl. Klapppropeller, damit man Mo-torstop erkennen kann.
Zwei Klassen sollen eingeführt werden:
F1Q: 125/100 g (NiCd, NiMH/Lipo), Minimum 32 dm², 20 sec Motorlauf, 3 min Max, 7 Flüge,
F1R: näher an F1B, 70/55 g Akku, Minimum 17 dm², 15 sec Motorlauf, 2 min Max, 5 Flüge
Die Diskussion ergab einige Anregungen und Bedenken:
- eine Elektro-Klasse reicht
- Vorgesehene Motorlaufzeit wohl zu lang (im RC-Elektroflug werden derzeit 20 m/sec Steigleistung erreicht)
- Problem Leistung der Akkus, weil sehr dynamische Entwicklung der Leistung
- Sicherungen zur Strombegrenzung sind nicht zuverlässig (Wert wird nicht eingehalten)
- Mittelfristiger Ersatz für F1P (Jugend) einplanen

100 Jahre Motorflug

Zur Jubiläum 100 Jahre Motorflug hat die FAI Informationen auf ihrer Web-Seite zusammengestellt:
www.fai.org/news_archives/fai/000295.asp

Und zur Frage, ob die Gebrüder Wright wirklich die Ersten waren:
www.weisskopf.de

Modellflugtagung 2003 in Bremen
Modellflieger verstärken die Jugendarbeit

Die wichtigsten Ergebnisse der Modell-flugtagung 2003 waren die beginnende Kooperation mit dem Deutschen Modell-fliegerverband DMFV, die Verstärkung der Jugendarbeit und die Aufstockung der Arbeitszeit des Geschäftsführers von 50% auf eine volle Stelle bis 2005. Die sportlichen Erfolge im Jahr 2003 können sich sehen lassen: sieben Meistertitel auf Welt- und Europameisterschaften, sechs davon errungen von Junioren.

Am 22./23.November fand in Bremen die 58. Modellflugtagung (MFT) des DAeCs statt, die MFT ist die jährliche Hauptversammlung der Modellflieger. Die Modellflugreferenten der Landesverbände und ihre Stellvertreter, sowie die Mitglieder der Modellflugkommission, berieten das Sport- und das Verbandsgeschehen im Jahr 2004. Die Stimmrechte richten sich nach der Anzahl der Modell-flieger in den Landesverbänden, so waren 9952 von 10781 Wahlstimmen anwesend. Zeitweise Gäste waren der DAeC-Präsident Gerd Allerdissen und der DAeC-Schatzmeister Dr. Dieter Plusczyk, der DAeC-Vizepräsident Herrmann Kleber war die ganze Sitzung dabei.

Bericht des Vorsitzenden

Klaus Böckmann wies darauf hin, der DAeC sei in erster Linie ein Sportverband, Höhepunkt sei die WM im Segelflug F3B in Kirchheim/Teck gewesen. 2003 hätten 85 Sportler und Mannschaftsführer Deutschland und den DAeC auf sechs Welt- und fünf Europameisterschaften vertreten. Wie wichtig die Einbindung in einen starken Dachverband sei, habe sich bei der erfolgreichen Bemühung gezeigt, die Zuteilungsgebühren für die Fernsteuerfrequenzen abzuschaffen. Das habe den Modellfliegern in Deutschland über die Jahre mehrere Millionen Euro gespart. Die Sportfachgruppe habe jetzt 12845 Mitglieder, dazu kommen rund 1550 Jugendliche unter 14 Jahren, dies sei ein positiver Trend gegenüber 2002. Damit haben die  Modellflieger im DAeC die Motorflieger überholt, sie sind jetzt auf Platz 2.

Eine erste Annäherung zwischen DAeC und DMFV habe es 2003 gegeben, zu dieser Kooperation gebe es keine echte Alterna-tive. Nur so sei in Politik und Verwaltung etwas für den Modellflug zu errei-chen. Die frühere gegenseitige Blockade habe manchen Fortschritt verhindert. Die erstmalige Darstellung des Modellflugs auf der Aero 2003 in Friedrichshafen war gleichzeitig die erste nach außen sicht-bare Kooperation mit dem DMFV. Neue Richtlinien für die Aufstiegserlaubnis und ein Betriebshandbuch wurden vom DAeC und vom DMFV gemeinsam erarbeitet und dem BMV vorgelegt. Dabei ist die Beauftragung der Erteilung der Aufstiegserlaubnis durch die Verbände vorgesehen. Weitere Kooperationen sind vorgesehen:


Die Zusammenarbeit mit dem Präsidenten, dem DAeC-Vorstand, dem DAeC-Generalsekretär Daniel Dornheim sei harmonisch und problemlos verlaufen.  Die Modellflieger müssten sich inzwischen nicht mehr als Stiefkind innerhalb des DAeCs fühlen müssen, sondern vielmehr mit Selbstbewusstsein als gleichberechtigte Luftsportart in einem starken Verband. Für 2004 gelte es ganz besonders, die 2003 begonnene Nachwuchs- und Jugendarbeit verstärkt fortsetzen

Freiflug

Gerhard Wöbbeking berichtete von 500 Freifliegern in Deutschland, davon 40% Jugendliche – 3% Abnahme pro Jahr. Es gebe immer weniger Gelände, der Wettbewerbsbetrieb konnte allerdings aufrecht erhalten werden. Fast alle Freiflieger nehmen auch an Wettbewerben teil. So hätten die internationalen Erfolge unter dem Rückgang bisher nicht gelitten. Der Saalflug sei in Deutschland durch die Cargolifter-Halle stark gefördert worden, ab April 2004 wird in dieser Halle Saalflug nicht mehr möglich sein. Prob-leme gebe es in der Nachwuchsarbeit, u.a. weil der derzeitige kleine Uhu wenig attraktiv sei. Die Zusammenarbeit mit DMFV biete hier eine gute Perspektive. Zur Freiflug-Jugendmeisterschaft werden 2004 in den nationalen Klassen DMFV-Mitglieder eingeladen. Die sei eine Chance, neue Freiflieger zu gewinnen.

Fernlenkflug

Adolf Middeldorff wies auf die Besonder-heiten hin, außer dem „normalen“ Programm sei für 2004 vorgesehen: Adolf Middeldorff empfahl den Vereinen, Sporthallen zu nutzen für Indoorfliegen. Diese Sparte sei im Kommen, vor allem bei der Jugend, da es noch relativ preisgünstig sei. In den meisten Gemein-de können die Sportvereine,  also auch Modellflieger,  die Sporthallen kosten-günstig nutzen. Teilweise hätten auch Segelflieger daran Spaß gefunden, um die Winterpause zu überbrücken.

Aktivensprecher

Bernhard Schwendemann erläuterte, bei Doping habe die FAI inzwischen die Regeln der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) anerkannt. Auf internationalen Wettbewerben müsse in Zukunft mit Do-ping-Kontrollen gerechnet werden. Die MFK werde sich um die Details kümmern. National sei mit Kontrollen nicht zu rechnen, solange es vom Innenministerium keine Zuschüsse gebe. Die Rabatte für den Autokauf für A- und B-Kader-Piloten über den DSB gebe es weiterhin. Nur drei Landesverbände hätte Sportler für den C/D-Kader gemeldet, das müsse 2004 besser werden. In der neuen Saison stehen Aktivensprecherwahlen an. Um die Beteiligung zu erhöhen, sollen die Abstimmungen auf Wettbewerben durchge-führt werden.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Über Presse und im Modellflug-Forum unter www.daec.de hat Helmut Steinigeweg über den Modellflugsport informiert. Ab 2004 werden alle Ausschreibungen und Ergebnislisten auf der Web-Seite des DAeCs zur Verfügung gestellt, ein Ver-sand von Papier erfolgt nicht mehr. Im Newsletter Modellflug werde informiert werden, wenn neue Dokumente eingestellt worden sind. Der Newsletter kann unter www.daec.de/kontakte/news.htm kostenlos abonniert werden. Alle Funktionäre und auch möglichst viele Sportler sollten es bestellen. Die Web-Seite www.daec-modellflugsport.de sei noch nicht so, wie es sein sollte –  Mitarbeiter sind gesucht.

CIAM-Vertreter

An den Tagungen der Unterausschüsse der CIAM nehmen jetzt auch die deutschen Vertreter teil, berichtete Gerhard Wöbbeking. Dadurch konnte die Interes-sensvertretung verbessert werden. Die CIAM interessiere sich sehr für deut-sches Know-how. Konkret stehe derzeit Indoor-Kunstflug hoch im Kurs, vor allem wegen des erhofften Publikumsinteresses bei World-Air Games.

Finanzen

Klaus Böckmann berichtete von rund 5000 € Überschuss im Haushalt 2002. Der Etat im laufenden Jahr sei exakt im Plan, für 2004 betrage das Haushaltsvolumen rund 190 000 €. Ab 2004 werde der Geschäfts-führer Michael Thoma mit 75% statt mit nur 50% angestellt für den Modellflug. Dass die Geschäftstelle bisher funktio-niert habe, sei neben der Verlagerung auf Ehrenamtliche vor allem den vielen Überstunden von Michael Thoma zu verdan-ken. Zur 100% Übernahme des Geschäfts-führers ab 2005 wird der Spartenbeitrag pro Jahr um 2,30 € für Erwachsene erhöht werden, für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren entsprechend um 1,15 €. Allein die eingesparte Frequenzzuteilungsgebühr von 60 € durch die Arbeit des DAeCs decke über viele Jahre diese Erhöhung ab. Es bestehe in den Landesverbänden die Möglichkeit, diese Erhöhnung im LV zu tragen und nicht an die Mitglieder weiter zu geben, so mache es zum Bei-spiel Rheinland-Pfalz. Die Tagung stimm-te mit großer Mehrheit der Erhöhung zu.

Mitgliederzahlen

Klaus Böckmann hat sich die Mitglieder-zahlen genauer angeschaut, vor allem die Verteilung der Modellflieger auf die Landesverbände. Durchschnittlich seien rund 20% der DAeC-Mitglieder Modellflie-ger, mit Abstand am Ende rangiere Baden-Württemberg mit ganzen 6%. Der Anteil der Jugendlichen an den Modellfliegern eines LV beträgt im Schnitt 13%. Das in vielen Landesverbänden heiße Thema Einzelmitgliedschaft solle offensiver angegangen werden - auf Veranstaltungen wie Messen etc. könne man so Interes-sierten leicht ein Aufnahmeangebot machen. Der DMFV habe heute immer noch 30% Einzelmitglieder – hier sei also wirklich ein Bedürfnis vorhanden. Bayern habe ab 2004 die  Einzelmitgliedschaft im Modellflug eingeführt zum Jahresbei-trag von 60 € einschließlich Versiche-rung über 1,5 Mill. Euro und der Zeitschrift Luftsport.

Jugendarbeit

Klaus Böckmann wies auf das Sorgenkind Nachwuchs hin. Gespräche mit der Luft-sportjugend (LSJ) seien bisher erfolglos geblieben. Das Geld der Modellflug-Sponsoren fließe in der LSJ nicht voll-ständig in Modellflug-Maßnahmen. Es werde jetzt innerhalb der LSJ ein Mo-dellflug-Arbeitskreis eingerichtet, da die Landesvertreter in der LSJ fast immer Segelflieger seien und so das Modellflugwissen fehle. Wichtig ist die Teilnahme der Modellflug-Jugendvertreter der Landesverbände, sie müssten dann die Ergebnisse in die Breite tragen. Martin Weberschock, im RC-Segelflug für die Jugend zuständig, wies darauf hin, dass in der LSJ in den letzten Jahren nichts geschehen sei, weil die Modellflieger dort nicht aktiv waren. Es gelte Leute zu suchen, wenn diese gefunden sind, dann lassen sich auch Modelle finden. Erfolgreiche Sportler hätten auch eine Verantwortung gegenüber ihrem Sport, ihnen sei es wesentlich einfacher Schü-ler zu aktivieren oder mit Schulen in Kontakt zu kommen.

Jugend- und Juniorenmeisterschaften

In den beiden letzten Jahren waren die Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Modell-Segelflug recht erfolgreich. Bei den Jugendlichen ist die Modelldefiniti-on eingeschränkt im Gegensatz zu den Junioren. Bei der CIAM wurde beantragt, die Altersgrenze für Junioren von 18 auf 23 Jahre für den RC-Flug hochzusetzen und Junioren-EM/WM zu veranstalten. Diese Änderung sei in den technischen Klassen notwendig, sonst gebe es dort keinen Nachwuchs.

Deutscher Sportbund

Seit 2003 hat sich die Bewertung beim DSB geändert, die Förderung  auf Landes-ebene ist nur noch abhängig von den Erfolgen der Jugendarbeit. Die Ergebnis-se (Platz 1 bis 10) von internationalen Meisterschaften und der Deutschen Ju-gend- und Juniorenmeisterschaften werden nach einem Punktesystem bewertet. Bei der Auswertung aller WMs in den vergan-genen zwei Jahren hat sich ergeben, dass die deutschen Junioren weltweit auf Platz 1 stehen, alle von der FAI ausge-schriebenen 20 Klassen ging hier ein.

Stellvertretender Vorsitzender

Helmut Steinigeweg, gleichzeitig Fachre-ferent für Öffentlichkeitsarbeit, wurde einstimmig als Nachfolger von Kurt Niemeyer zum stellvertretenden Vorsit-zenden der Sportfachgruppe Modellflug gewählt. Kurt Niemeyer hatte sei Amt zur Verfügung gestellt.

Anträge

Drei Anträge zu Formalien wurden ange-nommen. Interessanter war die Neufassung der Verhaltensregeln für die Mitglieder der Nationalmannschaften. Diese wurden gründlich modernisiert und in die Form eines „Verhaltenskodex“ gebracht, der die Rechte und Pflichten von Teammanagern und Mannschaftsmitgliedern regelt. Der neue „Kodex“ wurde einstimmig angenommen.

Richtlinien für den Aufstieg von Flugmodellen

Schon vor den eigentlichen Kooperations-gesprächen hatte es mehrere Gespräche gegeben zwischen DAeC und DMFV über einen gemeinsamen Vorschlag der Verbände ans BMV. Klaus Böckmann stellte die Papiere vor, die an das Ministerium eingereicht wurden. In den „Richtlinien“ sind im wesentlichen die bestehenden Gesetze zusammenfasst. Erfolgt die Beauftragung der Verbände durch das BMV, werden die Gelände von den Verbänden genehmigt. Im DAeC würde dies die Aufga-be vom Luftsportgeräte-Büro. Auf die Gutachter in den Ländern kämen größere Aufgaben zu. Der DMFV wollte unbedingt die Beauftragung und das Ministerium  hat auch Interesse daran. Das Modell-flug-Betriebshandbuch ist deutlich umfangreicher. Es soll grundsätzlich Bestandteil jeder Aufstiegserlaubnis werden. Damit sollen die unter-schiedlichen Auslegungen und Auflagen vereinheitlicht werden. Zum Thema Umwelt hatte es große Differenzen zwischen DAeC und DMFV gegeben, der DAeC wollte auf die Umweltprobleme durchaus eingehen.

Segelflugmuseum Wasserkuppe mit Modellbaumuseum

Theo Rac präsentierte die Erweiterung des Segelflugmuseums auf der Wasserkuppe um den Bereich Modellflug. Die Aufgabe des Museums sei die Tradition aufrecht zu erhalten und gleichzeitig der Jugend eine sinnvolle Freizeitmöglichkeit aufzuzeigen – für Segelflug und für Modellflug. Jetzt sei Man-Power gefragt um Modelle und Pläne aufzuarbeiten und einzuordnen.  Fernsteuerexperten seinen gesucht, ebenso Modelle aus der DDR und alte, kurze Filme. Siehe auch www.segelflugmuseum.de
 

Fachausschuss Freiflug 2003

 Der Fachausschuss Freiflug stellte auf seiner jährlichen Tagung in Stadtallendorf 15./16. 11. 2003 die Weichen für das Jahr 2004. Die Hauptprobleme sind nach wie vor Gelände und Veranstalter für nationale Wettbewerbe, einen Jugendreferenten für den Freiflug zu finden sowie ein Nachwuchsmodell zu definieren und als Baukasten verfügbar zu machen. Brisant ist der Antrag, reversible Funktionen in den Modellen zu verbieten. Die zunehmende Kooperation der Sportfachgruppe Modellflug mit dem DMFV wird sich im Freiflug auswirken.  Es war eine Arbeitstagung, am Samstagabend wurde sogar die erste Halbzeit des Länderspiels dem Freiflug „geopfert“. Die Arbeit war weitestgehend sachlich und am Sonntagmorgen gab sich sogar der neue Vorsitzende der Sportfachgruppe, Klaus Böckmann, die Ehre.

Bericht Gerhard Wöbbeking

Der Vorsitzende des Freiflug-Unterausschusses, Gerhard Wöbbeking, konnte nach zweijähriger Unterbrechung wieder an der „Jahreshauptversammlung der Freiflieger“ teilnehmen. 2003 war aus seiner Sicht ein ziemlich gutes Sportjahr, sein Dank ging an die dafür mitverantwortlichen Organisatoren: Günter Müssig, Michael Thoma, Peter Mönnighoff, Bernhard Schüßler, ebenso dankte er den Teammanagern der EM/WM-Mannschaften.

Zwei Streits innerhalb der Nationalmannschaften Freiflug hätten 2003 unnötig Kraft gekostet. Nach vielem Hin- und Her seien die Differenzen zwischen Claus-Peter Wächtler und Jugendmannschaftsführer Paul Seren jetzt bereinigt. Paul Seren ist bereit, weiterhin die Aufgabe des Teammanagers Jugend zu übernehmen.
Im F1ABC-Team gab es Streitigkeiten zwischen Mannschaftsführer Andreas Rink und Claus Gretter. Bis zur WM sei es dann gelungen, auch hier die Wogen zu glätten. Andreas Rink will das Amt des Teammanagers nicht mehr übernehmen.

Zu den Welt- und Europameisterschaften verwies Gerhard Wöbbeking auf die Berichte, die in den verschie-denen Zeitschriften schon erschienen sind oder noch erscheinen werden. Mehrfach war die Kritik geäußert worden, dass Gebühren und Leistung nicht zusammen passen auf vielen internationalen Meisterschaften. Ein Problem  dabei sei, dass es an Veranstaltern mangle und so auf andere Länder nicht ausgewichen werden könne. Bernhard Schüßler vertrat hier die Meinung, dass in Deutschland kann mit den maximal erlaubten Gebühren keine EM/WM veranstaltet werden könne. Michael Thoma erwähnte als Gegenbeispiel ist die F3B-WM in Kirchheim/Teck.

Zur allgemeinen Verbesserung des Niveaus der natio-nalen Wettbewerbe hat Bernhard Schüßler eine Broschüre für mit den F1E-Regeln und Tipps für Veran-stalter zusammen gestellt. Die Frage, wie das Startfeld definiert sei, ist jedoch nach viel vor umstritten. Auch die englische Fassung des Code Sportif konnte nicht eindeutig interpretiert werden.

Die Einzelstatistiken der Landesverbände werden von Gerhard Wöbbeking zu einer Übersicht zusammen gestellt.

Aktivensprecher

Bernhard Schwendemann wies darauf hin, dass er seit 2003 als Gesamt-Aktivensprecher  Mitglied im Vorstand der Sportfachgruppe sei. Er habe mitgearbeitet unter anderem beim Lösen der Streits in den Nationalmann-schaften, er habe die Mitglieder der Leistungskader ü-ber die Rabattmöglichkeiten bei DSB und DSH infor-miert (Tipp: Mit dem Schreiben über die Rabatte bei VW und Audi kann man auf bei anderen Marken ähnli-che Rabatte aushandeln).

Neuigkeiten gab es auch zum Doping: durch den Druck vom olympischen Komitee auf die FAI, hat diese nun den Antidoping-Code der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) anerkannt. Probleme gebe es mit notwendigen Medikamenten, insbesondere da der Altersdurchschnitt bei Luftsportlern deutlich höher ist als in vielen anderen Sportarten. Die Doping-Listen für die internationalen Meisterschaften sollen so schnell wie möglich veröf-fentlicht werden. Solange vom Bundesinnenministerium keine Unterstützung für den Modellflug erfolgt, sind keine Dopingkontrollen bei nationalen Meisterschaften zu erwarten.

Nur drei Modellflugreferenten der Landesverbände ha-ben bei der Aufstellung der D/C-Kader für den Deut-schen Sportbund mitgearbeitet. Die ist jedoch Aufgabe der Länder und wenn Michael Thoma in mühevoller Kleinarbeit nicht eingesprungen wäre, wären den Sportlern einiges an Zuschussmöglichkeiten auf Lan-desebene entgangen.

2004 stehen wird Wahlen für die Aktivensprecher in den einzelnen Klassen an. Um die Wahlbeteiligung zu erhöhen, werden die Wahlunterlagen nicht mit den Ausschreibungen verschickt, sondern es werde auf den Deutschen Meisterschaften gewählt.

Teams für EM und WM 2004

EM F1ABC Senioren in Rumänien: Die Mannschaft ist ermittelt.  Stefan Rumpp schlägt Claus Gretter als Mannschaftsführer vor. Gerhard Wöbbeking sieht keine Möglichkeit, dass die MFK Claus Gretter akzeptiert.

WM F1D (Senioren und Junioren): Ort und Termin sind noch offen. Es wurde nur ein Qualifikationswett-bewerb geflogen, aber das Team ist ermittelt. Der Teammanager soll erst benannt werden, wenn der Ort der WM feststeht.

WM F1ABJP Jugend in Frankreich: das Team ist ermittelt, Teammanager ist Paul Seren, Helfer noch offen, Paul Seren möchte zwei Assistenten. Gerhard Wöbbeking plant ein Trainingswoche für jugendliche Motorflieger in Laucha.

EM F1E (Senioren und Jugend): Das Team ist er-mittelt, Ort und Termin der EM sind noch offen, der Mannschaftsführer ist noch offen.

EM und WM 2004

25.-31.7.2004 F1ABC EM  in Buzau/Rumänien
08.-14.8.2004 F1ABJP Jugend-WM in Moncontour /Frankreich

Die Cargolifter-Halle ist jetzt bis März wieder benutzbar, berichtete Gerhard Wöbbeking. Er schlage vor, dort die Saalflug-WM vom 24.-28.3.2004 in Berlin-Brand zu veranstalten und kurz zuvor eine Deutsche Meisterschaft. Dies sei die letzte Change, denn dann werde die Halle umgebaut. Zeitnehmer werden gesucht, sie erhalten 144 Euro (reicht z.B. für Hotel und 20 € Verpflegung pro Tag).

Die noch offenen Termine (einschließlich der Festlegung der Saalflug-WM) werden auf der Sitzung der CI-AM Ende November festgelegt.

Internationale Wettbewerbe

Salzland Cup 2004, Weltcup-Wettbewerb, 20.-22. August, Wöbbeking/Haase (Staßfurt/ST), 20 km südlich von Magdeburg, Freitag kleine Klassen und Oldtimer, Samstag F1BC, Sonntag F1A.

Eifel Pokal 2004, Weltcup-Wettbewerb, 2.-5.September, Zülpich, Freitag F1BC, Samstag F1A.

Für einen evt. Bodeland-Cup wäre Holland oder Luxemburg als Weltcup-Träger in Frage gekommen. Termin und Gelände sind nach wie vor frei. Von Michael Thoma wurde der Veranstalter angeschrieben wegen der CIAM-Meldungen, er habe nicht reagiert.

Hangflug Oberkotzau: Weltcup am 10.Oktober.
 
 

Nationale Wettbewerbe

Es war weder ein Veranstalter für eine Deutsche Meisterschaft noch für den Ranglisten-Doppelwettbewerb außerhalb von Manching zu finden. Andererseits hat der DAeC nur das Recht, an drei Wochenenden in Manching zu fliegen, ein Termin davon „gehört“ den Bayern.


Die Change, einen vierten Termin in Manching genehmigt zu bekommen, wurde als hoch eingeschätzt, des-halb wurde so geplant:

Falls ein vierter Manching-Termin nicht möglich sein sollte, werden für die Ranglistenwertung weitere Durchgänge an die DMM angehängt (aber nur bis Sonntagabend. Für die zusätzlichen Durchgänge kann einmal mit verlängerter Maximalzeit laut Rahmenaus-schreibung geflogen werden.

Saalflug: 19.-21.3.04, offene Deutsche Meisterschaft und Ranglistenwettbewerb (einschließlich Jugend) in der CargoLifter-Halle in Berlin-Brand. Vorteil: hohe Halle für die Qualifikation wie auch die WM.

Die F1E-Termine werden von Bernhard Schüßler zusammengestellt.

Jugendreferent

Michael Schlimmer, der 2003 zum Jugendreferent gewählt worden war, ist nach  kurzer Zeit wieder zurück getreten. Mit Ralf Kleine, der für dieses Amt genannt worden war,  kam keine Zusammenarbeit zustande, berichtete Gerhard Wöbbeking. Frank Adametz ist zu einer gewissen Mitarbeit am Schülermodell bereit, nicht aber das ganze Amt des Jugendreferenten zu über-nehmen. Er hat ein F1A-Nachwuchsmodell ausschließlich aus Graupner-Katalogteilen entworfen und gebaut.

Einsteigermodell

Die mehrjährigen Bemühungen im Fachausschuss für ein Einsteigermodell haben bis jetzt kein konkretes Er-gebnis gebracht.

Gerhard Wöbbeking hat mit dem DMFV zwei Gespräche über Ansteigermodelle geführt. Das DMFV Einsteiger-modell SE1 sei recht brauchbar, es sei ähnlich dem früheren kleinen Uhu. Gerhard Wöbbeking sei gebeten worden, den DMFV in Fragen der Einsteigermodelle zu beraten. Er werde in der Zeitschrift des DMFV einen Artikel schreiben über Modelle, die für die Schülermeisterschaft F1H-S in Frage kommen. Der DMFV ar-beitet mit Simprop zusammen bei den Anfängermodellen, Simprop sei hierbei sehr flexibel und kooperativ.

Der Ansatz von Gerhard Wöbbeking für die Weiterar-beit: Auf dieser Ebene mit dem DMFV und Simprop zu-sammenzuarbeiten. Die Zusammenarbeit mit der Luft-sportjugend des DAeCs sei äußerst frustrierend und  Graupner habe kein Interesse am Freiflug.

Bernhard Schwendemann befürchtete, dass das Projekt endgültig scheitern werde, wenn nun nicht klare Be-schlüsse gefasst werden darüber was wir wollen und wie dies dann auch umgesetzt werde. Alles von unsi-cheren Möglichkeiten in der Zukunft abhängig zu ma-chen, führe nicht ans Ziel.

Resultat einer längeren Diskussion:
• Gerhard Wöbbeking wird die Referenten regelmäßig über die Gespräche mit dem DMFV informieren.
• Gerhard Wöbbeking wird über das Treffen am 21./22.2.04 mit Modellflugjugend zur Nach-wuchsarbeit im Modellflug informieren.
• Bernhard Schüßler soll die Arbeit an dem Modell (F1H-S) fortführen, einen Bauplan und ein fertiges Modell erstellen, damit diese vorgestellt werden könne bei den Gesprächen im Februar. Der Plan sollte auch in größerer Menge erhältlich sein. Bern-hard Schüßler ist dazu bereit. Bernhard Schüßler sucht sich einen fachlichen Ansprechpartner in sei-ner Nähe, z.B. Ralf Kleine oder Peter Kuhl. Wolfgang Gerlach ist bereit, die Modelle zu bauen.

Wettbewerbspraxis
Zeitnehmerproblematik

Gerhard Wöbbeking wies darauf hin, dass Zeitnehmer zu finden noch relativ gut funktioniere bei Ranglisten-wettbewerben, bei anderen nationalen Wettbewerben sei gegenseitiges Stoppen der Teilnehmer sinnvoll, wenn genügend Zeit zur Verfügung steht. Wie solle bei deutschen Meisterschaften verfahren  werden?
Thomas Weimer und Wolfgang Gerlach waren der Mei-nung, nicht so wie beim Volkswind Cup in diesem Jahr, wo sich die Teilnehmer gegenseitig stoppen mussten. Im kleinen Kreis sei das was anderes.

Vorschlag Gerlach: „Wie auf internationalen Wettbe-werben auch üblich, sollte auf LV-Startstellen verzich-tet werden und eine gleichmäßige (z.B. in alphabeti-scher Reihenfolge) Belegung der Startstellen (mit z.B. fünf Teilnehmer) vorgenommen werden unter Zuteilung von 2 gemischten Zeitnehmern (nach der Regel 1 Zeit-nehmer pro 4 Teilnehmer). Damit wird das Konkurrenz-Verhalten reduziert und die Kameradschaft unter den LV gefördert.“ Gegenseitige Hilfe an der Startstelle durch die anderen Teilnehmer der LV wurde in der Dis-kussion als wichtiger Punkt herausgestellt.

Lärm beim Motorfliegen

Der mangelnde Schutz der Piloten und der Zeitnehmer vor dem Lärm der Motormodelle wurde von Wolfgang Gerlach kritisiert, zumindest die Jugendlichen müssten geschützt werden. Günter Müssig wies auf das Ge-räuschlimit von 84 dBA bei RC-Modellen hin, 105 bis 110 dBA erreichten dagegen F1C-Motoren. Inzwischen gebe es kleine, wirksame Gehörschutzvorrichtungen. Manche Piloten sagen, sie könnten den Motor nicht be-urteilen, wenn sie Gehörschutz tragen.
„Den Piloten von Motormodellen und vor allem den Jugendlichen empfiehlt der Fachausschuss Gehörschutz zu tragen. Den Jugendlichen wird der Gehörschutz vom Fachausschuss kostenlos zur Verfügung gestellt.“
Abstimmung: einstimmig angenommen

Deutsche Jugendmeisterschaft

Wer welche Preise bekam bei der Deutsche Jugend-meisterschaft wurde von Paul Seren kritisiert, die Prei-se sollten gerechter verteilt und für Freiflug passender sein. Bernhard Schwendemann kritisierte, dass es bei der Deutschen Meisterschaft und der Jugend-meisterschaft über den ganzen Wettbewerb keine Zwi-schenergebnisse gegeben hatte.

Bei der Deutschen Jugendmeisterschaft wurde ein Teilnehmer mit falschem Geburtsdatum (1.1.89) nachge-meldet (nicht vom Mannschaftsführer), nachdem der Teilnehmer zuvor mit richtigem Geburtsdatum (31.12.88) als Schüler abgelehnt worden war. Der Be-troffene wurde Deutscher Schülermeister in F1A-S. Ge-gen die Wertung wurde Protest eingereicht. Selbst nach dem Hinweis an den Verein wurden die falschen Ergeb-nisse noch publizistisch ausgewertet.
„Die Ergebnisliste wird korrigiert, der richtige Sieger bekommt eine neue Goldmedaille. Silber und Bronze werden entsprechende weiter gereicht. Der Vorsitzende der Sportfachgruppe, Klaus Böckmann, wird an Ernst Herzog einen passenden Brief schreiben.“
(Abstimmung: einstimmig bei drei Enthaltungen)

Modellkennzeichnung

Die Modellkennzeichnung ist trotz der klaren Vor-schriften international wie national mangelhaft. In die Rahmenausschreibung der nationalen Wettbewerbe wird aufgenommen, dass die Modelle korrekt gekenn-zeichnet sein müssen.

Anträge
Vorbemerkung

Bei Erstellung der Ausschreibungen etc. ab 2004 wer-den nach den Vorgaben des DSB die Begriffe geändert:
Bis 14 Jahre: aus „Schüler“ wird „Jugendlicher“
Bis 18 Jahre: aus „Jugendlicher“ wird „Junior“ („junior“ im Englischen)

Schülermeisterschaft

 „Jugendliche unter 14 Jahre, die im Deutschen Modell-flieger Verband (oder gar nicht) organisiert sind, wer-den ausdrücklich zur Teilnahme eingeladen.“ … an der Schülermeisterschaft F1H-S und F1A-S teilzunehmen. Hintergrund ist die Kooperation des Modellflugs im DMFV und DAeC. Abstimmung: einstimmig

Schülermannschaftsmeisterschaft

 „Auf der DJM wird eine Jugendmannschaftsmeister-schaft und eine Schülermannschaftsmeisterschaft aus-geflogen.“  (Bisher gab es nur eine, gemeinsame Aus-wertung) Abstimmung: einstimmig
„Schülerwertungen können für die Jugendmannschaft gewertet.“ Abstimmung: 3 ja, 8 nein, 3 Enthaltungen

Gemischte Teams

 „Keine Teams für die Mannschaftsmeisterschaften an-erkennen, die sich aus Modellfliegern aus mehreren Landesverbänden zusammensetzen.“
Steht heute so in der Rahmenausschreibung – aber 2000 wurden vom FA-F1 gemischte Mannschaften er-laubt. Abstimmung: 5 ja, 6 dagegen, 2 Enthaltungen
D.h. die Rahmenausschreibung muss an den Beschluss von 2000 angepasst werden – es sind also gemischte Mannschaften erlaubt.

Flugzeit F1H

„Bei F1H kann in einem beliebigen Durchgang ein Su-permax mit 150 sec geflogen werden“ (nationale Re-gelung):  Abstimmung: 12 ja, 2 Enthaltungen

F1J und F1P

„F1J und F1P werden wie bei internationalen Jugend-meisterschaften üblich gemeinsam ausgeschrieben und auch beim Ranglistenwettbewerb I für Jugendliche ge-flogen.“ (7 Durchgänge auf 180 sec). Abstimmung: einstimmig angenommen

Startgebühren

 „Nachmeldungen sind bis 4 Wochen vor dem ersten Ranglistenwettbewerb sind gegen eine zusätzliche Ge-bühr von 10 Euro möglich (gilt auch für startgeldfreie Junioren)“. Abstimmung: einstimmig angenommen
Bei der Nachmeldegebühr für Deutsche Meisterschaften bleibt es.

DJM: Startgebühr € 10,- (statt 7,50), jede weitere Klasse € 5,-; Mannschaften € 6,- Abstimmung: 9 ja, 2 dagegen, 3 Enthaltungen

DMM: Startgebühr für Mannschaften € 9,- statt € 6,-
Abstimmung: einstimmig angenommen

Reversible Funktionen

 „Verbot aktiver Baugruppen oder Bauteile bzw. Kom-binationen mehrerer Baugruppen oder Bauteile, welche im freien Flug reversible Steuerfunktionen für den Kur-venflug ausüben bzw. ausüben können.“
Angesprochen sind elektronische Zeitschalter mit fester Verbindung von dem Servo zu den Rudern etc., denn so ist potenziell fernsteuern möglich, dies ist auch nicht kontrollierbar. Der Antrag von Sachsen-Anhalt ist ge-dacht als Anregung für eine internationale Regelung, nicht als eine nationale Sonderregel. Problem ist, dass heute viele elektronische Steuerungen mit Servos und Leinen oder Gestängen arbeiten und damit unter dieses vorgeschlagene Verbot fallen.  Gerhard Wöbbeking wird den Vorschlag in den CIAM-Unterausschuss einbringen.

F1C-X

 „Die „Offene Motor-Versuchsklasse“ F1C-X als Offene Motorklasse national einführen.“ F1C-X war 1999 als provisorische Klasse eingeführt worden, die Probezeit ist nun abgelaufen. Gerhard Wöbbeking sieht weitere Möglichkeiten in dieser Klasse, die auch in anderen Ländern geflogen wird. Gegenargument waren die vier Motorklassen (C, J, P, X) bei der kleinen Anzahl von Motorflieger. Da die Motorenklassen im Umbruch sind, sollte F1C-X jedoch nicht gestoppt werden.
„Probezeit um weitere vier Jahre verlängern“ Abstim-mung: einstimmig angenommen

Elektro-Freiflug

„Überarbeiten der Klasse F1C-Elektro nach internatio-nalen Vorbildern bis zur FA-Sitzung 2004“. Die deut-sche Definition ist durch die technische Entwicklung ü-berholt. In anderen Ländern gibt es verschiedene E-lektroklassen. USA wird jetzt beantragen, Elektroflug als provisorische Klasse F1Q aufzunehmen. In den Nie-derlanden gibt es eine Elektroklasse, in England gibt es zwei (eine passend zu P30, eine zu F1C-X).
Antrag zurückgezogen. Abwarten, was international be-schlossen wird.

Nationale Sonderregelung F1K

 „Streichen der Sonderbestimmung F1K für nationale Wettbewerbe“
Abstimmung: einstimmig angenommen

P30

„Übernahme der internationalen Gummimotorklasse P 30:
? Spannweite und Länge über alles höchstens 30 Zoll = 762 mm
• Frei käuflicher Plastikpropeller bis zu 9,5 Zoll = 241 mm Durchmesser. Der Propeller darf ausgewogen, aber nicht in seiner Form verändert werden. Ebenso darf die Nabe bearbeitet werden, aber nur für den Freilauf, nicht zum Klappen.
• Mindestgewicht der Zelle 40 g.
• Bis zu 10 g Gummi sind erlaubt; der Gummi muss vollständig vom Rumpf umschlossen sein.
• Flugzeit 5 x 120 sec, danach Stechen“
Gerhard Wöbbeking zu seinem Antrag: Die Klasse ist i-deal als Einstieg in das Fliegen mit Gummimotormo-dellen und gleichzeitig Herausforderung für erfahrene Modellflieger. Ist in vielen Ländern, vor allem in den USA und in GB, ist sie sehr verbreitet, auch Baukästen sind verfügbar. Dagegen standen die Bedenken, eine weitere Gummi-Klasse aufzunehmen, der Bedarf sei fraglich, P30 ist keine FAI-Klasse. Abstimmung: „Als provisorische Klasse aufnehmen“:  8 ja, 2 nein, 4 Ent-haltungen.

Aktuelle CIAM-Themen

Bei der CIAM führt die abnehmende Zahl der F1C-Piloten zu dem Gedanken, eine neue Definition parallel zu F1C fliegen, die dann langfristig F1C ersetzen soll - ähnlich zu dem Verfahren bei den Jugendlichen in F1P/F1J.

Gerhard Wöbbeking wies darauf hin, dass erst 2005 die Entscheidungen gefällt werden für 2006 – 2006 ist der nächste Termin, an dem größere Regeländerungen in Freiflug-Ebene möglich sind.

Derzeit gebe es Vorschläge das Supermax abzuschaf-fen. Ein Vorschlag möchte eine Prozentwertung wie bei F1E. Wahrscheinlicher ist die Rückkehr zur früheren Regelung, bei der ein längerer Durchgang voll gezählt wurde.

Diskussionen laufen im CIAM-Unterausschuss, welche Regelverstöße bezüglich der Modelldefinition zu welcher Strafe führen (z.B. Streichen eines Durchganges oder Ausschluss vom ganzen Wettbewerb).

Kostenplanung

Der Etat des Fachausschuss weist im Haushalt 2003 derzeit ein Plus von 400 Euro auf. 200 Euro hat der Hangflug bekommen für ein Jugendtraining 2004 auf der Wasserkuppe. 2590 Euro gingen aus dem Freiflug-Etat an die Nationalmannschaften.  Der Plan für 2004 wird jetzt an die neuen Startgebühren angepasst. Für Nationalmannschaften sind im Freiflug-Topf 2975 Euro vorgesehen.

Ehrungen

Der Ikarus-Pokal wurde einstimmig vergeben.

Ehrungsvorschläge von der Sitzung FA-F1 2002 waren 2003 nicht bearbeitet worden. Dies soll nun 2004 ge-schehen.

Sportfachgruppe

Klaus Böckmann ist nun seit fast einem Jahr Vorsitzen-der der Sportfachgruppe Modellflug im DAeC. Er be-richtete, es habe sich viel bewegt in diesen knapp zwölf Monaten, es sei ein erfolgreiches Jahr gewesen, auch sportlich: 7 Welt- und Europameister (davon 6 Junio-ren) und zwei Weltcup-Siege, quer durch alle Modell-flug-Kategorien.

Die Atmosphäre zwischen DAeC-Vorstand und Sport-fachgruppe habe sich stark verbessert und sei nun sehr gut. Sehr gut sei auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Generalsekretär Daniel Dornheim. Die Zusam-menarbeit mit dem DMFV sei 2003 ein Schwerpunkt. Die konkrete Arbeit habe sich im DAeC nun vom DAeC-Präsidium auf die Sportfachgruppe verlagert.

Sehr schade sei, dass der Freiflug keinen Jugendrefe-renten gefunden hat. Im RC-Bereich gebe es inzwi-schen mehrere, fachspezifische Jugendreferenten, jün-gere Leute können hier besonders erfolgreich sein.

Ein neues Problem habe sich mit  §52 der Abgabenord-nung ergeben. Modellflug ist gemeinnützig und vom DSB als Sport anerkannt, aber im §52 nicht als „Sport“ gemeinnützig. Dies könne jetzt bei den Sparmaßnah-men in den Ländern zu Schwierigkeiten führen.

Eine neue Richtlinie des Deutschen Sportbundes regelt die Zuschussmöglichkeiten für Sportler auf Landesebe-ne. Diese Förderung hängt in Zukunft nur noch von den Erfolgen der Jugendlichen und Junioren ab. Beim Zu-sammenstellen der internationalen Platzierungen habe sich gezeigt, dass 2002 und 2003 die deutschen Ju-gendlichen und Junioren weltweit an der Spitze lagen.

Er sei sehr betrübt über die sehr bescheidene Nach-wuchsarbeit mit dem Kleinen Uhu und über die Luft-sportjugend des DAeCs. Die Diskussion mit den Lan-desjugendleitern ergab allerdings auch, dass die Mo-dellflieger für die Luftsportjugend keine Ansprechpart-ner auf Landesebene haben. Hier bewege sich leider kaum etwas. Für die Tagung des Arbeitskreises Modell-flug in der Luftsportjugend im Februar ist die Mitarbeit der Modellflug-Landesjugendvertreter sehr wichtig.

Michael Thoma wird ab 2004 zu 75% (statt bisher 50%) dem Modellflug zur Verfügung stehen, voraus-sichtlich ab 2005 dann zu 100%. Dazu ist aber eine Beitragserhöhung ab 2005 notwendig.

Alle Rahmenausschreibungen und Ausschreibungen für nationale Wettbewerbe werden ab 2004 auf der Web-Seite des DAeC zur Verfügung gestellt. Über neue Do-kumente etc. wird der Modellflug-Newsletter informie-ren. Jeder Wettbewerbsflieger sollte diesen Newsletter deshalb abonnieren: www.daec.de/kontakt/news.htm

Verschiedenes
BeMod-CD

Für Erstellung von Schulungsunterlagen etc. können von Peter Ritz per E-Mail „offene“ (bearbeitbare)  Ka-pitel aus der BeMod (*.rft) bezogen werden.

Gold-C mit drei Diamanten

Wolfgang Gerlach will die Sportler motivieren, dieses Leistungsabzeichen zu beantragen. Es müsse sehr viele Freiflieger geben, welche die Bedingungen erfüllen, a-ber die Ehrung nicht beantragt haben.

Nächste Tagung

2004 wird es Verschiebungen der Tagungen geben müssen, da mehrere Messen um  den 19.-21.11. 2004 statt finden und die MFT nicht gleichzeitig sein kann.  Die Sitzung des FA-F1 wird (parallel mit dem FA-F3) am 6./7.11.2004 in Stadtallendorf stattfinden
 
 

Neuer Vorstand für die Modellflieger
Modellflugtagung 2002 in Dessau wählte neu / bs

 Die Modellflug-Kommission (MFK) wurde auf der Modellflugtagung (MFT) 2002 vom 23.-24.11.02 in Dessau (ST) neu gewählt. Der bisherige stell-vertretende Vorsitzende Klaus Böckmann (HH) löst nach 12-jähriger Amtszeit Dieter König als Vorsitzenden der Sportfachgruppe ab. Insgesamt wurde der Vorstand verkleinert und einige Auf-gaben in der MFK neu besetzt. In die Neubeset-zung wurde einige Hoffnung gesetzt, da sich in der Vergangenheit gezeigt hatte, dass die "Che-mie" zwischen dem DAeC-Vorsitzenden und dem Modellflug-Vorsitzenden nicht gestimmt hatte. Bei den Diskussionen nahm die Klärung des Ver-hältnisse zum Deutschen Modellfliegerverband DMFV breiten Raum ein, wie auch die Informati-onspolitik des Vorstandes des DAeCs. Seit kurzem gibt es einen Kooperationsvertrag zwischen DAeC und DMFV. Nach den Abschlüssen und der Pla-nung wird der Haushalt der Sportfachgruppe in den Jahren 2001 bis 2003 mit einem Überschuss abschließen, nachdem er in den früheren Jahren öfters rote Zahlen geschrieben hatte.

Ehrungen
Neben allen Vertretern der 16 Landesverbände und den Mitgliedern der Modellflugkommission nahmen an der zweitägigen Tagung am Ufer der Elbe auch der für den Modellflug zuständige DAeC-Vizepräsidenten Herrmann Kleber und der Geschäftsführer der Sportfachgruppe Michael Thoma teil.
Mit der bronzenen Ehrennadel des DAeCs wurde Kristi-an Töpfer (SN) ausgezeichnet, mit der silbernen Eh-rennadel Kurt Niemeyer (NI), Adolf Middeldorff (SH), Helmut Steinigeweg (NW), und Michael Thoma (SN). Die goldenen Ehrennadel erhielt Willi Wahl (BY), MFK-Vorsitzender 1981-1991, dann bis 2002 Fachreferent für Umwelt und Gelände und Dieter König (NW) 17 Jahre lang Modellflugreferent in NW, dann Presserefe-rent der MFK, seit 1991 Vorsitzender der Sportfach-gruppe Modellflug. Dieter König wurde auch zum Eh-renvorsitzenden der Sportfachgruppe gewählt.

Bericht des Vorsitzenden D. König
Im Januar habe in der Bundesgeschäftsstelle ein Ge-spräch über verbandsinterne Kommunikation statt ge-funden. Auslöser sei gewesen, dass der Vorstand der MFK von einem Vier-Augen-Gespräch der Präsidenten von DAeC und DMFV erst nachträglich aus der Presse erfahren habe. Das interne Gespräch sei nicht sonder-lich erfolgreich verlaufen. Später habe es noch eine Vorstandssitzung zu diesem Thema gegeben.
Auf der Nürnberger Messe habe das traditionelle Ge-spräch mit der Firma Graupner statt gefunden. Graup-ner sehe einige Dinge der Luftsportjugend kritisch.
Auf der DMFV-Hauptversammlung habe die Ansprache des Präsidenten des DAeC-Landesverbandes Bremen Werner Redeker Furore gemacht.
Fast alle Antragsteller auf Zulassung ihrer Großmodel-le, die beim DAeC eingegangen sind, seien DMFV-Modellflieger – das spreche für sich.
Die Mitgliedsbeiträge für Modellflieger seinen in den LVs immer noch sehr unterschiedlich, im Baden-Württemberg werden sie nun sogar noch erhöht wer-den.
Bei der Aero 2003 in Friedrichshafen werde der DAeC eine große Halle füllen. Die Modellflieger sollen eine gemeinsame Halle für DMVF und DAeC bekommen. Es werde aber keinen gemeinsamen Stand geben.

Bericht Klaus Böckmann
Mit Martin Webeschock, dem F3-Jugendreferenten, ha-be er die erste Deutsche Jugendmeisterschaft in F3B-Jugend organisiert, sie habe viel Anklang gefunden und sei mit 40 Jugendlichen recht erfolgreich gewesen.
Eine DAeC-Sportlerehrung habe 2002 nicht stattgefun-den. Er arbeite in einer Gruppe mit, die ein neues Kon-zept für eine Sportlerehrung, die nach innen und außen wirken solle, erarbeite.

Bericht Christian Töpfer
Der Modellflug im Segelflugmuseum auf der Wasser-kuppe werde von ihm für die MFK betreut. Vom Sym-posium werde es über das Modellflugarchiv Manu-skripte geben. Weiter habe er sich um die Ausgestal-tung der Ausbildung von Modellflug-Übungsleitern ge-kümmert. Unterlagen seinen bei ihm zu bekommen.

Bericht des DAeC-Vizepräsidenten
Zur schlechten Informationspolitik des DAeCs habe es auch im eigenen Haus harsche Kritik gegeben. Über das Gespräch beider Präsidenten in Friedrichshafen sei  auch der Vorstand schlecht informiert gewesen. Mit dem parlamentarischen Abend sei es sehr gut gelun-gen, den DAeC einschließlich des Modellflugs den Ab-geordneten und Vertretern von Öffentlichkeit und Pres-se vorzustellen. Er solle voraussichtlich alle zwei Jahr stattfinden.
Die Fesselflug-Weltmeisterschaft in Sebnitz sei her-vorragend gewesen. Es bleibe jedoch ein Problem zu-rück, das mit MFK und dem Verein besprochen werden müsse. Einen Schuldenberg von 50 000 € habe die WM hinterlassen. Die angeforderten Originalunterlagen ha-be der DAeC bisher nicht erhalten. Ohne diese könne er nicht helfen. In Zukunft müsse bei solchen Veranstal-tungen der DAeC und die MFK mehr mit im Boot sein. Es könne nicht mehr alles dem durchführenden Verein überlassen werden. Die WM-Segelflug in Bayreuth habe ein ähnliches Problem hinterlassen, da dem Innenmi-nisterium die Buchhaltung nicht präzise genug sei, um Zuschüsse auszuzahlen. Der FAI stünden bis heute die WM-Ergebnisse der Klasse F2B nicht zur Verfügung.
Herrmann Kleber lobte Klaus Böckmann und die Mo-dellflieger insgesamt für die Finanzführung in den letz-ten Jahre.
Der abgeschlossene Kooperationsvertrag DAeC-DMFV sei nicht problematisch, die  Behörden forderten ein einheitliches Auftreten der Verbände ihnen gegenüber. Im Zweifelsfall sei der Vertrag auch kurzfristig künd-bar.

Bericht Sportbestimmungen
Peter Ritz: da sich die Zustimmung zu den März-Protokollen der CIAM stark verzögert hatte, konnte BeMod-CD 2002 erst so spät veröffentlicht werden. 2003 sollen diese Unterlagen nicht abgewartet werden, CD soll spätestens im März 2003 verteilt werden. E-ventuell spätere Nachträge werden im Internet auf der DAeC Webseite dargestellt.

Bericht Leistungssport
Walter Hildel: Die Kaderlisten 2002 liegen beim Lan-dessportbund Nordrhein-Westfalen zum Abruf durch die LSB und DSB. Bis Mitte Januar braucht er die Daten für die Kader A, B, C, C/D. Für den C/D sind die Landes-verbände gefordert. Sportzeugenausweise zu verlän-gern ist auch seine Aufgabe. Auch für Sportler bei der Bundeswehr und im Zivildienst ist er jetzt zuständig.

Bericht des Aktivensprechers
Bernhard Schwendemann wies auf die unbefriedigende Lage bei der FAI-Sportlizenz und der Zusammenarbeit DSB mit Modellflug im DAeC hin.
Über den Freiflug berichteten Günter Müssig und Ger-hard Wöbbeking, über den RC-Flug Adolf Middeldorff.

Neuwahlen
Mit der Entlastung war die dreijährige Amtszeit der MFK beendet.
Vorsitzender: Klaus Böckmann (neu), stellvertretender Vorsitzender: Kurt Niemeyer (neu), Vorsitzender des Fachausschuss Freiflug: Gerhard Wöbbeking, Vorsit-zender des Fachausschuss Fernlenkflug: Adolf Middel-dorff, Fachreferent für Presse und Information: Helmut Steinigeweg, Aktivensprecher Bernhard Schwende-mann (direkt von den Sportlern gewählt).
Die weiteren Mitglieder der Modellflug-Kommission: Fachreferent Fesselflug: Wolfgang Gromann, Fachre-ferent Raketenflug: Steffen Mieleh, Fachreferent FAI: Gerhard Wöbbeking, Fachreferent für Leistungssport: Walter Hildel, Fachreferent für Recht und Versicherun-gen: Stefan Siemens (neu), Fachreferent Modellflugbe-stimmungen: Peter M. Ritz, Fachreferent Modellflugge-lände: Dieter Behrmann (neu), Fachreferent Umwelt: Willi Wahl, Archivar des Berthold-Petersen-Modellflug-Archivs: Horst Jung, Beauftragter der MFK für das Mu-seum Segelflug mit Modellflug auf der Wasserkuppe: Christian Töpfer. Nach den Beschlüssen der MFT 2001 entfallen die Ämter: dritter und vierter Vorsitzender, Jugendreferent (Jugendreferenten wird es jetzt näher an der Basis in den einzelnen Fachausschüssen geben), Koordinator für die Uhu-Wettbewerbe.

Positionspapier der MFK
Klaus Böckmann erläuterte das Positionspapier zur Zu-sammenarbeit DAeC mit DMFV, das der MFK-Vorstand erarbeitet hatte. Der favorisierte Vorschlag erfordert eine Anpassung der DAeC-Satzung. Bei Beitritt nach heutiger Satzung wäre der Verband außerhalb der Sportfachgruppe im DAeC Mitglied. Deshalb wurde vor-geschlagen, dass der DMFV wie ein Landesverband beitreten und mitarbeiten könne. Die Modellflug-Sportfachgruppe hätte dann finanzielle Vorteile. „Wie ein 17. Bundesland“ wäre dann der DMFV zu behan-deln. Die DMFV-Mitglieder hätten dann die normalen Rechte im DAeC. In die Landesverbände eintreten wer-de der DMFV sicherlich nicht. Durch die deutlich er-höhte Mitgliederzahl könnten die Beiträge sinken, die LV müssten dadurch weniger abführen an den DAeC-Bundesverband und hätten auf diese Art mehr Geld in der Kasse.
Herrmann Kleber sieht ein großes Problem darin, weil die LV ganz sicher dagegen wären, da dieser Vorschlag an ihnen vorbei ginge.
Dieter König sieht es  sehr schwierig und langwierig ei-ne Lösung zu finden, da 7 Sportfachgruppen und 16 Landesverbände zustimmen müssten.
Nach einem Gespräch unter den Landesmodellreferen-ten wurde zu den bisherigen Gesprächen zwischen DAeC und DMFV und als Basis für das Positionspapier von der MFT beschlossen:
„Bewertung der Arbeitsgrundlage der MFT zum Positi-onspapier der MFK zu einem möglichen Beitritt des DMFV in den DAeC.
1) Wir begrüßen die politischen Gespräche der beiden Präsidenten.
2) Ja zum stufenweisen Ausbau der Kooperationsbezie-hungen zwischen DAeC und DMFV.
3) Die MFT ist der Meinung, dass bei weiteren Ver-handlungen die MFK als Vertreter der DAeC-Modellflieger einbezogen werden muss.
4) Der leicht modifizierten Fassung des Positionspa-piers stimmen wir zu."

Kooperationsvertrag
Zwischen DAeC und DMFV wurde ein Kooperationsver-trag abgeschlossen, der die grundsätzlichen Spielregeln für konkrete Zusammenarbeit festlegt. Bereits be-schlossene Projekte sind:  Aero 2003 in Friedrichsha-fen,  Vereinbarung gemäß Einwilligungsvertrag (Groß-modell-Zulassung),  Blaue Flagge, Bundesnaturschutz-gesetz. Eine weitere Arbeitsgruppe für die NfL-Überarbeitung kommt hinzu, die Arbeit hat bereits be-gonnen.

Luftsportjugend
Die Anträge, welche die Luftsportjugend auf der DAeC-Hauptversammlung zum Ausgleich der Defizite stellen möchte, stießen auf einigen Widerspruch in der MFT.  Es wurde vorgeschlagen, die Luftsportjugend solle sich aus Laucha zurück ziehen. Herrmann Kleber betonte, das Haus der Luftsportjugend in Laucha (HDL) solle  aus politischen Gründen nicht geschlossen werden, es befinde sich aber in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Das HDL sei im Prinzip unabhängig vom DAeC und von der Luftsportjugend. Das HDL führe Kur-se etc. im Auftrag der Luftsportjugend durch. Die Luft-sportjugend und das HDL hätten hohe Ausgaben, aber kein schlüssiges Sanierungskonzept. Eine Aufschlüsse-lung der Ausgaben (z.B. tatsächliche Kosten pro Über-nachtung und pro Kurs) bekomme man nicht und sei auch aus den vorgelegten Zahlen nicht zu errechnen. Deshalb sei unklar, wo die Defizite eigentlich entstün-den.
 
 

Fachausschuss Freiflug 2002: Zwei neue Leute im Fachausschuss
Gerhard Wöbbeking weiterhin Vorsitzender der Freiflieger / bs

 Das wohl wichtigste Ergebnis der Tagung des Fachausschusses Freiflug am 16./17. November in Stadtallendorf (HE) war die Wahl von Thomas Weimer (BB) zum Referenten F1-Ebene und von Michael Schlimmer (SA) zum Jugendreferenten. Gerhard Wöbbeking bleibt weiter Vorsitzender, Günter Müssig sein Stellvertreter. Auch an den weiteren Positionen hat sich nichts verändert. Die Rahmenausschreibungen wurden an die neuen Regeln angepasst, damit dürfte es 2003 weniger Missverständnisse auf den Ranglisten—Wettbe-werben geben. Eine weitere wichtige Aufgabe war die Aufstellung der Terminkalender, insbe-sondere für F1-Ebene. Die Sitzung wurde von Günter Müssig geleitet, da Gerhard Wöbbeking nach seinem Unfall noch nicht dabei sein konnte. Es gab bei einigen Themen durchaus kräftige Dis-kussionen, die Sachlichkeit blieb aber nie auf der Strecke. Ganz werden sich manche "Längen" in solchen Sitzungen kaum vermeiden lassen, aber trotzdem war man eine Stunde vor der geplanten Ende fertig.

Eröffnung
Getagt wurde von Samstag 11 Uhr bis Sonntag 13 Uhr. Am Freitag Nachmittag hatten sich bereits Günter Müs-sig, Dieter Dauser, Michael Thoma und Bernhard Schwendemann zur Vorbereitung der Jahrestagung getroffen. Bei der Eröffnung galt der Dank von Günter Müssig dem Geschäftsführer Michael Thoma und seinen Helfern in der Bundesgeschäftsstelle in Braunschweig. Neu bei der Tagung dabei waren Raimund Brinker (als Stellvertreter für NI) und als Gast Andreas Rink (HE), vielleicht der Nachfolger von Dieter Dauser. Nicht ver-treten war Rheinland-Pfalz  und das Saarland insge-samt 15 Anwesende, davon 14 mit Stimmrecht. Um mehr Klarheiten mit dem Protokoll zu gewinnen und um es auch rasch zur Verfügung zu haben, wurde während der Sitzung mitgeschrieben und der Text mit LCD-Projektor nach jedem Punkt an die Wand geworfen zur Zustimmung.

Bericht des Vorsitzenden
Günter Müssig berichtete über das Sportjahr 2002. Er dankte den Veranstaltern der nationalen Wettbewerbe, gab eine Übersicht der Deutschen Meisterschaften und der Ranglisten-Wettbewerbe. In diesem Zusammen-hang beanstandete er fehlende Toilettenhäuschen und lobte die Teilnehmer, die nach dem Fliegen bis zur Sie-gerehrung da geblieben waren. Die Startgelder, die an die Veranstalter gingen, sollten auch für den Wettbe-werb im engeren Sinne eingesetzt werden. Ein weiterer Punkt waren die internationalen Erfolge der deutschen Freiflieger.
Michael Thoma stehe dem Modellflug weiterhin mit (nur) 50% zur Verfügung. Verbandspolitisch habe es Gespräche zwischen dem DAeC und dem DMFV gege-ben. Für bestimmte Bereiche sei eine Zusammenarbeit vereinbart worden, so bei Vertretung gegenüber Be-hörden (der Gesetzgeber erzwingt ein einheitliches Vorgehen der Verbände), bei den Richtlinien für den Modellflug, die der Bund aktualisieren möchte, bei der Zulassung von Modellen über 25 kg, sowie bei der blauen Flagge für Fluggelände und der Ausstellung Aero in Friedrichshafen. Weder werde der DMFV dem DAeC beitreten, noch werde der Modellflug an den DMFV abgegeben. Derzeit gebe es ja schon gemeinsa-me Wettbewerbe und viele Doppelmitgliedschaften. Im DAeC sei der Modellflug dabei, die Motorflieger zu ü-berholen und zweitgrößte Sportfachgruppe zu werden.

Thomas Weimar berichtete von einer Unzufriedenheit auf dem 3./4. Ranglisten-Wettbewerb in Manching, da nicht alle Teilnehmer mitbekommen hätten, dass der Wettbewerb schon am Samstag Abend beendet wurde. Ferner sei laut Ausschreibung der Wettbewerb bis Sonntag vorgesehen gewesen. Günter Müssig entgeg-nete, dass alle Wettervorhersagen ab Samstag Abend Regen und ab Sonntag zusätzlich heftigen Wind vor-ausgesagt hätten. Die Information sei bereits am Samstag Samstagmorgen erfolgt. Wetter und Platzzu-stand seien am Sonntag dann auch unfliegbar gewe-sen. In Zukunft werde er wichtige Informationen nicht nur durchsagen, sondern auch anschlagen.

Berichte von EM/WM
Jugendbetreuer bei der WM in der Slowakei war Albert Riedlinger, das Wesentliche sei in der Thermiksense gestanden. Die Durchführung des Wettbewerbs sei recht bescheiden gewesen. Die deutschen F1A-Piloten hätten gute Erfolge gezeigt, bei F1B und vor allem bei F1J seien die deutschen Jugendlichen vom Material her nicht für die Spitze in Frage gekommen. Mehrfach wur-de die mangelhafte Form der deutschen Sportlizenz kritisiert, dies habe auf internationalen Meisterschaften zu Problemen geführt.

Schlachtenbummler Peter Mönnighoff lobte die Arbeit von Mannschaftsführer Dirk Halbmeier und Helfer Wolf-gang Gerlach bei der EM in Ungarn, Teilnehmer Tho-mas Weimer hob die Stimmung im Team und das We-del- und Rückholteam hervor.

Teilnehmer Werner Ackermann berichtete von der Hangflug-EM in der Slowakei, Preis und Leistung hätten diesmal gestimmt, das zahlenmäßige Verhältnis von Teilnehmern zu Helfern sei optimal gewesen. Mann-schaftsführer Anton Frieser hatte 4000 Euro an Spen-den organisiert, die Jugendlichen konnten so praktisch voll finanziert werden. Bei den Jugendlichen waren die Modelle nicht auf Top-Niveau verglichen mit der Kon-kurrenz. Anton Frieser legte einen umfangreichen, be-bilderten Bericht über die EM vor.

Bericht F1E von Bernhard Schüßler
F1E-Referent Bernhard Schüßler verteilte seinen Be-richt. Elf Ranglisten-Wettbewerbe seien 2002 geflogen worden, zum Teil sei die   Durchführung allerdings un-befriedigend gewesen, manchmal habe es nicht einmal Ergebnislisten gegeben. Werner Ackermannn habe mü-hevoll den Endstand der Rangliste erstellt. Zur Deut-sche Meisterschaft in Rohden/NI seinen wenig Teilneh-mer gekommen. Die Mannschaftsmeisterschaft habe nicht funktioniert. Insgesamt seien zwar viele Jugendli-che bei den Wettbewerben dabei gewesen, aber fast immer nur bei den einzelnen, lokalen Wettbewerben. Nächstes Jahr werde er mehr Zeit haben und wolle sich verstärkt um die Jugendlichen in Hessen kümmern.

Aktivensprecher, Bundeswehr und Zivildienst
Bernhard Schwendemann hatte seinen Bericht vorge-legt. Er fühle sich etwas arg als Kummerkasten für al-les, was in den Augen mancher schief laufe. Sportlizen-zen, Visa für Sportler bei internationalen Wettbewer-ben, Rabatte für Kader-Piloten, Zusammenarbeit DAeC und DSB hatten ihn unter anderem beschäftigt. Die Neuwahl der einzelnen Sprecher in dieser Saison hatte in manchen Klassen  eine geringe Beteiligung, das nächste Mal solle eine andere Durchführung für mehr Wahlbeteiligung sorgen.

Das Amt „Bundeswehr“ wird vereinigt mit dem Referat Leistungssport (Walter Hildel). Freistellungen für Wett-bewerbe seinen weiterhin möglich (über ein Formblatt !!!) bei der Bundeswehr und im Zivildienst.

Aus den Landesverbänden
Über ein Formblatt wurde der Stand in den Landesver-bänden abgefragt. Der Förderverein Laucha hat vor kurzem Insolvenz angemeldet, der Flugplatz wird von der Stadt Laucha übernommen. Dies habe jedoch kei-nen direkten Einfluss auf die Luftsportjugend in Laucha. In manchen Landesverbänden  sei über die Schulen Ju-gendarbeit möglich, zum Teil auch über die Nutzung von Werkräumen.

F1D-EM 2003 in Brand/BB
Ein schriftlicher Bericht von Gerhard Wöbbeking über die Vorbereitung der F1D-EM im Oktober 2003 in der Cargo-Lifter Werft in Brand lag vor, siehe Anhang.

Wahlen
Wahlen im eigentlichen Sinn gab es keine auf der Sit-zung des Fachausschusses. Der Vorsitzende wird von der Modellflugtagung berufen (auf Vorschlag des Fach-ausschusses), der Vorsitzende besetzt dann die  wei-teren Positionen. Gerhard Wöbbeking kandidiert entge-gen seiner Ankündigung auf der letzten Sitzung doch noch einmal für das Amt bei der Modellflug-Tagung 2002. Er wünschte sich zwei Stellvertreter zur Entlas-tung, einer davon sollte Günter Müssig sein. Zwei Stell-vertreter sind aber laut Geschäftsordnung nicht mög-lich.

Thomas Weimer ist zur Mitarbeit im Fachausschuss bereit, kann jedoch das Amt des Vorsitzenden aus be-ruflichen Gründen nicht übernehmen, deshalb wurde die Position des Referenten F1-Ebene geschaffen. Dis-kutiert wurde auch, wie es mit der vor einiger Zeit an-gekündigten Kandidatur von Claus Gretter für das Amt des Vorsitzenden und CIAM-Vertreters stehe.

Nach einiger Diskussion wurde dann beschlossen (alle mit großer Mehrheit oder einstimmig):
Vorschlag für den Vorsitzenden an die MFK: Gerhard Wöbbeking/HH
Empfehlung an den neuen Vorsitzenden, folgende Re-ferenten zu berufen:
Stellvertreter: Günter Müssig (BW)
F1-Ebene: Thomas Weimer (BB)
F1D: Gerhard Wöbbeking (HH)
F1E: Bernhard Schüßler (HE)
Jugend: Michael Schlimmer (SA)

Gerhard Wöbbeking hatte vorgeschlagen für den Un-terausschussschuss Freiflug bei der CIAM einen stell-vertretenden Vertreter zu benennen. Andreas Rink (HE) wollte aber dieses Amt nicht annehmen und so kam es zu keiner weiteren Entscheidung in dieser Fra-ge.

Nationalteams 2003


Termine DMM und Ranglisten-Wettbewerbe
Gerhard Wöbbeking hatte eine Vorplanung gemacht, siehe Anhang. Es lagen mehrere Anträge zur grund-sätzlichen Festlegung der Termingestaltung von Bayern vor. Darin sahen die Vertreter eine zu starke Einen-gung der Planung und nahmen die Vorschläge nur in einer abgeschwächten Form an.
Bei der Terminfestlegung von deutschen Meisterschaf-ten und nationalen Ranglistenwettbewerben für EM/WM sollten Überschneidungen mit EM/WM und den wich-tigsten ausländischen Worldcup-Wettbewerben (insbe-sondere Poitou und Pusztacup) vermieden werden. Im Hangflug müssen die Termine deutscher Meisterschaf-ten und der Ranglisten-Wettbewerbe vom F1E-Referenten genehmigt werden, damit Überschneidun-gen mit EM/WM und den wichtigsten internationalen Wordcup-Wettbewerbe (Rana) vermieden werden. Ab-stimmung: drei Enthaltungen, elf ja
Deutsche Meisterschaften und Deutsche Jugendmeis-terschaften sollen grundsätzlich nicht gleichzeitig mit Jugend- und Senioren EM/WM statt finden. Abstim-mung: eine Enthaltungen, 13 ja
Die DJM-Ebene soll an einem Wochenende stattfinden, an dem alle (oder zumindest die  Teilnehmer stärksten) Bundesländer Ferien haben. Abstimmung: 14 ja
Die DJM-Ebene soll möglichst an einem Freitag Nach-mittag beginnen. Abstimmung: sieben dagegen, vier Enthaltungen, drei ja
Die DJM muss vor der Jugend-EM/WM stattfinden. Ab-stimmung: 13 nein, einen Enthaltung
Die DJM muss grundsätzlich in Manching stattfinden. Abstimmung: 13 nein, eine Enthaltung

Rahmenausschreibungen
Vom Aktivensprecher waren für Senioren und für Ju-gend Anträge eingereicht worden, wie angesichts der neuen internationalen Regeln die Wertung in den Ranglisten-Wettbewerben im Wesentlichen  auf den  Stand von 2001 gebracht werden kann. In einer von Peter Mönnighoff vereinfachten Fassung wurde den Anträgen zugestimmt.
Bei DMM und Weltcup zählen maximal 180 sec pro Durchgang für die Qualifikation. Bei den beiden sepa-raten Ranglisten-Wettbewerben kann je Wettbewerb ein Durchgang mit verlängerter Maximalzeit geflogen werden, die voll in die Wertung eingeht (210 sec für F1A und F1B, 240 sec für F1C). Bei Gleichstand nach Ende der Ranglistenwettbewerbe entscheidet die Rangfolge der DMM. Sollte dann immer noch keine Ent-scheidung feststehen, wird ein Stechen angesetzt. Bei der Jugendqualifikation gilt dies analog. Für F1P be-trägt die entsprechende Zeit 210 sec. Abstimmung: 14 ja

Jugendmannschaftsmeisterschaft
Bayern hatte beantragt, bei der Deutschen Jugend-meisterschaft klassen-reine Mannschaften zu bilden (statt gemischte) - wie bei den Senioren. Als Gründe wurden diskutiert die einfachere Auswertung und die unterschiedliche Wertigkeit der Klassen bei Hochrech-nungen. Dagegen wurde angeführt, dass so weniger Mannschaften gebildet werden, vor allem in den klei-nen Landesverbänden. Es sollten doch möglichst viele Teilnehmer in Mannschaften fliegen können und das Mannschaftsfliegen solle gefördert werden. Abstim-mung: 9 nein, 4 Enthaltungen, 1 ja
Günter Müssig zog seinen Antrag, die "klassenreinen" Mannschaften dann über die Landesverbände zu mi-schen, (ein "Gast" sollte erlaubt sein) zurück.
Das Gremium war der Meinung, dass der neue Ju-gendreferent zusammen mit den Jugendlichen über dieses Thema nachdenken sollte.

Rahmenausschreibung
Die Rahmenausschreibungen F1-Ebene und F1D sollen angepasst und klarer formuliert werden von Thomas Weimer, Günter Müssig und Dieter Dauser. Bernhard Schwendemann solle dann F1-Ebene gegenlesen, F1D Gerhard Wöbbeking. Bei F1E sah man keinen Grund für eine Überarbeitung. Der Termin für den Abschluss ist Ende Februar 2003. Die Ergebnisse 2002 und das An-meldeformular 2003 werden an die Teilnehmer per Post verschickt.

Neuer Sportkalender
Da die meisten internationalen Wettbewerbe noch nicht festliegen, konnte nur ein vorläufiger Kalender erstellt werden. Wenn die Weltcup-Termine Anfang Dezember bekannt sind, wird der nationale Kalender ggf. ange-passt. Für den dritten und vierten Ranglisten-Wettbewerb gab es noch keine endgültige Lösung. An erster Stelle steht ein Wettbewerb in der Nähe von E-geln, organisiert von Günter Müssig und Helfern. An zweiter Stelle ein Wochenende in Zülpich und notfalls die Aufnahme des Eifel-Weltcup-Wettbewerbs in die Ranglisten-Wertung.

Bestimmungen Freiflug
Bayern hatte beantragt, dass es eine Zeitgutschrift von 100% für Mannschaftsführung und Teilnehmer an EM/WM gibt, die dadurch die  Ranglistenwettbewerbe versäumten. Die Diskussion ergab:


Sachsen-Anhalt hatte das Verbot von Hochstartleinen aus Metall beantragt. Beschlossen wurde, dieses Verbot aus Sicherheitsgründen ab 1.1.03 national in allen Freiflug-Hochstartklassen. Falls es international nicht vorher verboten werden sollte, wird  im November 2003 der entsprechende Antrag bei der CIAM gestellt.  14 ja / einstimmig

Sachsen-Anhalt hatte beantragt, Schleuderhaken in F1A-Schüler zulassen, obwohl der gleiche Antrag im Vorjahr abgelehnt worden war. Die Diskussion war kontrovers, „was ist ein Schleuderhaken?“ „Kreis-schlepphaken ohne Sperre?“ oder „beliebiger Haken mit dem man keinen Kreisschlepp machen kann“.
Es gäbe gute Lösungen, die mit der heutigen Regelung verträglich sind. Umstritten war auch der Aufwand für solch einen Haken. Abstimmung: 10 dagegen, 4 Ent-haltungen.

Bayern hatte beantragt, Überzeiten sollen voll in die Wertung eingehen, nicht nur bei Gleichstand. Der Grundgedanke ist, in der thermiklosen Zeit die Überzeit zu fliegen. Problem sei, dass Stechen auf 10 min be-grenzt sind mit ähnlichen Wetterbedingungen in diesem Zeitraum. Bei Überzeit im Durchgang können innerhalb der 1 bis 1,5 Stunden sehr unterschiedliche Wetterbe-dingungen herrschen. Die Meinung der Tagung war, abzuwarten was international geschieht. Wenn ein in-ternationaler Antrag kommt, dann solle eine schriftliche Umfrage im FA-F1 die deutsche Haltung bei der CIAM-Diskussion festlegen. Nach dieser Diskussion wurde der Antrag zurückgezogen.

Motorklassen
Gerhard Wöbbeking hat die internationale Lage und seine Einschätzung schriftlich dargelegt, siehe Anhang. Bei der CIAM seien die Motorklassen unter scharfer Be-obachtung, vor allem wegen der zurück gehenden Teil-nehmerzahl und der Sicherheitsprobleme. In diesem Zusammenhang wurden neue Impulse für Elektro-Freiflug erwartet. Viele zeigten in der Diskussion große Skepsis, Elektroflug könne Anfänger geeignet sein. Bei einer deutlichen Änderung der Definition von F1C wur-den die Probleme mit dem  heute vorhandenen Material erwähnt und das Risiko, dass viele F1C-Piloten dies als Anlass nehmen könnten, ganz aufzuhören. Gerhard Wöbbeking solle alle deutschen F1C-Flieger nach der CIAM-Tagung per Fragebogen über deren Vorstellung zur weiteren Entwicklung der Motorklassen befragen.

Nachwuchsmodell
Die längste und engagierteste Diskussion entspannte sich an der Frage der weiteren Nachwuchsarbeit. Nach-dem dieses Thema auf der Sitzung vor knapp einem Jahr im Mittelpunkt gestanden hatte, waren viele Teil-nehmer mit dem was 2002 geschehen war, unzufrie-den. Viele seien bereit gewesen, etwas zu tun, es sei aber nichts koordiniert worden. Die 2001 vereinbarte Arbeitsgruppe habe nie getagt.
Günter Müssig berichtete, dass sich an der Problematik des Nachwuchsmodells „Kleiner UHU“ bei Graupner im vergangenen Jahr offensichtlich nichts bewegt habe. Es bestehe aus seiner Sicht die Gefahr, dass ohne ein bes-seres Modell die Teilnehmerzahl weiter zurück gehe und irgendwann diese Nachwuchsaktion eingestellt werde von Graupner und von UHU.
Nach einem Gespräch in Hamburg zwischen der Dr. Heinrich Cordes (Luftsportjugend), Adolf Middeldorff (FR-RC), Klaus Böckmann (Stellvertretender Modell-flugreferent) und Gerhard Wöbbeking (FR-F1), habe sich Heinrich Cordes mit Graupner zum Thema Uhu getroffen, sei dort aber auf kein Verständnis gestoßen. In der Versammlung wurde kritisiert, dass kein Freiflie-ger an der Besprechung teilgenommen habe, um die konkreten Probleme und Vorschläge vorzutragen.
Gerhard Wöbbeking berichtete in seinem Schreiben, dass nur ein Interessent in Manching beim Design-Wettbewerb sein Anfänger-Modell vorgestellt habe – jedoch beklagten sich andere Modellbauer, dass sie ihre Modelle vorstellen wollten und sie niemanden ge-funden hätten auf dem Fluggelände.
Die Möglichkeit bei Graupner in Bezug auf den Kleinen UHU doch noch etwas zu erreichen, wurden unter-schiedlich eingeschätzt. Die Mehrheit war aber der Mei-nung, dass das Projekt Baukastenmodell F1H mit Vor-rang betrieben werden solle. Dieses Modell solle das Modell nach dem Kleinen UHU sein.
Der neue Jugendreferent Michael Schlimmer wurde ge-beten, die Arbeitsgruppe (Albert Riedlinger, Ralf Kleine, Karl-Heinz Haase) zusammen zu bringen. Bernhard Schüßler als Fertigungsfachmann aus der Branche und möglicher Vertriebspartner solle auch dabei sein.

Finanzplanung 2002/2003
Änderungen 2003 gegenüber 2002 bestehen im We-sentlichen in der Anpassung an die neuen Wettbewer-ben und Teilnehmerzahlen. Die Grundgebühr für die Deutsche Meisterschaft F1E und für die Mannschafts-wertungen wurde geändert. Die Ansätze für die Zu-schüsse an die Nationalmannschaften (diejenigen des Fachausschusses, hinzu kommen Beiträge von der Sportfachgruppe) sind immer vorläufig und stehen endgültig erst im Herbst fest, wenn die Teilnehmer-zahlen bekannt sind. Die F1E-Nationalmannschaft be-kommt recht wenig Zuschuss, da sie nur über die DMM-Hang am Topf beteiligt ist und nicht durch Ein-zahlungen bei weiteren Ranglisten-Wettbewerben.

Unzufriedenheit von mehreren Seiten mit der Gegen-leistung einzelner Vereine für die Startgelder wurde zum Ausdruck gebracht. Zum Teil erhielt die Geschäft-stelle nicht einmal eine Ergebnisliste. Die Grundgebühr gibt es vorab für die Vereine, der Teilnehmeranteil wird erst nach dem Wettbewerb ausbezahlt und kann not-falls auch zurück gehalten werden.

Auf der Sitzung 2001 des Fachausschusses waren der Vorsitzende und der Referent F1E beauftragt worden, F1E wieder in das gemeinsame System der Abrechnun-gen und Zuschüsse zu integrieren. Bernhard Schüßler erklärte, es solle im Wesentlichen bleiben wie bisher, allerdings werde der Grundbetrag für die DMM F1E von 150 EUR auf 50 EUR gekürzt zu Gunsten der Bundes-geschäftsstelle.

Ggf. werden auch Mittel für die Jugendmodell-Arbeitsgruppe zur Verfügung gestellt.

F1E WM/EM in Deutschland
Bernhard Schüßler erklärte, dass in Deutschland selbst das maximale Startgeld nicht ausreiche, um solch eine Veranstaltung zu decken, deshalb seien Sponsoren notwendig. Das Gelände sei aber das größte Problem, er sehe höchstens auf der Schwäbischen Alb eine Mög-lichkeit. Werner Ackermann wies auf die Möglichkeit einer Ausnahmegenehmigung in der Rhön hin, dies sei in Hessen prinzipiell möglich durch Gleichstellung von Sport und Naturschutz. Alternative sei evt. im Norden Deutschlands ein niedriger Hang.

Ehrungen
Die Vergabe der Ikarus-Trophäe für 2003 wurde fest-gelegt, Übergabe bei der Deutschen Meisterschaft in Manching.
Weiter wurden vier Namen für eine Ehrung durch die CIAM festgelegt. CIAM-Ehrungen waren in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt worden.

Nächste Tagung
Die nächste Sitzung des Fachausschusses Freiflug fin-det vom 15.-16.11.03 in Stadtallendorf statt.

Ergänzung: Die neue Klasse
F1P ist in der BeMod zu finden unter 45-108:
Mindesttragfläche 26 dm2, maximale Spannweite 150 cm, Mindestgewicht 250 g, maximaler Hubraum 1 cm3, Thermikbremse und eine weitere Funktion sind erlaubt, Getriebe ist verboten, der Sprit ist frei, Motorlaufzeit maximal 10 sec, Flugzeit maximal 180 sec.