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Institut für Aerodynamik und Gasdynamik

Geschichte des Instituts

Gründungsvater des Instituts ist Prof. Dr.-Ing. Arthur Weise. Nach dem Umzug aus den Räumlichkeiten der früheren Forschungsanstalt Graf Zeppelin in Ruit Ende der 1950er Jahre auf den Campus Stuttgart-Vaihingen erhielt es seinen aktuellen Namen "Institut für Aerodynamik und Gasdynamik". Der Schwerpunkt der Forschungen lag zunächst auf experimentellem Gebiet, woraus eine Vielzahl von Versuchsanlagen resultiert, die zum großen Teil heute noch in Betrieb sind. War die Forschung anfänglich stark auf Überschallströmungen ausgerichtet, so erweiterte sich das Spektrum mit der Zeit auch auf den niedrigen Geschwindigkeitsbereich, hier insbesondere auf Anwendungen im Segelflugzeugbau, in der Windenergie und in der Gebäudeaerodynamik. In den letzten Jahrzehnten hat die numerische Strömungssimulation immer mehr Einzug in die Forschungsarbeiten des Instituts gehalten.

                                                    

                                                    

Prof. Arthur Weise (c)
Prof. Arthur Weise

1946 gründete Prof. Arthur Weise das "Institut für Gasströmungen"

Das Institut für Aerodynamik und Gasdynamik (IAG) der Universität Stuttgart blickt auf eine lange Tradition zurück: Es wurde 1946 von Prof. Arthur Weise als "Institut für Gasströmungen" gegründet, 1960 erfolgte die Umbenennung in "Institut für Aerodynamik und Gasdynamik".
Prof. Weise befasste sich insbesondere mit der Konzeption und Entwicklung eines Kurzzeitüberschallwindkanals, der in den sechziger Jahren als Großanlage realisiert wurde, sowie mit optischen Methoden zur Messwerterfassung.

Prof. Franz Xaver Wortmann (c)
Prof. Franz Xaver Wortmann

Prof. Franz Xaver Wortmann übernahm 1974 die Institutsleitung

Der Forschungsschwerpunkt Prof. Wortmanns lag auf den inkompressiblen Strömungen. Er untersuchte vor allem Fragen der Turbulenzentstehung und −beeinflussung und wurde international durch die aerodynamische Auslegung von Profilen für Segelflugzeuge und Drehflügler bekannt („FX-Profile“). Er initiierte den Bau des Laminarwasser- und des Laminarwindkanals sowie des Böenwindkanals, den er zum Testen von Windturbinen einsetzte.

Förster/Algermissen: Kommissarische Leitung in der Übergangsphase

Im Jahr 1976 war Dr. K. Förster zum Professor ernannt worden. Sein Arbeitsgebiet war die instationäre Gasdynamik. Er war der erste am Institut, der sich konsequent mit der Anwendung numerischer Methoden unter Einsatz von Computern befasste. Nach dem Tod von Prof. Wortmann übernahm er 1985 die kommissarische Leitung, die er bis zu seiner Pensionierung 1988 innehatte. Es sollte jedoch weitere drei Jahre dauern, bis ein neuer Institutsdirektor gefunden war. Während dieser Zeit leitete Prof. Algermissen vom benachbarten Institut für Thermodynamik der Luft- und Raumfahrt (ITLR) das IAG kommissarisch.

  

Prof. Siegfried Wagner (c)
Prof. Siegfried Wagner

1991 beendete Prof. Siegfried Wagner die „führungslose“ Zeit des Instituts

Prof. Wagner war zuvor Ordinarius an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg. Er übernahm das Institut in einer schwierigen Phase und baute es praktisch neu auf. Zusätzlich zu den wenigen noch laufenden Forschungsarbeiten etablierte er neue Themen, wie die numerische Simulation der Aerodynamik von Hubschraubern und Windturbinen sowie die Aeroakustik. Zudem integrierte er eine Arbeitsgruppe aus einem Nachbarinstitut, die sich mit der direkten numerischen Simulation des laminar-turbulenten Grenzschichtumschlags beschäftigte.

                                                    

Prof. Claus-Dieter Munz (c)
Prof. Claus-Dieter Munz

Am 1.1.1997 wurde Prof. Claus-Dieter Munz auf den Lehrstuhl für Numerische Strömungsmechanik berufen

Prof. Munz war davor am Forschungszentrum Karlsruhe und leitete dort die Gruppe „Wissenschaftliches Rechnen“ mit dem Schwerpunkt der numerischen Strömungsmechanik. Der Fokus seiner Forschungsarbeiten ist die Konstruktion numerischer Methoden. Hier stehen Methoden mit hoher Auflösung für die Simulation turbulenter Strömungen im Vordergrund. Auch die numerische Modellierung von Mehrphasen- und Plasmaströmungen wird von ihm untersucht. Er ist kooptiertes Mitglied der Fakultät für Mathematik und Physik und Mitglied des Stuttgarter Zentrums für Simulationswissenschaften (SC SimTech).

Homepage Prof. Claus-Dieter Munz

  

Prof. Dr.-Ing. Ewald Krämer (c)
Prof. Dr.-Ing. Ewald Krämer

Seit dem 1. Oktober 2004 leitet Prof. Dr.-Ing. Ewald Krämer das Institut

Prof. Krämer war zuvor 12 Jahre Zeitsoldat bei der Luftwaffe und anschließend 15 Jahre in der Luftfahrtindustrie tätig. Zuletzt war er Leiter der Hauptabteilung Flugphysik bei EADS-Militärflugzeuge in Ottobrunn bei München und in dieser Funktion u.a. an der Entwicklung des Eurofighters beteiligt. Seine Interessensschwerpunkte gelten vor allem auf dem Gebiet der experimentellen und numerischen Aerodynamik bei Flugzeugen, Hubschraubern und Windturbinen.

Homepage Prof. Dr.-Ing. Ewald Krämer