Dieses Bild zeigt

Böenwindkanal

Der Böenwindkanal wurde 1983 in Betrieb genommen und wird bis heute für die Untersuchung von Windturbinen genutzt.

Technische Daten:

  • Messkammergröße: Durchmesser 6,3 m, Länge 6,5 m
  • Maximalgeschwindigkeit: 17 m/s
  • Messstreckenquerschnitt: 31 m2
  • Gesamtlänge: 21,9 m
  • Gebläse: 8-blättrig, Durchmesser 6,5 m
  • Antrieb: Drehstrommotor 315 kW; Hydraulikaggregat; Hydromotor in der Nabe
  • Drehzahl: bis 190 U/min, stufenlos regelbar

Es handelt sich um eine Anlage vom Eiffel-Typ, bei der wegen des beträchtlichen Versperrungseffektes von Windturbinen-Modellen der Messquerschnitt mit 6,3m Durchmesser sehr groß gewählt wurde. Zusätzlich wurde zur Abminderung der Wandinterferenzen die Messstreckenwand als Schlitzwand ausgeführt. Ein Axialgebläse mit einer Antriebsleistung von 315kW sorgt für eine Durchströmung der unmittelbar aus der Atmosphäre ansaugenden Messstrecke mit einer Strömungsgeschwindigkeit von maximal 17m/s.

Zu Beginn wurde die Luft ohne Einlaufhindernisse direkt aus der Umgebung ansaugt. Um die Strömungsqualität zu verbessern, wurde der Einlauf um ein 12m langes ausfahrbares Netz erweitert.
Dennoch kann die Strömung leichten Geschwindigkeitsschwankungen mit Störkomponenten quer zur Anströmrichtung unterliegen.

Der Böenwindkanal (c)
Der Böenwindkanal

Der Böenwindkanal wurde 1983 in Betrieb genommen und wird bis heute für die Untersuchung von Windturbinen genutzt, zum Beispiel für die Prototypentwicklung einer  Windkraftanlage neuer Generation.

Umfangreiche Messungen wurden für das Solarflugzeug Icaré 2 durchgeführt, wobei sowohl der Propellerwirkungsgrad im Auslegungsfall untersucht wurden als auch die gegenseitige Beeinflussung von Propeller und stromauf liegendem Leitwerk. Aufgrund der Größe der Messstrecke konnten diese Messungen im Originalmaßstab durchgeführt werden.

Weitere Einsatzgebiete sind z.B. die Durchführung von Messungen im Bereich der Gebäudeaerodynamik.

Video: Schirmtests im Böenwindkanal

Quelle: Universität Stuttgart

Kontakt

Dieses Bild zeigt Würz
Dr.-Ing.

Werner Würz

Leiter Laminarwindkanal